Amperetta-Hybridantrieb Amperetta-Hybridantrieb

Innenbordmotor Amperetta Hybrid

Hybrid-Antrieb von Amperetta

Sebastian Gollasch am 14.03.2015

Gewusst wie: Die Erbauer des Amperetta-Hybridantriebs verwenden viele bewährte Serienteile von Volvo Penta und sparen so bei der Entwicklung

Warum teuer selbst entwickeln, wenn es die Teile schon in Serienqualität gibt? Eine Frage, die man sich gerade in sogenannten Startup-Unternehmen, die gute Ideen, jedoch nur ein kleines "Entwicklungsbudget" und wenig Zeit haben, stellen sollte. So ist es sicher auch bei der Potsdamer Firma amperetta Hybrid-Drive geschehen. Die Idee, einen leistungsstarken Hybrid-Antrieb zu entwickeln, entstand 2012 und wurde im März 2013 mit Gründung der Firma konkret.

Benötigt wurde für die Umsetzung neben Batterien und dem Elektromotor auch ein Verbrenner. Bei Letzterem entschied man sich für den Volvo Penta D3. Getreu dem Motto: Die Kunden wollen Qualität, dann bekommen sie Qualität. Den Diesel-Einbaumotor gibt es mit einer Leistung von 110 PS bis 220 PS. Zusätzlich bietet Volvo ihn mit Wendegetriebe oder Z-Antrieb an. Bei dem elektrischen Antriebsmotor, der auch als Generator verwendet wird, wählte man einen 28-kW-Synchronmotor, der im Generatormodus eine Leistung von 15 kW hat und aus der Automobilindustrie stammt. In selbiger fand man auch die zwei Batteriebänke mit zusammen rund 17 kWh Speicherkapazität. Nach der Auswahl der Teile galt es, sie dem Projekt anzupassen und zu kombinieren, sodass das System nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Bordpraxis störfrei und effizient funktioniert.

Keine zwei Jahre nach der Firmengründung hat das vierköpfige Team um Geschäftsführer Ulrich Setzermann es geschafft und konnte auf der diesjährigen boot in Düsseldorf interessierten Besuchern den ersten seriennahen Prototypen präsentieren. Gern hat man sich am Stand von amperetta Zeit genommen und ihnen die Vorteile und Möglichkeiten des Hybridantriebes nahegebracht.

Preislich beginnt die Anlage bei 52 000 €. Auf der Zubehörliste findet man eine Batteriekapazitätserweiterung und auch eine Verbrennermotor-Vorwärmung. Letztere empfiehlt sich für kalte Reviere, um den Diesel effizienter betreiben zu können.

Sebastian Gollasch am 14.03.2015
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