Spezial: Stahlboote - Heiße EisenFoto: Erich Bogadtke

Spezial: Stahlboote - Heiße Eisen

 

7.8.2017, Lesezeit: 14 Minuten

Kunststoff? Nein Danke! Im Land der Meere und Grachten setzen die Yachtbauer und Konstrukteure nach wie vor auf „Blech".

Stahlyachten gehören genauso zu den Niederlanden wie Tulpen, Tomaten, Windmühlen, Genever und Bitter­ballen. Man steht zu seinen Traditionen. Was jedoch nicht heißen soll, das unsere Nachbarn mit "alten Hüten" durch die Ge­gend schippern. Die Zeiten, in denen jeder Zweite "Holländer" wusste, wie man ein richtiges Boot baut und das auch tat, sind längst vorbei.

Es gibt mittlerweile neue Fertigungstechniken, besseres Material und jede Menge kreative Köpfe, die ihre Ideen in die Tat umsetzen. Die Prämisse „simple Verarbeitung und möglichst viel Raum für wenig Geld" ist out; wer heute eine niederländische Stahlyacht sucht, will alles andere, nur keine graue Maus. Inno­vation ist angesagt. Und das gilt für alle Belange.

König Kunde verlangt nach ei­nem Boot, mit dem er sich sehen lassen kann, grundsolide und funktionell soll es sein, dazu formschön und komfortabel.

Edle Hölzer und Stoffe, eine Eignersuite mit Blick aufs Meer, separate Badezimmer für die Gäste, eine komplett eingerichtete Bordküche, in der der Smut am liebsten übernachten würde, Klimaanlage und versenkbarer Flachbildschirm stehen auf dem Wunschzettel ganz weit oben. Das Interieur muss heutzutage nobel und schick sein, "Gel­senkirchener Barock" war vorgestern.

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Foto: Erich Bogadtke
D-Zug-Tempo dank Alu und Turbodiesel
D-Zug-Tempo dank Alu und Turbodiesel
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Innovation: Heute schneidet man mit Plasma- oder Lasertechnik und
	schweißt mit Schutzgas – das garantiert Maßgenauigkeit und Formstabilität
Innovation: Heute schneidet man mit Plasma- oder Lasertechnik und schweißt mit Schutzgas – das garantiert Maßgenauigkeit und Formstabilität
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Kunststoff? Nein Danke! Im Land der Meere und Grachten setzen die Yachtbauer und Konstrukteure nach wie vor auf "Blech".
Kunststoff? Nein Danke! Im Land der Meere und Grachten setzen die Yachtbauer und Konstrukteure nach wie vor auf "Blech".
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D-Zug-Tempo dank Alu und Turbodiesel
D-Zug-Tempo dank Alu und Turbodiesel
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D-Zug-Tempo dank Alu und Turbodiesel
Innovation: Heute schneidet man mit Plasma- oder Lasertechnik und
	schweißt mit Schutzgas – das garantiert Maßgenauigkeit und Formstabilität
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Kunststoff? Nein Danke! Im Land der Meere und Grachten setzen die Yachtbauer und Konstrukteure nach wie vor auf "Blech".
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Auch bei den Antrieben und der Navi­gation ist nullachtfünfzehn längst passe. Man(n) will Technik auf aktuellem Stand und ist bereit, dafür sein Konto zu plün­dern. Trotzdem sind konventionelle Wel­lenanlagen immer noch erste Wahl, was daran liegt, dass 90 Prozent der gebauten Stahlyachten als Verdränger konstruiert sind und mit Wendegetriebe, Welle und Ruderblatt bestens klarkommen.

Ob die Diesel in der per­fekt schallisolierten Motor­kammer 50, 100 oder 200 PS haben müssen, hängt davon ab, wie groß und schwer das Boot ist und was sein Eigner damit veranstalten möchte. Will er auch bei unsichti­gem Wetter Küstengewässer und/oder den Rhein gegen den Strom befahren, geht das nicht ohne leistungsstarke Motoren und moderne Navigationselektronik wie GPS, Radar und Plotter.

Und was ist mit Hafen- und Schleusenmanövern? Hier helfen per Joystick gesteuerte Bug- und Heckschrauben eigentlich allen, nur nicht den Scheidungsanwälten.

Soll heißen, die schlaflosen Nächte, Albträume und Ehekrisen der „Crew" haben mit der Erfindung der Dinger deutlich abgenommen. Man (und Frau) hat wieder Spaß am Bootfahren.

Freude macht auch das Engagement der Stahlyachtbauer, die auf die Wünsche der potenziellen Eigner reagieren. Sie wissen: Wer am Markt erfolgreich sein will, muss flexibel und innovativ sein. Sieht man die "Gilde" als großes Ganzes, besitzt sie ein Portfolio (früher hieß das noch eine Sammlung von Objekten), das kaum einen Wunsch offenlässt.

Für diejenigen, die ständig groß denken, gibt es Flybridgeyachten, deren „feiner Anzug" in puncto Eleganz problemlos mit dem der Kunststoffkonkurrenz aus England und Italien mithalten kann.

Old-Fashion-Fans finden in den Classic- und Retro-Linien, die einige Werften im Programm haben, attraktive Modelle.

Bemerkenswert ist auch hier der Trend zum „kleinen" Boot (8 bis 9 m), den einige namhafte Werften setzen.

Lieben Sie die Zweisamkeit? OK-Baureihen stehen vor allem bei Eignern hoch im Kurs, die ohne Kind und Kegel reisen wollen. Zum Verständnis: OK heißt Open Kuip, auf Deutsch "offene Plicht". OK-Eigner verzichten auf die Achterkajüte und genießen stattdessen die Vorzüge eines offenen Cockpits, das nur durch große Schiebetüren vom Salon getrennt wird und so eine Terrasse auf dem Wasser ist.

Selbstverständlich denken "Stahlbauer" auch an die Leute, die mit der Entdeckung der Langsamkeit nix am Hut haben. Die Lösung des Problems heißt Aluminium und Turbodiesel im Doppelpack. Will oder hat man beides, geht’s bei Bedarf auch zügig voran, wobei jedoch nicht vergessen werden darf, dass es D-Zug-Tempo nicht für ’nen Appel und ’n Ei gibt.

Allen Berufsskeptikern, die beim Stichwort Stahlyacht sofort an "Rostkloppen" und Mennige denken, sei gesagt, dass die Qualität der Bleche (so nennt man zu Tafeln gewalztes Metall) eine andere, weil deutlich bessere ist als vor zwanzig Jahren. Darüber hinaus sind die Zeiten von Schweißbrenner, Acetylen und Sauerstoff lange vorbei.

Heute schneidet man mit Plasma- oder Lasertechnik und schweißt mit Schutzgas – das garantiert Maßgenauigkeit und Form­stabilität. Ein wirksames Mittel gegen den Albtraum vom "Rostkloppen" sind moderne Zwei-Kom­po­nen­ten-Farbsysteme, die hervorragenden Korrosionsschutz bieten. Ein Grund mehr, optimistisch in die Zukunft zu sehen.

"Um auf Dauer erfolgreich zu sein, müssen wir auch morgen und übermorgen Trends erkennen und neue Märkte suchen und finden", sagt Bart Bouwhuis, Chef der Designer, Naval Architects und Ingenieure vom Yachtentwickler Vripack.

"Unser Erfolgsrezept", verrät er dem Autor dieser Zeilen, "ist Innovation in Kombi­nation mit der Kunst, zuzuhören und zu verstehen, unsere Qualität die Verbindung aus Fertigkeit und Enthusiasmus."

Das macht neugierig. Wir sind gespannt, wie es bei den niederländischen Yachtbauern weitergeht. Einen kleinen Vorgeschmack auf "Future made in Nederland" zeigen wir Ihnen hier:

STEELER

"Kitsch lassen wir weg", sagt Steeler-Chef Hans Webbing, "die Menschen, die Ihr Schiff bauen, sind echte Fachleute mit der Ambition, Yachten zu konstruieren, deren Genussfaktor in der funktionellen und komfortablen Innovation besteht."

Hört sich gut an. Und sieht auch gut aus. So gut, dass Steeler-Yachten 2015 und 2016 als European Power Boat of the Year aus­gezeichnet wurden. Ob Steeler mit seiner neuen NG 57S das "Triple" gewinnen kann, wird sich zeigen.

"Custom-built" ist bei Steeler mehr als ein Schlagwort. So entstand die Idee für den Bau der NG 57 aus dem Wunsch eines NG-50-Eigners nach etwas Größerem. Der Lebensraum an Bord sollte zunehmen, der Salon jedoch immer im Mittelpunkt stehen.

Geht das? Klar, man stellt Salon und Cockpit auf das gleiche Niveau, öffnet die Bordküche, installiert zwei Masterkabinen, die mit Dusche und Toilette ausgestattet werden, und stellt in den Salon nicht nur zwei bequeme Sitzgruppen und ein Esszimmer, sondern mit dem Fahrstand auch die Kommandozentrale, aus der Navigationselektronik, Bug- und Heckschraube und der 305 PS starke Diesel gesteuert werden. Infos: www.steeleryachts.com

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
Stahlboote
  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
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SK-JACHTBOUW

Die können auch zuhören. Sicher, man kann, was man tut. Ihre handwerklichen Fertigkeiten will und kann den Leuten vom Sneeker Meer niemand absprechen. Aber sie können noch viel mehr. Ihre größte Stärke, sagen sie selbst, sei ihr offenes Ohr für die Wünsche ihrer Kunden. Und die wollten offensichtlich nicht länger "im Untergrund" leben.

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
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Man hör(t)e und staune: SK hat den Salon- und Cockpitboden der Pilot 1350 einfach – mit großem Aufwand und
Erfolg – um 25 cm angehoben. Damit mutiert das Salonsofa zur "Aussichtsplattform", die Kabine darunter ist deutlich geräumiger geworden, es gibt mehr Stauraum, und die Motorkammer bietet ab sofort viel Platz für Installationen und obendrein bei der Motorenwahl andere Möglichkeiten, was dem 150 PS starken "Platzhalter" von Volvo Penta weniger gefällt als dem potenziellen Käufer.

Der bekommt mit der Pilot 1350 ein robustes Boot, mit dem er bei jedem Wetter unterwegs sein kann. Wer’s in diesem Punkt lieber eine Nummer kleiner mag, findet in der achtern offenen Cabrioversion der 1350 eine geeignete Alternative. Übrigens: Bugkabine, Duschbad und Küche gibt es für beide. Infos: www.sk-jachtbouw.nl

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
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GROUWSTER VLET

Das Beste ist gerade gut genug. Das Einzige, was auf einer Grouwster Vlet Standard ist, schreibt der Webmaster der Werft, sei die Verarbeitung der besten Materialien. Wer weiterliest, erfährt, dass das Besondere einer Grouwster Vlet darin besteht, dass sie ihrem Eigner auf den Leib geschneidert wird. Alles passt wie angegossen.

Soll heißen: Alle Wünsche werden erfüllt. Kein Wunder, wenn der Kunde sein eigener Innenarchitekt ist – falls er das denn will. Die Yachtbauer aus Grou versichern, dass sie mit den neuesten Entwicklungen der Technik und Inneneinrichtung Schritt halten.

Dass eine Grouwster Vlet hervorragende Fahreigenschaften hat, versteht sich demnach von selbst. Der neue Kotter wirbt mit einem gejoggelten, das heißt überlappend geschweißten Rundspant-Rumpf für sich. Er kann in Stahl und Aluminium geliefert und auf Wunsch mit zwei Motoren ausgerüstet werden. Im Standardlayout setzen Bugkabine, Salon, Küche und das Cockpit die Akzente. Infos: www.grouwstervlet.de

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
Stahlboote
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SMELNE

Gut gewachsen. Aus einer kleinen Werkstatt, in der man Ruderboote "zusammenschustert", wird ein moderner Werftbetrieb mit eigenem Yachthafen. Das war nicht immer einfach und hat fast fünfzig Jahre gedauert. Heute baut der Familienbetrieb in Drachten Kreuzer, Vleten und Trawler bis 15 Meter Länge. Mehr als 30 Modelle sind im Angebot.

Das jüngste, die Vlet 42 OK, beeindruckt mit einem Mix aus klassischen Formen und moderner Technik und Stilelementen und schafft damit belebende Kon­traste. Konventionell sind Multiknickspant-Rumpf, der Antrieb mit Dieselmotor und Wellenanlage und die Raumaufteilung in Cockpit, Salon, Gäste und Eignerkabine, fortschrittlich Korrosionsschutz, Beschläge aus Edelstahl, Bug- und Heckschraube, Duschbad, Bordküche und die integrierte Badeplattform. Infos: www.smelne.nl

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
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VAN DEN HOVEN

Recht hat er. Folgt man der Meinung von Bart van den Hoven, dann muss eine Yacht überall fahren können: in den norwegischen Fjorden, rund um Großbritannien, im Mittelmeer und zu den Kanarischen Inseln. Die Vor­gabe ist klar, das Ergebnis, das Designer Willem Nieland auf den Computer gebracht hat, eindrucksvoll.

Ihre dynamischen Linien sollen die Van den Hoven 66 unverwechselbar machen, ohne im Gegensatz zur zeitlosen
Trawler-Charakteristik zu stehen, die Funktionalität und Wertbeständigkeit verspricht. Van den Hoven weiß, was eine 20-Meter-Yacht braucht; so stehen auf der Habenseite eine Fly im XXL-Format, ein Salon, der mit Cockpit und Bordküche eine Einheit bildet, sowie die obligatorische Beiboot­garage. Übernachtet wird in zwei Kabinen, die beide ein geräumiges Bad besitzen, und im "Kinderzimmer". Infos: www.bvandenhovenjachtbouw.nl

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
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JETTEN

"I proudly present …" Petra Jetten ist stolz und glücklich, dass das erste Boot der neuen Beach-Baureihe im Wasser zu sehen ist. "Da steckt eine Menge Arbeit und Herzblut drin", schreibt die Verantwortliche für PR und Marketing bei Jetten Shipyard allen, die es wissen müssen.

Wissenswert ist für Sie auch, dass die Beach 45 komplett auf Superyachtniveau gebaut ist. Verantwortlich dafür sind Cor. D. Rover und die Naval Architects von Van Oossa­­nen, die in der Welt der großen Yachten (fast) jeder kennt. Jetten setzt sich neue Ziele und will diese mit der Umbenennung von Jetten Yachting in Jetten Shipyard unterstreichen.

Die Typenbezeichnung Beach steht für Faulenzen, Wohlfühlen und Sicherheit an Bord. Man will das Strandhausgefühl aufs Boot bringen. Helfen sollen dabei große Fensterflächen, ein Schiebedach und die versenkbare Scheibe zwischen Salonsofa und Cockpit. "Wenn wir dem Eigner und seinen Gästen das Gefühl geben, direkt am Strand zu sitzen, haben wir alles richtig gemacht", sagt Petra Jetten.

Auch den Vorteil, dass sich der Privatstrand mit zwei 600 PS starken Dieselmotoren in der "Sandburg" zügig (20 kn) bewegen lässt, will sie nicht verschweigen. Bei der Raumaufteilung und Inneneinrichtung ist der Eigner gefragt – was die Möbel, Stoffe und Hölzer angeht, hat er freie Auswahl. Infos: www.jettenshipyard.de

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
Stahlboote
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JACHTWERFT B. DE GROOT

Ein Fall für zwei. Die Pikmeer 40 OC ist das ideale Boot für ein Pärchen, das gemütlich reisen möchte. Zu diesem Fazit kommt BOOTE-Tester Ralf Marquard in seinem Fahrbericht (BOOTE 5/2016). Aufgrund ihrer geringen Durchfahrtshöhe sei sie gut für Kanäle geeignet. Mit einer Reichweite von etwa 600 sm und der Einstufung in die CE-Kate­gorie B sind jedoch auch größere Ausflüge auf dem Meer möglich. Für Komfort in jedem Fall sorgen Bugkabine, Bad, Küche und Decksalon.

Wer höher hinauswill, ordert die 48 AC und bekommt ein zwei Meter längeres Boot mit Achter- und Vorderkajüte, Salon, Pantry, Dinette, zwei Badezimmer,, Poopdeck, einem klappbaren Geräte­träger und dem Außensteuerstand. Im Motorraum steht auf beiden Booten ein Deutz-Diesel mit konventioneller Wellenanlage. Infos: www.pikmeerkruiser.de

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
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DE BOARNSTREAM

Jeder fängt mal klein an. Deshalb startete die Premierentournee der Elegance-Baureihe von De Boarnstream 2013 mit den Modellen 1100 und 1300. Heute, nur drei Jahre später, sind auch die großen Schwestern, die 1500 und 1700, und dazu auch die 1200 auf dem Markt. Egal ob Flybridge oder Sedan, elegant sind sie alle. Sie strahlen Kraft und Schönheit aus, schreibt BOOTE-Tester Peter Lässig in seinem Fahrbericht (BOOTE 7/2015).

Weil König Kunde ab und an auch mal etwas schneller von A nach B kommen will oder muss, haben die Hockwerdas (Vater Henk und Tochter Wies) die Express-Version erfunden. Das Tuning bleibt jedoch auf den ersten Blick unsichtbar. Man tauscht Stahlaufbauten gegen solche aus Aluminium und den Diesel-Solisten der Standardausführung gegen einen Doppelpack.

Ganz oben auf der Liste stehen dann zwei 435-PS-Turbodiesel. Damit ist Elegance 1300 Express 22 kn schnell. Respekt! Wie es unter Deck aussieht, bestimmt zum großen Teil der Eigner, dem serienmäßig Gäste- und Eignerkabine mit bequemen Doppelbetten, zwei separate Bäder und der Salon, in dem Fahrstand und Küche stehen, angeboten werden. Infos: www.boarnstream.com

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
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DE ALM JACHTBOUWERS

Du weißt nicht, wo’s langgeht? Macht nix, die Grand Voyager 74 bringt dich überall hin. Mit solider Konstruktion, kompletter Ausstattung und 10 000 Liter (!) Diesel im Bauch kennt sie keine Grenzen. Nicht nur die beiden 300-PS-Diesel von Perkins haben das Zeug zum Marathon-Törn. Im Aufgabenheft von Werner Yacht Design stand eine Motoryacht, die in allen Klimazonen und Wetterbedingungen von zwei Personen ein­­fach und sicher zu fahren sein muss.

Was Sie nicht sehen, sind fünf Kabinen, die Bordküche mit nobler Dinette, Tisch und Stühle im Steuerhaus und den zweiten Fahrstand auf der XXL-Fly­bridge. Ein Blick in die Ausrüstungliste gefällig? Stabilisatoren, Generator, Klimaanlage, Titananker, Radar, Sat-Telefon und Internet, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner sind Standard. Und auch wenn die Voyager eine niederländische Stahlyacht ist, zum orangenen
Rumpfanstrich gibt es mehr als nur eine Alternative. Infos: www.alm-jachtbouw.nl

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
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LINSSEN

Es bleibt in der Familie: Wer über Stahlyachten redet oder schreibt, landet früher oder später bei Linssen. Der Werdegang der Yachtbauer von der Maas ist legendär. Nach seiner Aus­bildung zum Schiffszimmermann gründete Jac. Linssen 1949 die Scheepswerft und Houtindustrie St. Jozef Jac. Linssen, die anfangs Steuerhäuser aus massivem Teak und Steuerräder mit einer patentierten Nabenkonstruktion fertigte und verkaufte. Mit Erfolg.

In den Siebzigern löste Jos Linssen seinen Vater in der Chefetage ab und holte nacheinander seine Brüder Harry, Jan und Peter an Bord. Heute sind die Linssen-Brüder und ihre Kinder die "Bestimmer" bei Linssen Yachts, wie die Werft seit dem Einstieg von Jos heißt. Prunkstück der nach modernsten Gesichtspunkten gestalteten Fertigung ist die Grand-Sturdy-Baureihe. (Test: Linssen Grand Sturdy 530.)

Grand Sturdy heißt groß und kräftig. Und genauso sind sie, die Grand Sturdys. "Der Renner" und die Nummer zwei, wenn es um die reine Größe geht, ist die zweimotorige GS 530 AC Vario­top. Sie wird mit Decksalon, Küche, Dinette und drei Kabinen mit separaten Badezimmern ausgestattet. Highlight ist das von Jos entwickelte Variotop, ein fernbedienbares Cabrio. Das gleiche Verdeck gibt es für die Nummer drei, die 14,30 m lange GS 470 AC, und die GS 410 AC, die über alles 12,85 m lang ist.

  StahlbooteFoto: BOOTE/Werft
Stahlboote
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Die beiden "kleinen" Schwestern haben Achter- und Vorderkabine mit bequemen Doppelbetten, zwei Bäder, eine Schlupfkabine für die Kinder, Bordküche und Dinette. Angeschoben werden sie von einem Volvo-Diesel (180/150 PS), der vor einem Wendegetriebe mit Welle steht. Der Diesel der 10,70 m langen GS 350 Sedan leistet 75 PS. Dass sie damit nicht zum Sprinter avanciert, ist klar. Das Konzept dieser Yacht mit Bugkabine, Cockpit und einem Salon, in dem Fahrstand und Küche stehen, ist für zwei Personen ausgelegt. Infos: www.linssenyachts.com

RHEBEN

Man gönnt sich ja sonst nichts. Obwohl sie deutlich (5 Prozent) teuerer ist als die Standardausführung mit Multiknickspant-Rumpf, steht die Rundspantversion bei den Käufern der Allure 1440 hoch im Kurs. Kein Wunder, rund und glatt sieht sie einfach besser aus als mehr­­fach geknickt. Zudem sind die abgerundeten Formen oberhalb der Wasserlinie ein Beweis dafür, das man bei Rheben sein Handwerk versteht.

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Die Werft nennt das Zusammenspiel aus Formen, Farben und perfekt verarbeiteten Edelhölzern "zeitlos elegant". Die Rumpf­konstruk­tion, der darin verarbeitete, 6 mm dicke Stahl, Abmessungen und Ausstattung machen die Allure 1440 zu einem robusten Boot für Binnen- und Küstenreviere. Zwei Kabinen, bequeme Betten, ein Duschbad, Küche, Dinette, der Salon, das offene Cockpit und das ge­­diegene Interieur sorgen für den Wohlfühleffekt. Unter dem Stichwort sicheres Manöv­rieren stehen der konventionelle Antrieb mit einem 150 PS starken Dieselmotor, die Bugschraube, Radar, GPS, Plotter, UKW-Funk und das rutschfeste Teakdeck. Infos. www.rheben.nl

FLEVO

Do it yourself. Das von Pieter Beeldsnijder erdachte Konzept der 66 Bonker ist so ausgelegt, dass der Eigner ohne Crew auskommt. Wenn er will. Wenn nicht, gibt es für ihn die Option auf eine Mannschaftskabine im Heck. Ansonsten bietet das Boot alles, was man für die "große Fahrt" braucht. Das heißt: eine solide Konstruktion, Bewegungssicherheit, zuverlässige Motoren (2 x 300 PS), Generator, 11 000 Liter Diesel, Stabilisatoren, Navigationselektronik, ein Kamerasystem sowie Bug- und Heckschraube für sichere Anlegemanöver und 12 kn Topspeed. Für das "süße Leben" an Bord spendiert Beeld­snijder den drei Kabinen komfortable Betten, separate Bäder und einen barrierefreien Fahrstuhl. Gekocht wird im Decksalon, gefahren im Ruderhaus oder auf der Flybridge. Infos: www.flevojachtbouw.nl

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