Die Familie FeltrinelliFoto: Klaus Andrews

Leben an BordDie Familie Feltrinelli

Thomas Bock  

23.7.2011, Lesezeit: 4 Minuten

In Gargnano am Gardasee gibt es bei Nautica Feltrinelli den perfekten Service rund ums Boot – und jede Menge Geschichte zusätzlich. Ein Werftporträt.

  Nautica FeltrenelliFoto: Klaus Andrews
Nautica Feltrenelli
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Wer heute die stark frequentierte Straße am westlichen Gardasee-Ufer entlangfährt, erahnt schon die Geschichtsträchtigkeit der Gegend. Imposante Palazzi und mächtige Festungsanlagen geben Zeugnis von einer bewegten Vergangenheit.

Nautica Feltrenelli
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Wer in den Geschichtsbüchern blättert, wird auch schnell fündig. Da ist zum Beispiel vom Venezianischen Krieg die Rede, der sich zum Teil als Seeschlacht auf dem Lacus Benaco, wie der Gardasee damals noch hieß, abgespielt hat. Im Herbst 1439 sollen die Venezianer Kriegsbarken, Galeonen und Galeeren mittels kräftiger Zugochsen über den Fluss Etsch an den Gardasee gebracht haben. Mit dabei natürlich die Besatzungen der Kriegsschiffe und ein gigantischer Tross von Werftarbeitern und Schiffbauern für die nötigen Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten.

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In alten Schriften aus dieser Zeit wird ein „Calafato“ aus der norditalienischen Stadt Feltre erwähnt. Calafato ist die italienische Bezeichnung für einen Schiffskalfaterer. Ein Mann der die Planken und die Wegerung an Deck mit Teer verstreicht und so das Schiff „wasserdicht“ macht. Dieser Kalfaterer aus Feltre gilt als Stammvater der Familie Feltrinelli, eine der ältesten Familien Italiens.

Der Name ergibt sich aus der italienischen Eigenschaft heraus, Nachfahren und Abkömmlinge sprachlich zu verkleinern beziehungsweise zu verniedlichen. Aus den Kindern des Calafato aus Feltre wurden somit die Feltrinelli. Dieser Familiennamen ist in Italien bekannt, und in den Adressbüchern findet man darunter Papiermagnaten, Holzhändler und große Buchhändler.

  Nautica FeltrenelliFoto: Klaus Andrews
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Ein Zweig der Familie ist der Berufsbranche des Stammvaters treu geblieben und beschäftigt sich nach wie vor mit Bootsbau. In Gargnano, am Westufer des Gardasees, befindet sich die Cantiere Nautico Feltrinelli, Werftbetrieb und Bootsservice. In Italien und weit über die Landesgrenzen hinaus gilt Nautica Feltrinelli als einer der Motorboot- „Hotspots“ schlechthin.

Hier gibt es alles, wonach Skipper, Boot und Motor verlangen. Gründer dieses traditionsreichen Unternehmens ist Bernardino Feltrinelli, genannt „Opa Bindi“. Er lebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und war eine Art Wanderarbeiter, der sich auf Bootsbau und Reparaturen spezialisiert hatte. Zusammen mit seinem Sohn Egidio zog er von Fischerdorf zu Fischerdorf und reparierte Boote im Akkord.

Nebenbei soll Ururgroßvater Feltrinelli ein Freund des guten Tropfens gewesen sein, und noch heute erzählt man sich darüber Geschichten. So soll ein Fischer einmal gefragt haben, wie lange die Reparatur des Bootes noch dauern würde, denn bei Bindis Weinkonsum müsste man bald auch noch die Netze und Fischereiausrüstung verkaufen und dann bräuchte man das Boot eigentlich auch nicht mehr.

Sohn Egidio ist dagegen weniger durstig. Ihn zieht es noch vor dem Ersten Weltkrieg in die USA, wo er in Florida bei mehreren Werften arbeitet. 1919 kehrt er als „gemachter Mann“ zurück an den Gardasee. In Gargnano findet er eine alte „Limonaia“, einen Zitronenhain, der zur Werft umfunktioniert wird. Im Reisegepäck hat Egidio die ersten Entwürfe für Rennboote mit sogenanntem Stufenrumpf (Redan), die sich durch ihre besonders scharfe V-Form auszeichnen.

Damit ausgestattet können in Gargnano einige der ersten Drei-Punkt-Boote der Welt gebaut werden, die Geschwindigkeiten über 120 km in der Stunde erreichen. Mit diesem Entwicklungspotenzial in der Hinterhand startet Egidio die ersten Versuche auf dem Rennbootsektor. Wie sich zeigt mit Erfolg, denn auch andere „Bootsverrückte“ kommen nun zu Feltrinelli an den Gardasee.

Darunter der italienische Dichter und Kriegsheld Gabriele d’ Annunzio. Er lässt sein legendäres Boot MAS 96, das im Krieg zur U-Boot-Abwehr eingesetzt war, in Gargnano restaurieren und gibt eine Reihe weiterer Projekte in Auftrag.

Durch die Beziehungen in die USA wird Feltrinelli schnell zum wichtigsten Importeur für Johnson-Außenbordmotoren in Europa und kann auch eine Ausschreibung für ein spezielles Johnson-Motorboot gewinnen, das später in Serie gefertigt wird. Eines dieser Johnson-Boote steht heute noch in Gargnano. Zwar sind die alten Gemäuer der ehemaligen Limonaia verschwunden, doch wer genauer hinschaut, der erkennt noch viele Details aus Egidios Zeiten.

Die gesamte Reportage über die Familie Feltrinelli finden Sie in der aktuellen August-Ausgabe von BOOTE, die es ab Mittwoch, den 27. Juli, im Handel gibt.