Sag mir wie du heisst, und...Foto: Hans-Günter Kiesel

Leben an BordSag mir wie du heisst, und...

Erich Bogadtke  

31.10.2009, Lesezeit: 2 Minuten

Ein Boot braucht einen Namen – oder etwa nicht? Wenn ja, bleibt die Frage, ob dieser Rückschlüsse auf den Charakter des „Kahns“ und dessen Eigner zulässt. BOOTE hat nach ausgefallenen Exemplaren gesucht und präsentiert das „Fahndungsergebnis“.

Ein Boot ohne Namen“, schrieb BOOTE-Herausgeber Rainer Bergmann schon vor Jahren, „ist in gewisser Weise charakterlos.“

Dabei ist es egal, so unser Senior-Chef, ob nach der Liebsten oder der Oma benannt, die das Boot stiftete, aus den Anfangssilben der Familien-Vornamen zusammengestoppelt oder an irgendeine Erinnerung gekoppelt: Jedes Boot braucht einen Namen.

Und den sollte es nach Möglichkeit auch sein Leben lang behalten. Eine Namensänderung, das weiß das seefahrende Volk, bringt Unglück. Der Ursprung dieses Aberglaubens liegt in früheren Zeiten, als es noch echte „Unglücksschiffe“ gab.

Hatte das Schiff erst einmal den Ruf weg, unter keinem guten Stern zu fahren, ging kein redlicher Seemann mehr an Bord. Logisch, dass sich dann nur noch das sitzengebliebene Hafengesindel shanghaien ließ.

Dass es mit dieser Horde Zwangsverpflichteter an Bord schnell mal zu Unfällen kam, ist klar. Ganz schlaue Reeder versuchten daraufhin mit einem unbelasteten Namen ihr Glück. Selbstverständlich kamen ihnen die Seeleute schnell auf die Schliche, und das Spiel begann von vorn.

Deshalb der Tipp: Der vorsichtige Skipper verzichtet auf eine Namensänderung. Nach alten Überlieferungen sollen weibliche Schiffsnamen Glück bringen.

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