Interview Kärcher Yachteignerprogramm Interview Kärcher Yachteignerprogramm

Interview: The Moorings Yachteignerprogramm

Geteilter Preis bei vollem Spaß

Torsten Moench am 25.02.2016

Was ist ein Eignerprogramm, und welchen Sinn hat es für Charter-Kunden? Wir befragen Jennifer Kärcher zum „The Moorings Yachteignerprogramm“.

BOOTE: Was ist das "The Moorings Yachteignerprogramm"?
Kärcher: Der Kunde kauft bei uns ein Boot, welches er bis zu 12 Wochen im Jahr selbst nutzen kann. Den Rest der Zeit verchartern wir sein Boot. Im Gegenzug erhält der Eigner ein garantiertes Einkommen von 8 bis 9 % pro Jahr, welches der Kunde dann gegebenenfalls für seine Yachtfinanzierung verwenden kann.

BOOTE: Was muss der Eigner denn "mitbringen"?
Kärcher: Der Eigner kann entweder den vollständigen Kaufpreis entrichten und erhält die garantierten Einkünfte komplett, oder er kann ab 30 % Eigenkapital eine Yachtfinanzierung abschließen. Die Finanzierungsraten können so berechnet werden, dass sie in jedem Fall von den monatlichen garantierten Einkünften getilgt werden.

BOOTE: Worin liegen die Vorteile für den Bootsbesitzer?
Kärcher: Der Grundgedanke ist, dass kaum jemand sein eigenes Boot ganzjährig nutzt und es zudem dann noch standortgebunden ist. Viele Boote liegen die meiste Zeit des Jahres ungenutzt im Hafen, verursachen aber dennoch enorme Kosten für den Bootsbesitzer: für den Liegeplatz, die Versicherung oder die Wartung. Genau hier setzt unser Programm an.

BOOTE: Was heißt das im Detail?
Kärcher: In unserem Programm fallen für den Eigner, außer der gegebenenfalls monatlichen Finanzierungsrate für das Boot, keine weiteren operativen Kosten an. Liegeplatz, Wartung, Versicherungen und Charter-Handling übernehmen wir. Daneben schätzen unsere Eigner die Nutzung an weiteren Revieren und Bootstypen unserer Flotte sehr.

BOOTE: Und was passiert, wenn Sie das Boot nicht komplett vermietet bekommen?
Kärcher: Dieses Risiko liegt allein bei uns. Wir garantieren, beispielsweise für Boote in Kroatien, dem Eigner Mieteinnahmen von 8 % des Kaufpreises für rund fünf Jahre. Die garantierten Einnahmen stehen dabei für die gesamte Laufzeit fest und sind vertraglich fixiert.

BOOTE: Und was passiert nach diesen fünf Jahren?
Kärcher: Nach Ablauf der Charternutzung kann der Eigner das Boot zum Restwert, meist sind das rund 50 % des Anschaffungspreises, entweder selbst über-nehmen, oder wir verkaufen das Boot für ihn.

BOOTE: Wie frei ist der Eigner bei der Planung seiner eigenen Urlaubszeit? Muss er sich dabei komplett nach Ihnen, beziehungsweise der Charterauslastung seines eigenen Bootes, richten?
Kärcher: Nein. Auch hier gilt: Wer zuerst bucht, fährt zuerst. – Wir arbeiten mit einem ausgeklügelten Punktesystem, in dem jedem Eigner jährlich 84 Punkte zur Verfügung stehen. 42 Punkte für Frühbuchungen, für Haupt- sowie Nebensaisonzeiten, und weitere 42 Punkte für kurzfristige Buchungen. In der Nebensaison kostet ein Tag einen Punkt, in der Hauptsaison zwei Punkte. Maximal wären also 12 Wochen Eigennutzung in der Nebensaison möglich. Der Clou dabei ist, dass er nicht nur sein eigenes Boot, welches beispielsweise in Kroatien liegt, nutzen kann, sondern auch ein gleichwertiges Boot in einem völlig anderen Revier, beispielsweise der Karibik. Mithilfe dieses Systems kann er seine Buchungszeiträume beliebig aufteilen, und sollte sein eigenes Boot im Wunschzeitraum schon belegt sein, kann er problemlos auf ein anderes Boot ausweichen.

BOOTE: Kann man sich das Boot und die Kosten dafür auch mit Freunden teilen?
Kärcher: Unser Eignerprogramm sieht maximal bis zu vier Eigner vor. Unter ihnen werden dann die Punkte, also die Buchungstage, gleichmäßig verteilt. Gleiches gilt natürlich für die Kosten. Wer mehr über das Eignerprogramm wissen möchte, den empfange ich auch gern auf der boot in Düsseldorf. 
 

Torsten Moench am 25.02.2016