„Boot Düsseldorf“ 2019: Vorschau - 50 Jahre „Boot“: Der Champion lädt zur GalaFoto: Thorsten Baering / BOOTE

Messen„Boot Düsseldorf“ 2019: Vorschau - 50 Jahre „Boot“: Der Champion lädt zur Gala

 

11.1.2019, Lesezeit: 6 Minuten

Rund 2000 Aussteller aus 67 Ländern werden Ende Januar zum Jubiläum erwartet. Sie bieten neben 1500 Booten einen beispiellosen Einblick in das Universum des Wassersports

Wenn die weltweit größte Boots- und Wassersportmesse Ende des Monats ihren 50. Geburtstag feiert, soll sich das nicht nur auf den 220 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche widerspiegeln, sondern auch im Herzen der Stadt, in der dieses zum Megastar herangewachsene "Kind" zu Hause ist. So ist am Vorabend der Messe-Eröffnung ein besonderer "Auftritt" der „Boot Düsseldorf“ auf der vom Unternehmen Oscar Bruch betriebenen Eislauffläche an der Königsallee geplant, bei der die Eisbahn ganz ins Blau der „Boot“ getaucht wird.

Auch die Geschäfte an der berühmten Düsseldorfer Einkaufsmeile werden das Ereignis durch spezielle Dekorationen sichtbar machen.

Am 19. Januar, 10 Uhr, beginnt dann die eigentliche, neun Tage dauernde Party: In 16 Messehallen locken riesige Themenwelten, Aktionen und Events – zum zehnten Mal unter dem Motto "360° Wassersport erleben". Ob Segeln, Motorboot fahren, Tauchen, Surfen, Paddeln oder einfach am Wasser relaxen, die „Boot 2019“ startet ein Feuerwerk an Ideen, die sich um die Freizeit im, auf oder am Wasser drehen.

„Die ,Boot Düsseldorf‘ ist die einzige Messe weltweit, die diese Vielfalt umfassend präsentiert. Mit Herstellern aus fast 70 Ländern aus allen Teilen der Welt zeigen wir hier eine einzigartige Produktvielfalt.

1500 Segel- und Motorboote haben auf der „Boot“ ihre Messeheimat", erläutert „Boot“-Director Petros Michelidakis. 2018 folgten 247 000 Besucher aus 102 Ländern dem Ruf der Messe nach Düsseldorf. Entsprechend offensiv titelt die „Boot"-Kampagne zur Jubiläumsausgabe: "Follow The Call".

Rückblick: Die Anfänge

Doch wie hat begonnen, was heute stolz gefeiert wird? Die beispiellose Erfolgsgeschichte der „Boot“ – die damals niemand auch nur annähernd ahnt – beginnt an einem nebligen Novembertag 1969 an der Fischerstraße in Düsseldorf: 34 000 Besucher strömen an den sechs Messetagen in die Halle, die „Boot“ ist aus der Taufe gehoben. Messechef Kurt Schoop hatte einen echten Coup gelandet, indem er sich den erfahrenen Bootsjournalisten Horst Schlichting an Bord holte und die erste Bootsmesse im Binnenland gründete.

Ganze 116 Aussteller aus sieben Nationen nehmen teil, aber die Düsseldorfer Bürger sind begeistert von dem Angebot "ihrer" NOWEA (Nordwestdeutsche Ausstellungsgesellschaft), so der frühere Name der Messe Düsseldorf. Schon im folgenden Jahr präsentieren sich 183 Unternehmen aus 25 Ländern auf einer verdoppelten Ausstellungsfläche und die Nachfrage der Hersteller steigt auch in den kommenden Jahren gewaltig. Die „Boot“ gerät von Beginn an zum Publikumsmagneten mit hohem medialem Aufmerksamkeitswert.

Seit 1972, dem Jahr ihres Wechsels ins neue, hochmoderne Messegelände im Düsseldorfer Norden in nächster Nähe zum Flughafen, findet die „Boot“ jedes Jahr im Januar statt.

Damit ist sie als erste Veranstaltung im Jahr die Einstiegsmesse in die neue Saison. Ihre Laufzeit wird auf neun Tage, also zwei Wochenenden verlängert und Aussteller wie Besucher zollen dem Wechsel höchsten Respekt. 307 ausstellende Unternehmen aus 41 Ländern begrüßen auf über 50 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche 85 751 Besucher an ihren Ständen. Erstmals wird ein großes Regattabecken für die Segler aufgebaut. Kinder und Einsteiger können hier in der Halle Schnuppersegeln.

Die „Boot“ entpuppt sich als echter Trendsetter und präsentiert 1973 die ersten Surfbretter auf der Messe.
Nach zehn Jahren erfolgreicher boot-Zeit, einer rapiden Steigerung der Besucherzahlen sowie der Hallenfläche springt der Funke des immer beliebteren Tauchsports auch auf die „Boot“ über. Zum 10. Geburtstag der Messe baut die Preussag AG, Hannover, einen Tauchturm für die Tauchhalle der boot.

Soweit die erste Dekade einer Boots- und Wassersportausstellung, die sich dank der Marktkenntnis, des Geschicks und der Visionen ihrer Steuerleute im Laufe der folgenden Jahre zur weltweit anerkannten Leitmesse entwickelte. Allen voran "Mr. boot" Abdul-Rahman Adib, der 30 Jahre lang auf der Kommandobrücke der „Boot“ stand, gefolgt von Goetz-Ulf Jungmichel (2009 bis 2016), der den Event souverän durch die Wirtschaftskrise navigierte und ihn weiterentwickelte, bis vor zwei Jahren Petros Michelidakis übernahm.

Motorboote und -yachten

Werften, Händler und Importeure geben in den Hallen 4, 5, 6, 7 a, 9, 10 und 17 einen repräsentativen Überblick vom Bötchen bis zur Superyacht. Für die boot 2019 sind zahlreiche Premieren angekündigt, die wir
unter www.boote-magazin.de vorstellen. 13 davon finden Sie vorab auf den Seiten 97 bis 101, weitere folgen in Teil 2 unserer Messevorschau in BOOTE 2/2019 (ab 16. Januar im Zeitschriftenhandel).

BOOTE & Co.

Sie finden uns wie gewohnt in Halle 9, diesmal lauten unsere Stand-"Koordinaten" D 02. Unsere Kollegen von BOOTE EXCLUSIV machen erneut in Halle 7 a, Stand B 08, Quartier: Gemeinsam mit unserem Verlag Delius Klasing und der Messe Düsseldorf präsentieren sie dort den 2017 neu etablierten Themenbereich "boot Interior". Die YACHT bezieht wieder ihr Domizil in Halle 16, Stand C 22. SURF schlägt sein Basecamp in der 2018 neu bezogenen "vereinigten" Trendsporthalle 8 a auf, Stand F 28 liegt unmittelbar am Wasserbecken der Beach World.

Unser Verlag Delius Klasing präsentiert sein Programm wie gehabt in Halle 11, Stand F 41: Fachliteratur von Führerschein-Lehrbüchern über Törnführer bis zu Bildbänden, Seekarten, Zeitschriften, Kalendern, DVDs und Software. Seit der boot 2017 hat Delius Klasing noch eine Niederlassung in Halle 7, Stand A 17. Dort hat der DK-Buchverlag die Ausstellungsfläche des weltberühmten Yachtfotografen Franco Pace übernommen, dessen atemberaubende Fotos seit vielen Jahren in Europas größtem Wassersportverlag erscheinen.

Neu ist ein Angebot von Delius Klasing mit seinen Redaktionen BOOTE und YACHT in Halle 14, Stand A 45. Dort feiert die "Yachtakademie" Premiere, eine Fahrschule für Yachten und Boote. Sie geht zur Saison 2019 an den Start, um den Mängeln der praktischen Ausbildung zu begegnen. Details und Hintergrund S. 18.

Besucherinformationen

Öffnungszeiten: Samstag, 19. Januar, bis Sonntag, 27. Januar, 10 bis 18 Uhr.

Eintrittspreise: Achtung: eTickets im Online-Vorverkauf unter www.boot.de sind zum Teil deutlich billiger, besonders für boot.club-Mitglieder – kostenlose Registrierung unter der Internetadresse boot.club) – als an den Messe-Eingängen. Vor Ort kostet die Tageskarte 25 € (eTicket 19 €, boot.club-Mitglieder 16 €), Schüler ab 13 Jahre, Studenten, Auszubildende, freiwillig Wehrdienstleistende, Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitslose, Senioren ab 65 Jahre, Rentner, Menschen mit Behinderung zahlen 12 € (eTicket 11 €, boot.club 10 €), Kinder von 7 bis 12 Jahren 7 €. Kurzbesucher (Montag bis Freitag ab 15 Uhr) erhalten für 16 € (eTicket 13 €) Eintritt, die Zwei-Tage-Karte kostet 33 € (eTicket 27 €, boot.club 25€). Der günstigere Preis ist nicht der einzige Vorteil eines eTickets: Man kann es zur kostenlosen Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) in der Preisstufe D (DB 2. Klasse, zuschlagfreie Züge) nutzen.

Anreise und Unterkunft: Die Düsseldorf Tourismus GmbH, offizieller Servicepartner der Messe Düsseldorf, bietet günstige Reisepakete (z. B. Hotelpakete inklusive Ticket ab 59 €) sowie Einzeloptionen für die Anreise per Bahn, Flugzeug oder Fernbus an, die direkt unter www.duesseldorf-tourismus.de/messe/boot gebucht werden können. Unter Telefon 0211 / 17 20 28 39, Fax 0211 / 17 20 23 221 oder per E-Mail messe@duesseldorf-tourismus.de werden auch Hotelzimmer vermittelt. Siehe boot-Website: Kontakt & Anreise, "Unterkunft & CityInfos". Weitere nützliche Kontakte im Service-ABC unter www.boot.de (Besucher).