Es geht auch ohneFoto: EGON TESKE

MotorbooteEs geht auch ohne

Peter Laessig  

31.3.2004, Lesezeit: 2 Minuten

Sea Ray 185 Sport kontra Campion Chase 580i: Bowrider haben auch ohne Vordeck und Kabrio einiges zu bieten.

Auf dem US-Markt sind Boote mit geschlossenem Vordeck wenig verbreitet, dort fährt man gern vorn offen. In Europa ist es eher umgekehrt. Gleichwohl erobern die Offenen zunehmend den Markt; denn sie bieten auch Vorteile. Vor der Windschutzscheibe können beispielsweise zusätzlich Personen sitzen, wenn auch nicht immer bequem beim Fahren im Rauwasser. Anlegemanöver oder Ankern sind vom Bug aus leichter, weil lästiges Turnen über das oft rutschige Vordeck unterbleiben kann.

Wir vergleichen hier zwei Trailerboote bekannter Hersteller vom amerikanischen Kontinent: Sea Ray 185 Sport aus USA mit einer Campion Chase 580i aus Kanada. Beide Boote sind in ihren Grundmaßen in etwa gleich und besitzen einen identischen Grundriss: offener Bug mit Sitzgelegenheit, klappbare Windschutzscheibe mit Durchgang in der Mitte, zwei Einzelsitze für Fahrer und Beifahrer, eine durchgehende Sitzbank im Cockpit achtern und über dem Motorraum eine Sonnenliege. Das Ende der Testboote bestimmt eine integrierte Badeplattform mit Badeleiter.

Während in der 25 cm kürzeren und geringfügig schwereren Sea Ray ein V6-Motor von MerCruiser mit Alpha-One-Z-Antrieb eingebaut war, besaß die Campion einen V8-Volvo- Penta mit Duoprop-Antrieb. Wenig unterschieden sich die Testboote beim Tankvolumen, die Sea Ray fasste 8 l weniger als die Campion. Ebenso bestanden zwischen den Testkandidaten kaum Differenzen bezüglich der gesamten Verarbeitung. Zwar baut Campion doppelschalig, was sich besonders beim Stauraumvolumen positiv bemerkbar machte, dafür achtete man bei Sea Ray aber mehr auf Feinheiten.

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