Quicksilver Activ 805 Cruiser: Bootstest - Freund der Familie: Quicksilver Activ 805 CruiserFoto: Morten Strauch

MotorbooteQuicksilver Activ 805 Cruiser: Bootstest - Freund der Familie: Quicksilver Activ 805 Cruiser

 

17.12.2015, Lesezeit: 5 Minuten

Die Quicksilver Activ 805 ist eine gut trailerbares Kajütboot für vier Personen. Ralf Marquard testete sie auf der Ostsee.

Test Quicksilver Activ 805 Cruiser
Test Quicksilver Activ 805 Cruiser
Foto: Morten Strauch
Test: Quicksilver Activ 805 Cruiser – Mercurys Verado 300 Plus hat der Skipper dank der elektrohydraulischen Lenkung immer gut im Griff
Test: Quicksilver Activ 805 Cruiser – Mercurys Verado 300 Plus hat der Skipper dank der elektrohydraulischen Lenkung immer gut im Griff
Foto: Morten Strauch
Test Quicksilver Activ 805 Cruiser
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Foto: Morten Strauch
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Illustration
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Foto: Marc André Bergmann
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Die Cockpit-Sitzecke wandelt man im Handumdrehen in eine gemütliche Liegewiese. Wer sich auf dem rutschfesten Vordeck aalen möchte, zahlt für die Bugpolster extra.
Die Cockpit-Sitzecke wandelt man im Handumdrehen in eine gemütliche Liegewiese. Wer sich auf dem rutschfesten Vordeck aalen möchte, zahlt für die Bugpolster extra.
Foto: Morten Strauch
Test Quicksilver Activ 805 Cruiser
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Test: Quicksilver Activ 805 Cruiser – Mercurys Verado 300 Plus hat der Skipper dank der elektrohydraulischen Lenkung immer gut im Griff
Test: Quicksilver Activ 805 Cruiser – Mercurys Verado 300 Plus hat der Skipper dank der elektrohydraulischen Lenkung immer gut im Griff
Foto: Morten Strauch
Test: Quicksilver Activ 805 Cruiser – Mercurys Verado 300 Plus hat der Skipper dank der elektrohydraulischen Lenkung immer gut im Griff
Test Quicksilver Activ 805 Cruiser
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Die Cockpit-Sitzecke wandelt man im Handumdrehen in eine gemütliche Liegewiese. Wer sich auf dem rutschfesten Vordeck aalen möchte, zahlt für die Bugpolster extra.
Test Quicksilver Activ 805 Cruiser
Test Quicksilver Activ 805 Cruiser
  Quicksilver Activ 805 CruiserFoto: Morten Strauch
Quicksilver Activ 805 Cruiser
  Quicksilver Activ 805 CruiserFoto: Morten Strauch
Quicksilver Activ 805 Cruiser

Trailerbarkeit und Bootskomfort laufen konträr zueinander. Sprich, wird das Boot größer oder kommt mehr Ausrüstung an Bord, die die Bequemlichkeit erhöht, so nimmt das Bootsgewicht automatisch zu und man benötigt einen größeren Trailer und ein kräftigeres Zugauto. Einen guten Kompromiss in diesem Punkt hat Quicksilver mit ihrer Activ 805 Cruiser gefunden. Mit einem Leergewicht von gut 1700 kg plus Mercury Verado 300 Pro Außenborder (knapp 300 kg) und Ausrüstung landet man um die 2300 kg, die Trailer der 3-t-Klasse gut "schultern". Passende Zugfahrzeuge findet man in der SUV, Geländewagen und Pickup-Klasse.

  Test Quicksilver Activ 805 CruiserFoto: Morten Strauch
Test Quicksilver Activ 805 Cruiser
  Test Quicksilver Activ 805 CruiserFoto: Morten Strauch
Test Quicksilver Activ 805 Cruiser

Als Fahrgebiete empfiehlt die Werft Binnenreviere und küstennahe Gewässer. Letzteres stand uns am Testtag zur Verfügung. Wir fuhren auf der Ostsee vor Neustadt. Bei Wind um 4 Bft. aus Südwest stand eine kurze steile Hecksee vor der Neustädter Bucht. Dieses Kabbelwasser überspringt die Activ 805 Cruiser weich und kursstabil, Spritzwasser trägt der Wind bei Kursen schräg zur Welle teilweise bis ins Cockpit, was jedoch für diesen Bootstyp bei dem Seegang nicht ungewöhnlich ist.

Bei Kursen gegen die See sind Geschwindigkeiten bis 24 kn noch rückenschonend zu fahren, bei Fahrten mit der Welle, war in etwas geschützten Ecken auch Vollgas möglich. Hierbei erreichten wir eine respektable Geschwindigkeit von gut 41 kn. Klar muss sein, dass man bei diesem Speed nicht besonders wirtschaftlich unterwegs ist. Um das zu erreichen, muss der Skipper den Motor um mindestens 2200 U/min drosseln, da die Quicksilver-Mercury-Kombination zwischen 3500 U/min und 4000 U/min mit 1,75 l/sm am ökonomischsten gleitet. Sie kommt dann 136 sm weit, was für diese Bootsgröße gerade noch ausreicht.

Um die Quicksilver in die optimale Lage zu bringen, sitzen auf unserem Testboot Powertrimm und Trimmklappen (Extra). Mit dem Z-Antrieb ganz an den Spiegel ge†rimmt, und den Klappen oben, kommt die Activ mühelos und ohne Sichtbehinderung in Gleitfahrt (ab etwa 3000 U/min). Über den gesamten Gleitbereich sind die Klappen nicht von Nöten, es sei denn, Wind oder asymmetrische Beladung legen das Boot auf die Seite. Die Heckwelle hat eine typische Höhe, die das Tubing oder Wasserskilaufen problemlos ermöglicht.

Die schnellen Manöver fuhren wir windbedingt ebenfalls bei Wellengang, der besonders die schnellen Kurven beeinflusst. In dieser Situation legt sich der Rumpf normal auf die Seite, zieht soft rum und schwingt dann in die Wellen ein. Ein Manöver, das man unter diesen Umständen nicht zu eng fahren sollte, damit die Fahrgemeinschaft in keine große Schaukelei gerät. Mit getrimmtem Antrieb (etwa Stufe fünf auf der Anzeige) neigt der Propeller zum Luftziehen und beendet damit die Kreiselfahrt. Slalomkurse wie auch das Verreißen des Ruders verlaufen ohne Schlagen oder Einhaken weich und direkt.

Besonders positiv fällt bei allen Manövern die elektrohydraulische Ruderanlage von Mercury mit Leichtgängikeit auf. Nur wenig lenken muss man trotz des Windes auf langsamen Geradeauskursen, die sich bis etwa 7 kn auf Grund des geringen vom Boot erzeugten Wellenschlags auch auf Kanälen problemlos fahren lassen.

Das Lenkrad sitzt an einem übersichtlich aufgeteilten Fahrstand mit elektronischer Einhebelschaltung, Smart-Craft-Instrumenten (Motorüberwachung) und Simrad Kartenplotter, der auf der Zubehörliste steht. Einen Kompass, den wir für Boote ab der CE-Kategorie "C" fordern, suchten wir vergeblich. Wippschalter, Trimmklappen und Bugstrahlruder (Extra) bedient man uneingeschränkt, der Skipper sitzt dabei auf einem sportlich gepolsterten Schalensitz, der sich in alle Richtungen verstellen lässt und damit Sitzpostionen mit viel Beinfreiheit ermöglicht.

Ideal ist ebenfalls die klappbare Fläche im vorderen Bereich, die den Sitz zum Offshoreplatz macht. Geschützt wird er durch eine dreigeteilte Sicherheitsglas-Windschutzscheibe mit zwei Scheibenwischern, die eine Waschanlage und ein ausreichend großes Wischfeld besitzen. Für den Beifahrer steht eine 1 ½-fache Bank mit seitlichem Haltegriff zur Verfügung.

Der Rest der Fahrgemeinschaft findet die Plätze auf einer variablen Sitz-Liege-Kombination achtern. Die Heckbanklehne lässt sich in zwei Stufen verstellen (Kopfkissen oder große Liegefläche) und wandelt die Sitzecke zusammen mit einem Tischpolster zur bequemen Freilichtbühne für Sonnenanbeter. Wasserratten steht eine geteilte riesige Badeplattform mit einer vom Wasser aus gut zu bedienen Badeleiter zur Verfügung. In der Mitte der fest verbolzte Außenborder, dessen Anschlussleitungen vom Borddurchlass sicher in einem Schutzschlauch verlaufen.

Im Rumpf liegen die Kabel und Schläuche übersichtlich gebündelt und fest in Schellen. Bei der Tankanlage überzeugen der fest verschraubte Tank und ein externer Kraftstofffilter. Den Absperrhahn für den Sprit haben wir dagegen nicht gefunden. Zwei 95-Ah-Batterien plus Bugstrahlruder-Akku versorgen die 12-V-Anlage, Landanschluss mit Batterieladegerät stehen auf der Zubehörliste. Gleiches gilt für das "Smart-Edition-Paket" das im Cockpit Kocher, Kühlschrank, Sonnenliege, Plotter, Fishfinder und Radio betrifft. Unter Deck erweitert es den Komfort mit Seewassertoilette und Fäkalientank.

Um leichter in die Nasszelle zu kommen, hat sich der Konstrukteur eine spezielle Doppeltür einfallen lassen. Neben der Nasszelle befindet sich der Niedergang mit Treppe. Die dahinter gelegene Unterflurkabine passt mit Höhe und Abmessungen für Kinder. Auch ein oder zwei Erwachsene können den Platz mal nutzen, das Reinkrabbeln ist jedoch recht sportlich. Leichter ist der Einstieg in die Bugkoje, die für zwei Erwachsene ausgelegt ist.

Zum Verstauen gibt es Kästen und Ablagen, zum Lüften nutzt man das Fluchtluk, das auf den Bug führt. Der normale Weg aufs Vordeck verläuft über den Mitteldurchstieg mit breiten Stufen (in die Kabinentür geformt). Von dort hangelt man sich vom Scheibenrahmenstreben bis zur Reling. Im Cockpit muss man sich erstmal an eine Stufe im Bodenbereich gewöhnen, um nicht zu stolpern. Zur Sicherheitsausrüstung gehören zwei E-Bilgenpumpen, die von uns geforderte Handlenzpumpe fehlt hingegen. Der Handfeuerlöscher ist dafür Teil der Serienausrüstung

FAZIT: Die Quicksilver Activ 805 Cruiser ist mit dem Mercury 300 Pro passend motorisiert und zeigt ansprechende Fahreigenschaften. Besonders gut hat uns das Rauwasserverhalten gefallen. Für die Spritztour mit Freunden oder die Reise mit der Familie ist sie prima geeignet.

Datenblatt: Quicksilver Activ 805 Cruiser

Werft: Quicksilver

Typbezeichnung: Quicksilver Activ 805 Cruiser

CE-Kategorie: C - Küstennahe Gewässer

Material von Rumpf und Deck: Kunststoff

Länge: 7,88 m

Breite: 2,55 m

Verdrängung: 1,73 t

Preis: 68.190,00 €