Saga 310Foto: Hans-Günter Kiese

MotorbooteSaga 310

 

29.4.2012, Lesezeit: 6 Minuten

Saga 310: Ein solide gebauter Halbgleiter zum gemütlichen Reisen. Wir fuhren das typisch skandinavische Boot auf dem Greifswalder Bodden.

  Test Saga 310Foto: Hans-Günter Kiesel
Test Saga 310
  Test Saga 310Foto: Hans-Günter Kiesel
Test Saga 310

Fragt man die BOOTE-Leser nach ihren "Traumbooten", stehen die klassischen Stahlverdränger ganz oben auf der Liste. Die skandinavischen Kollegen aus Kunststoff rangieren ebenfalls oben auf der Beliebtheitsskala. Nachteil dieser Boote: Auf schnell fließenden Flüssen, gegen den Tidenstrom oder bei schwieriger See lassen sie sich nur bis etwa zur theoretischen Rumpfgeschwindigkeit ausreizen, was teilweise recht viel Geduld beansprucht.

Test Saga 310
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Der Wunsch nach höheren Geschwindigkeiten hat die skandinavischen Bootsbauer in die Trickkiste greifen lassen - sie funktionierten ihre Boote zu Halbgleitern um. Dazu wird das Heck flach und breit gemacht, um dem Rumpf einen gewissen dynamischen Auftrieb zu geben, und leistungsstarke Diesel sorgen dann noch für die nötige Power.

  Test Saga 310Foto: Hans-Günter Kiesel
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  Test Saga 310Foto: Hans-Günter Kiesel
Test Saga 310

In diese Kategorie passt unser Testboot, die Saga 310, die sich mit 4 Kojen gut für die vierköpfige Familie eignet. Und wo kann die Reise hingehen? Ins Binnenland und auf küstennahe Gewässer (CE-Kategorie C). Eine Einstufung, mit der Saga sich auf der sicheren Seite befindet.

Fahren und Manövrieren

In puncto Motorisierung geht die Werft typisch nordeuropäische Wege und bietet nur Dieselanlagen in Single-Ausführung an. Wir fuhren mit dem kleinsten Motor, einem D4-225 (160 kW) aus dem Hause Volvo Penta. Die Verdrängerfahrt liegt zwischen knapp 4 kn (Standgas) und der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von fast 7 kn. Über den gesamten Fahrtbereich läuft das Testboot stur geradeaus, woran auch Gewichtsverlagerungen einer Person nichts ändern. Ab etwa 1800/min hebt sich der Bug an und senkt sich um 3000/min wieder etwas ab. Die Voraussicht bleibt trotz des Anhebens der Nase der Saga immer ausreichend erhalten.

Kräftig fällt die Heckwelle aus, diese erreicht bei 2200/min ihren Höchststand und wird darüber hinaus wieder „humaner“. Um den Übergang schneller zu gestalten, benutzt man die QL-Trimmklappen, mit denen man ebenso Schräglage, beispielsweise vom Wind, ausgleicht.

Außergewöhnlich: Halbgleiter haben in der Regel in schneller Fahrt nicht die typische Gleitdelle (geringster Spritverbrauch in schneller Fahrt), bei der sich die Marschfahrt einstellt. Bei der Test-Saga zeigt sich dagegen solch „Sprittief“, hier erkennt man bei 2800/min (gut 14 kn) die wirtschaftlichste Drehzahl. Eine Tankladung reicht dann abzüglich 15 % Reserve für 180 sm, was für diese Bootskategorie ein passender Wert ist.

Mit gut 500 sm ist der Tourenskipper unterwegs, der es mit 6,5 kn langsam angehen lässt. Wer von der „schnellen Truppe“ sein möchte, muss bei Vollgas (3400/min/18,6 kn) einen Verbrauch von 2,31 l/sm und eine maximale Reichweite von 155 sm akzeptieren.

Dreht man mit Vollgas eine enge Kurve, legt sich der Rumpf kurz auf die Kurvenaußenseite, richtet sich wieder auf und zieht dann flach wie ein Bügeleisen seine Runden. Die Seitenkräfte kann die Fahrgemeinschaft dabei gut halten. Aufgrund der lang übersetzten Hydrauliklenkung (für einen geringen Ruderausschlag muss man am Steuerrad viel drehen) ist das Slalomfahren kaum möglich. Gleiches gilt beim Verreißen der Lenkung. Am Testtag zeigte sich der Greifswalder Bodden von seiner ruhigen Seite, und wir mussten uns für den Rauwassertest mit Sportboot- und Berufsschiffswellen begnügen. Diese durchfährt der Rumpf absolut weich und trocken.

Geht’s zurück in den Hafen, lässt sich unser Testboot mit Ruder und extra installiertem Bugstrahlruder sicher und genau anlegen. Ohne Strahlruder ist, besonders bei Rückwärtsfahrt, mehr Übung nötig, denn ohne vorheriges Abfangen mit „kurz voraus“ ist Umsteuern nicht möglich. Bedient wird dabei das leichtgängig und gut platzierte Steuerrad („Fisherman“, mit dickem Holzkranz) und die Einhebelschaltung mit Bügelgriff.

Die Trimmschalter sitzen vor der Schaltung und lassen sich genauso gut erreichen wie die Wippschalter mit Symbolen und Kontrolllampen. Bis auf geringe Spiegelungen zeigen die Instrumente ungehindert ihre Werte. Gut ist die Voraussicht in der ungetönten Sicherheitsglasscheibe.

Damit es bei Wind und Regenwetter keinen Blindflug gibt, installiert Saga solide Wischer mit Dreifachschaltung, Waschanlage und Defroster. Für die Gemütlichkeit des Fahrers sorgt ein fest gepolsterter Sitz mit Armlehne. Beifahrer finden ihren Platz auf einer ebenso gut gepolsterten Doppelbank. Manko: Ein Haltegriff fehlt, es gibt nur Ausschnitte in der Wegerung und die Armlehne zum Festhalten.

Motor, Tank, Elektrik

Der Motor steht kompakt in einem gedämmten Raum unter dem Cockpitboden etwa auf Höhe des Hardtops. Zugänglich ist er über eine nicht arrettierbare Klappe im Boden und über teilweise mit Schrauben befestigte Luken vorn und achtern. Der Zugang zu einigen Ecken ist nicht berauschend, die Werft musste hier Kompromisse eingehen. Leitungen und Schläuche verlegten die Techniker auf dem gesamten Boot solide und fest.

Einen fachmännischen Eindruck hinterlässt ebenfalls die Tankanlage mit fest installiertem Alutank-Absperrhahn, sicher befestigten Schlauchanschlüssen und Filterpatronen (vorbildlich mit Wasseralarm). Gleiche Sorgfalt findet man bei der gesamten Elektroanlage mit gut zugänglichen Sicherungsautomaten und Hauptschaltern sowie sicher verstauten 90-Ah-Batterien. Ein Landanschluss kostet Aufpreis und enthält das automatische Ladeteil FI-Schalter, Automaten und drei 230-V-Steckdosen.

Sicherheit

Hier punkten die serienmäßige Ausrüstung mit Feuerlöschanlage, Feuerlöscher, Handlenzpumpe, elektrische Bilgenpumpe, Fluchtluk, Notpinne und langer Badeleiter, die man vom Wasser aus bequem bedient. Bewegungssicherheit geben rutschfeste Bodenstrukturen, etwa 0,20 m breite Seitendecks, stabile Reling und reichlich Haltegriffe. Bei Letzteren fallen besonders positiv die Handschlaufen auf dem Cabrioverdeck auf, um auch bei aufgebautem Verdeck immer guten Halt zu haben. Nicht überzeugend: Die Schallisolierung hat zwar eine feuerhemmende Alubeschichtung, der Schaum darunter ist jedoch brennbar.

Wohnen, Cockpit und Ausrüstung

Das Verdeck verwandelt das Cockpit zusammen mit dem Hardtop vom „offenen Vergnügen“ in eine praktische „Wohnküche“. 3-Flammen-Kocher, Backofen, Kühlschrank mit Gefrierfach, Spüle und ordentliche Staumöglichkeiten sind eine gute Ausrüstung für den Pantrybereich. Gegessen oder geklönt wird auf einer bequemen Sitzecke mit Holztisch. Sie kann nicht nur zur Sonnenliege umfunktioniert werden, sondern auch als Notkoje dienen. Weitere Kojen findet man in einer geräumigen Vorderkajüte und Unterflurkabine, wobei Letztere aufgrund ihrer Aufteilung, Größe und Ausrüstung perfekt als Kinderkabine fungiert.

Vorn liegen zwei Erwachsene auf einer Koje mit Einlegepolster. Staumöglichkeiten sind in den Kabinen passend vorhanden. An Steuerbord brachte der Konstrukteur die Nasszelle mit zwei Lüftern, tiefem Nirowaschbecken, Spiegel, Handtuchhalter, Dusche (warm/kalt) und elektrischem (extra) Pump-WC unter. Letzteres pumpt in einen Fäkalientank, dessen Absaugung auf unserem Testboot als Extra ausgewiesen war.

Bei zukünftigen Modellen gehört dieser Anschluss zum Standard. Wer den Komfort von Heizung, Autopilot, Bugsonnenpolster, Bugsprit und Ankerwinsch genießen möchte, zahlt Aufpreis. Serienmäßig bekommt man einen selbstlenzenden Ankerkasten, zugelassene Navigationslichter (LED), eine solide Scheuerleiste sowie sechs stabile Klampen

Datenblatt: Saga 310

Werft: Saga

Typbezeichnung: Saga 310

CE-Kategorie: C - Küstennahe Gewässer

Material von Rumpf und Deck: Kunststoff

Länge: 9,43 m

Breite: 3,25 m

Verdrängung: 4,80 t

Preis: 188.679,00 €