Sea Ray 305 SundancerFoto: Dieter Wanke

MotorbooteSea Ray 305 Sundancer

 

20.9.2014, Lesezeit: 3 Minuten

Neue Motorisierung: Dank deutscher Diesel-Power mit 335 PS kommt der Fahrspaß mit der 305 Sundancer des US-Herstellers Sea Ray nicht zu kurz.

Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Foto: Dieter Wanke
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Foto: Dieter Wanke
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Foto: Dieter Wanke
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Foto: Dieter Wanke
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Foto: Dieter Wanke
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Foto: Dieter Wanke
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
  Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.Foto: Dieter Wanke
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.
  Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.Foto: Dieter Wanke
Sea Ray 305 Sundancer mit 335-PS-Diesel.

Sundancer: Was auf den ersten Blick typisch amerikanisch klingt, ist ein durch und durch europäisches Produkt. Mit Ausnahme des Rumpfes wurde das Boot in Europa komplett neu entwickelt. Gebaut wird in Polen, und der neue Achtzylinder-Diesel ist made in Germany. Damit ist die Sea Ray 305 Sundancer also eine waschechte Europäerin. Bei der Einführung vor fünf Jahren hatten die Kunden die Wahl zwischen Doppelanlagen mit Benzinern und dem Yanmar 6LPA-STZP2, einem Diesel-Solisten.

Die Benziner-Pärchen sind geblieben, der Sechszylinder von Yanmar durch einen Mercury-Diesel mit 195 kW (260 PS) ersetzt. Der neue Achtzylinder mit 246 kW (335 PS) kam erst in diesem Jahr dazu. Preislich liegt der V-8-Diesel, den Sea Ray an der 305 Sundancer mit einem Doppelpropeller vom Typ Bravo Three XR kombiniert, über den mit zwei Motoren ausgestatteten Benziner-Versionen. Vorteile für den Diesel gibt es bei den Wartungskosten und beim direkten Gewichtsvergleich.

Wir konnten den attraktiven Sportkreuzer mit dem 4.2 V-8 TDI (so heißt der ehemals weiße Riese aus Salzgitter heute) von Mercury schon mal probefahren. Zu unserer Überraschung erreichen wir mit dem nominell schwächeren Diesel eine Höchstgeschwindigkeit von 34,1 kn. Mit den starken (2 x 220 PS) Benzinern ist schon bei 33,5 kn Schluss. Die haben jedoch beim Beschleunigen knapp die Nase vorn. Der Grund: Gleitfahrt wird hier schon nach acht Sekunden erreicht, der Diesel braucht eine Sekunde länger.

Bei ohnehin tadellosen Fahreigenschaften zeigt sich die Sundancer auch im Kreisverkehr von ihrer besten Seite. Sie folgt in engen Kurven in leichter Schräglage ohne einzuhaken jeder Bewegung der leichtgängigen Steuerung. Kraft kommt bekanntlich von Kraftstoff. So gesehen liegen die Verbrauchswerte im "grünen Bereich". Über die im Volllastbereich gemessenen 2,17 l/sm freut sich der Tankwart dennoch sicher mehr als der Eigner. Bei Marschgeschwindigkeit mit 22 kn verbraucht der V-8 TDI exakt 1,73 l/sm. Neben der von uns gefahrenen offenen Variante gibt es noch eine Hardtop-Version. Das Cockpit-Layout mit wandelbarer Sitzgruppe und einer Wetbar mit Spüle, Kocher und Kühlschrank ist identisch.

Unter Deck verwandelt sich die Sitzgruppe im Bug zum Übernachten in eine Doppelkoje; in dem nur 1,25 m breiten Bett unter dem Cockpit wird es etwas enger. Eine Nasszelle mit Dusche und Toilette und die Pantry bieten ansprechenden Komfort. Zusammenfassend kann gesagt werden: Die 305 Sundancer beeindruckt nach wie vor (Test in BOOTE 5/2010) mit guter Verarbeitung und erstklassigen Fahreigenschaften und besitzt zudem mit dem Achtzylinder-Diesel eine Motor-Option, die sich nicht erst beim Wiederverkauf bezahlt macht. Der Fahrspaß kommt in keinem Fall zu kurz.