Test: Beneteau Flyer 5.5 Spacedeck - Auf HöhenflugFoto: Morten Strauch

MotorbooteTest: Beneteau Flyer 5.5 Spacedeck - Auf Höhenflug

 

29.4.2016, Lesezeit: 5 Minuten

Beneteau nennt den speziell konzipierten Rumpf auch passiven Air-Step-Hull. Durch einströmende Luft soll sich Schaum bilden, der den Widerstand während der Fahrt verringert.

Beneteau Flyer 5.5
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Man folge einer Idee und mache daraus eine Serie von Außenbordmotorbooten. Das Konzept scheint erfolgreich zu sein, in dem wir die Flyer 6 vorgestellt haben. Statt drei, stehen bei der kleineren Flyer 5.5 nur Sundeck und unser Testboot Spacedeck auf dem Programm.

„Space“ bedeutet Raum und meint damit den offenem Bug, der mit Sitzgelegenheiten ausgestattet ist.

Die Sitzbank vor dem Fahrstand ist eine Eisbox und dient zugleich als Stauraum, von dem es unter dem Cockpitboden vorn und achtern mehr als genug gibt. Der Platz unter der Cockpitsitzbank ist dem dort unpraktisch angebrachten Kraftstoffvorfilter samt Tank vorbehalten. Hinsichtlich der gesamten Verarbeitung leistet sich das Testboot keine wirklichen Schwächen.

Kabel und Schläuche für die Versorgung des Motors sind in gut montierte Leerrohre gepackt, die Batterie steht gut gehaltert in einer Kunststoffbox und den dazugehörigen Hauptschalter findet man wie die Sicherungen unter dem Armaturenbrett am Fahrstand.

Die Rümpfe sind so konzipiert, dass sich während der Fahrt darunter ein Luftpolster bildet, das die Effizienz in allen Belangen verbessern soll. Beneteau nennt das auch passiven Air-Step-Hull; so soll sich durch die einströmende Luft soetwas wie ein Luft-Wasser-Schaum bilden, der den Widerstand während der Fahrt verringert.

Daneben wurde das Vorschiff im Decksbereich sehr breit gestaltet und die Bordwände lässt man im oberen Bereich bis hin zum Bug nahezu senkrecht durchlaufen.

Somit wird beim Durchfahren von Wellen das Spritzwasser mehr seitlich abgedrängt und kommt nicht so leicht vornüber. Diese Bauweise bedingt bei Rau- und Kabbelwasser eine etwas trockenere Fahrt und wirkt sich daneben auch auf das Raumangebot im Vorschiff aus. Space eben.

Wir haben festgestellt, dass durch die Luft unter dem Rumpf zumindest die Extremmanöver soweit davon betroffen sind, dass nichts Negatives passiert, gleich wie hart man das Boot auch herannimmt. In den immer enger verlaufenden Kurven bremst sich der Rumpf von allein bis zur unteren Gleitgrenze (9 kn) ab und die 180°-Wenden werden innerhalb von zwei Bootslängen durchmessenden Kurven in einem Rutsch absolviert – ohne Schaukeln oder Einhaken.

Beim Verreißen des Ruders folgt das Testboot klaglos jedem Einschlag und wenn man schnell genug am Ruder kurbelt, bringt man die 5.5 etwas über die Längsachse zum Pendeln.

Während der Extremmanöver und besonders am Ende derselben ventiliert der Propeller, und der Drehzahlbegrenzer hindert den Motor am Überdrehen mit dem Ergebnis, dass jeder Schub dahin ist. Gas wegnehmen und neu anfahren heißt die Devise. Beim Testboot beginnt der Propeller schon ins Leere zu greifen, wenn die Kurvendurchmesser in Gleitfahrt drei bis vier Bootslängen unterschreiten.

Dafür ist nicht allein die Luft unter dem Rumpf verantwortlich, sondern auch die Montagehöhe des Motors.

Bei hoch am Spiegel montierten Motoren verringert sich der Wasserwiderstand des Unterwasserteils und das Boot fährt dadurch etwas schneller. Dafür neigt der Propeller aber auch wie beim Test zum Ventilieren. Obwohl es sich bei der Lenkung bereits um eine Hydrauliklenkung, anstelle der mechanischen, handelt, ist uns die installierte Version noch eine Nummer zu schwergängig.

Das Attribut „wendig“ verdient das Testboot nicht nur in langsamer Fahrt, bei der es rückwärts und vorwärts hinfährt, wo es soll. Die Drehkreise durchmessen in beiden Richtungen nicht mehr als gut eine Bootslänge. Längere Rückwärtsfahrten gelingen mit geringem Versatz. Die Hafenmanöver fahren wir um 1000 U/min und die langsame Fahrt mit 1500 U/min, damit die vom Boot erzeugten Wellen nicht stören.

Ohne den Bug stark anzuheben oder sich zu vertrimmen, geht das Testboot von Verdränger- in Gleitfahrt über und beschleunigt bis zur Höchstgeschwindigkeit von knapp 34 kn.

Eine Tankfüllung Benzin reicht für den 115 PS starken Suzuki in langsamer Fahrt für eine theoretisch Wegstrecke von 212 sm, bei wirtschaftlicher Fahrweise 129 sm (22 kn; 4500 U/min) und bei Vollgas 95 sm, plus 15 % Reserve jeweils. Das sind für diese Bootsgröße ansprechende Reichweiten.

Die Voraussicht ist, da man steht, stets einwandfrei. Allerdings ist die Spoiler-Windschutzscheibe zu schwarz getönt, was die Sicht während der Fahrt gegen dunklen Hintergrund einschränkt. Wählt man aber das Zubehörpaket Nordic, gibt es die Scheibe auch in hellem Grau. Und, dass der Rohrrahmen, in der Zubehörliste "Handlauf um die Scheibe" extra kostet, ist hinsichtlich der Bewegungssicherheit bedenklich.

Davon abgesehen ist letzterer auch so angebracht, dass man nicht überall den besten Halt hat und aufpassen muss, damit man sich nicht die Finger zwischen Rohr und Scheibe einklemmt. Als absolut ungeeignet entpuppt sich der Leaning-Post, die Sitz-Steh-Hilfe, die Skipper und Co zur Verfügung stehen.

Dieses Teil bietet während der Fahrt überhaupt keinen Seitenhalt und hat so auf einem schnellen Sportboot nichts verloren.

Ob das Boot mit Honda, Yamaha oder wie das Testboot mit Suzuki ausgestattet werden soll, ist vorher zu bedenken, da die Werft dann das richtige Equipment, gegen Aufgeld vorinstalliert. Und der Sicherheit zu liebe, sollten Schalensitze für Fahrer und Co ebenfalls dabei sein.

Negativ werten wir, dass Kompass, Echolot und die unterschiedlichen Verdecksysteme alle extra kosten. Positiv zu erwähnen sind das nach außenbord selbst-lenzende Cockpit und die Handlenzpumpe. Neben der Standardausrüstung, wie zum Beispiel dem selbstlenzenden Ankerkasten vorn, drei Zugösen (einmal vorn und zweimal achtern) und vier Belegklampen gibt es noch die Ausstattungspakete Dynamic und Nordic sowie jede Menge Zubehör. So besteht die Möglichkeit für den Eigner, sich sein Boot persönlich zu gestalten. Wer beispielsweise gern Wakeboard fährt oder Wasserski läuft, ordert den Spezialbügel dazu.

Unser Testurteil

  • Gut: Manövrieren, Verarbeitung Kunststoff, Verarbeitung Ausstattung, Gleitfahrt, Verdrängerfahrt, Schalten, Installationen techn., Installationen elektr., Batteriehauptschalter, Reichweite, Instrumentierung (Motor), Stauräume, Ankern, Lenzeinrichtung, Absperrhahn
  • Ausreichend: Windschutzscheibe, Badeplattform/Leiter, Bewegungssicherheit, Handläufe/Haltegriffe, Lenken, Klampen
  • Mangelhaft: Sitze (Leaning-Post), Positionslaternen (nicht BSH), Abgewertet da nicht serienmäßig: Instrumentierung (Navigation), Polster, Sonnenliege, Abdeckplane

Fazit

Die Flyer 5.5 ist je nach Ausstattung ein vielseitiges Boot, mit dem auch Anfänger keine Pro-
bleme bekommen und das sich bestens zum Trailern eignet. Die Fahreigenschaften mit der 115-
PS-Testmotorisierung sind gut. Mit einem 140-PS-Motor wird der Name Programm: Flyer.

Beneteau Flyer 5.5
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