Test: Glastron GT 229 - Take it easy: Glastron GT 229Foto: Morten Strauch

MotorbooteTest: Glastron GT 229 - Take it easy: Glastron GT 229

 

2.8.2015, Lesezeit: 4 Minuten

Nimm’s leicht: Ein Boot mit leichtem Umgangston, vielseitig einsetzbar, amerikanischer Alleskönner im Wortsinn, das ist die neue GT 229 von Glastron

Glastron GT 229
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Foto: Morten Strauch
Glastron GT 229
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Glastron GT 229
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  Glastron GT 229Foto: Morten Strauch
Glastron GT 229
  Glastron GT 229Foto: Morten Strauch
Glastron GT 229

Wer ein Sportboot sucht, ist bei der amerikanischen Werft Glastron bestens aufgehoben. Die Modellpalette ist sehr umfangreich und reicht vom fünf Meter langen Boot für Außenborder bis zum knapp neun Meter messenden Daycruiser, mit jeder Menge Variationen dazwischen. Wir fahren aus der GT-Serie die 229 mit einem V6 von MerCruiser, alternativ gibt es auch einen V8. Motoren und Antriebe, die entweder aus den USA oder Schweden kommen, wenn man sich für einen Volvo Penta entscheidet. Trailerkapitäne benötigen ein Zugfahrzeug, das wenigstens 1900 kg auf den Haken nehmen darf.

Unser Testboot wartet unter dem Vordeck mit einer Schlupfkabine auf, in der eine V-förmige Sitzbank zur Liege für zwei gewandelt werden kann. Aufgrund der niedrigen Bauweise – was dem sportlichen Design entgegenkommt – muss man sich bücken, um in die Kabine zu gelangen. Die Steh- und Sitzhöhen sind darin beschränkt, aber um zu übernachten, reicht es allemal, und für ein Chemieklo (Extra) ist auch noch unter dem Cockpitboden am Eingang Platz vorhanden. Im Stauraum unter den Liegen bringt man das Nötigste unter.

Die Verarbeitung des Bootes werten wir trotz einiger unbehandelter Kunststoffschnittkanten überwiegend mit einem "Gut." Die technischen und elektrischen Installationen passen. Unter dem Armaturenbrett blickt man bei der Kabeldurchführung auf einen Kantenschutz. Einen Kraftstoff-Abstellhahn oder eine Feuerlöschanlage haben wir im Motorraum nicht gesehen. Die Batterie steht dort gut gehaltert, den dazugehörigen Batteriehauptschalter findet man im Stauraumkasten der U-förmigen Hecksitzbank.

Eine leichtgängige Steuerung und exakt arbeitende Schaltung mit wirksamer Leerlaufsperre begünstigen Fahren und Manöver. In langsamer Fahrt durchmessen die Drehkreise vorwärts und rückwärts nicht mehr als eineinhalb Bootslängen. Beim Umsteuern mit rückwärts eingelegtem Gang braucht es etwa 8 s, bis das Boot
die Richtung wechselt, längere Rückwärtsfahrten sind mit leichtem Versatz verbunden. Mit anderen Worten, das Boot fährt vorwärts und rückwärts dorthin, wo man will. Fahrer und Co. sitzen in verstellbaren Schalensitzen. Kompass und Lot haben wir nicht gesehen, dafür Reflexionen und Spiegelungen in der Windschutzscheibe.

  Glastron GT 229Foto: Morten Strauch
Glastron GT 229
  Glastron GT 229Foto: Morten Strauch
Glastron GT 229

Damit die vom Boot erzeugten Wellen nicht stören, halten wir die Drehzahlen bei maximal 1500/min und fahren knapp über 6 kn schnell. Wechselt dabei jemand im Boot seinen Platz, nimmt das nur geringen Einfluss auf Kurs und Krängung. Darüber hinaus steigt der Bug an, die Voraussicht bleibt jedoch passabel erhalten; um 2500/min senkt sich der Bug beim Erreichen der guten Gleitfahrt wieder ab. Die wirtschaftlichste Gleitfahrt ermitteln wir bei 3000/min oder einem Tempo von 22 kn. Bei Vollgas loggen sich auf dem Rhein 37,3 kn in unserem GPS ein, während der Motor 4700/min dreht. Da der Drehzahlbereich des V6 zwischen 4400–4800/min liegt, gilt der Aluminium-Propeller als passend.

Eine Tankfüllung Normalbenzin reicht in langsamer Fahrt für einen theoretischen Aktionsradius von etwa 105 sm plus 15 % Reserve. Bei wirtschaftlicher Gleitfahrt muss man sich nach 112 sm und bei Vollgas nach knapp 80 sm nach einer Bunkerstation umschauen, soll die Reserve erhalten bleiben. Damit erfüllt das Testboot unsere Minimalforderung von wenigstens 100 sm, was die Note "Gut" bedeutet. Mit dieser Note werten wir ebenso alle mit Höchstgeschwindigkeit erzeugten Extremmanöver.

Bei über Backbord gefahrenen Kurven beginnt der Propeller mit ganz bei getrimmtem Antrieb zu ventilieren, wenn der Kurvendurchmesser zwei Bootslängen durchmisst, und über Steuerbord erst dann, wenn man aus der Kurve herauslenkt. Fährt man die gleichen Manöver mit getrimmtem Antrieb, verliert der Propeller jeweils früher den Halt, was "Gas wegnehmen und neu anfahren" heißt. Beim Verreißen des Ruders folgt das Boot klaglos dem einmal eingeschlagenen Kurs, und auf der imaginären Slalombahn pendelt die GT 229 ungefährlich über die Längsachse.

  Glastron GT 229Foto: Morten Strauch
Glastron GT 229
  Glastron GT 229Foto: Morten Strauch
Glastron GT 229

Die 180°-Wenden werden innerhalb von zwei Bootslängen durchmessenden Kurven in einem Rutsch, ohne Einhaken oder Schaukeln des Rumpfes, absolviert. Der Propeller greift bei diesem Manöver, je nach Trimmstellung des Antriebes, früher oder später ins Leere, und die dabei entstehenden Fliehkräfte sind haltbar. Die hohen Wellen der Berufsschifffahrt queren wir mit angepasster Geschwindigkeit und die etwas niedrigeren in voller Fahrt sicher und trocken.

Generell betritt man die GT 229 von achtern, wo dann ein Teil der Sonnenliege hochgeklappt und ein Sitzpolster der Heckbank entfernt wird. Sportliche Personen "entern" das Sportboot übers Vordeck, und zwar durch das klappbare Mittelteil der Windschutzscheibe und über eine Trittstufe am Fahrstand.

Die Ausstattung der Glastron GT 229 reicht zum Fahren. Allerdings hat die Beleuchtung keine Zulassung für Seereviere und Teile der deutschen Binnengewässer, was wir abwerten. Zugösen vorn und achtern sowie sechs Belegklampen dienen zum Festmachen. Dinge für den Komfort muss man in Paketen hinzukaufen, und Kompass oder Scheibenwischer stehen nicht auf der Liste.

Fazit:
Die GT 229 ist mit dem V6 ein flottes und sicheres Boot mit Platz zu Übernachten. Dass man bei Wellen seine Fahrweise anpassen muss, ist bei der Bootsgröße nicht verwunderlich. Das Platzangebot im Cockpit ist okay – man könnte es so ausdrücken: eine gut trailerbare Cuddy Cabin.