Test: Glastron GTS 245 - Sprintstark und BequemFoto: Michael Amme

MotorbooteTest: Glastron GTS 245 - Sprintstark und Bequem

Sebastian Gollasch  

23.11.2017, Lesezeit: 4 Minuten

Glastron GTS 245: Ein moderner Bowrider mit den Vorzügen, die Familien und Einsteiger bei einem Boot schätzen

Glastron GTS 245: Fahren
Glastron GTS 245: Fahren
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: Hecksonnenliege
Glastron GTS 245: Hecksonnenliege
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: Cockpit
Glastron GTS 245: Cockpit
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: Cockpit
Glastron GTS 245: Cockpit
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: WC Raum
Glastron GTS 245: WC Raum
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: Fahren
Glastron GTS 245: Fahren
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: Fahren
Glastron GTS 245: Fahren
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: Fahren
Glastron GTS 245: Fahren
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: Hecksonnenliege
Glastron GTS 245: Hecksonnenliege
Foto: Michael Amme, post@michaelamme.
Glastron GTS 245: Hecksonnenliege
Glastron GTS 245: Cockpit
Glastron GTS 245: Cockpit
Glastron GTS 245: WC Raum
Glastron GTS 245: Fahren
Glastron GTS 245: Fahren
Glastron GTS 245: Fahren

Unser Testboot, die Glastron GTS 245, ist das größte Modell aus der Baureihe des US-Herstellers. Es handelt sich um einen Bowrider mit Toilettenraum, großzügig geschnittenem Bug und Cockpit plus extragroßer Badeplattform.

Mit einer Länge von 7,32 m, einer Breite von 2,54 m und einem Gewicht von 1810 kg kann man die GTS 245 noch mit einem Trailer der 2700-kg-Klasse auf der Straße bewegen.

All diese Eigenschaften machen das Boot für Neulinge und für Familien, die Zeit auf dem Wasser verbringen wollen, zu einer guten Wahl. An Bord der Glastron gelangt man am einfachsten von der Seite oder von achtern über die Badeplattform.Um von dort ins Cockpit zu gelangen, lässt sich auf einer Seite ein Teil des Polsters der Hecksonnenliege aufklappen. Darunter befindet sich ein ebener Durchgang mit einer Anti- Slip-Struktur.

Das Cockpit hat die Werft mit einer u-förmigen Hecksitzbank, zwei Schalensitzen und einem Tisch ausgestattet. Wie es sich für einen Bowrider gehört, wartet im vorderen Bereich der GTS 245 eine großzügige V-Sitzbank. Diese lässt sich mithilfe des Einlegepolsters zur Sonnenliege umbauen, auf der zwei erwachsene Crewmitglieder bequem liegen können. Was gerade von Frauen begrüßt wird, ist eine Toilette an Bord.

Da­für eignet sich der vor dem Beifahrersitz unter­gebrachte Stauraum, der serienmäßig mit einem Waschbecken ausgerüstet wird. Gegen Aufpreis bringt die Werft hier noch eine Porta Potti unter. Wie die Chemietoi­lette ist auch die Belüftungsmöglichkeit über ein Bullauge zum Cockpit hin auf der Liste mit den Extras zu finden. Gleiches gilt für die Dusche an der Badeplattform.

Bei der Motorisierung hat der Skipper die Wahl zwischen insgesamt 16 verschiedenen Motor- und Antriebsvarianten, allesamt Benzin-Innenborder der Marken Mercury und Volvo Penta. Die Leistungsspanne reicht von 240 bis 380 PS. In unserem Testboot ist ein Mercury 6.2L 300 mit Bravo-III-Antrieb verbaut. Dieser beschleunigt die GTS 245 mittels Edelstahlpropeller 26 P auf eine Höchstgeschwindigkeit von gut 43 kn bei 5400 U/min.

Gemächlicher, dafür aber auch sparsamer ist man an der unteren Gleitgrenze unterwegs, also bei 3000 U/min und 21 kn; das ist gleichzeitig auch die wirtschaftlichste Gleitfahrt. In Zahlen ausgedrückt, bedeutet das einen Verbrauch von 1,25 l/sm bei 21 kn und 2,12 l/sm bei 43 kn. Daraus ergibt sich mit einer Tankfüllung (Fassungsvermögen: 151 l) eine Reichweite von 61 sm bei Höchstgeschwindigkeit und 103 sm in wirtschaftlicher Gleitfahrt, bevor es mit den letzten 15 % Reserve auf Bunkersta­tionssuche geht.

Um im Kanalbereich Wellenschlag zu vermeiden, lässt man den Motor der Glastron dort nicht über 1500 U/min drehen. Bei dieser Geschwindigkeit verhält sich der Rumpf gleitertypisch leicht gierend, der Skipper muss aber nur selten eingreifen. Aus Verdrängerfahrt beschleunigt der Mercury dank Bravo-III-Antrieb die GTS 245 zügig in Gleitfahrt. Dabei hebt sich der Bug nur leicht an, sodass die Voraussicht dauerhaft erhalten bleibt. In Gleitfahrt stellen sich 3500 U/min als schönste Geschwindigkeit heraus.

Das Boot wirkt agil und setzt unverzüglich jeden Lenkbefehl um, gleichzeitig gleitet der Rumpf sauber und kursstabil durchs Wasser und Heckwellen anderer Sportboote. Wenn man mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist, gehört der Antrieb bei Wenden und immer enger werdenden Kreisen ganz an den Spiegel getrimmt, damit man nicht über die Längsachse schaukelt. Auf dem Slalomkurs folgt der Rumpf jedem Steuer­befehl; um ihn aufzuschaukeln, muss es der Skipper schon extra darauf anlegen.

Beim Thema Ausstattung und Sicherheit zeigt die Glastron GTS 245 Stärken und Schwächen. So wird sie wie annähernd alle US-Sportboote mit einer Navigationsbeleuchtung ausgerüstet, die nicht auf allen deutschen Gewässern zugelassen ist. Darüber hinaus gibt es keinen Kompass am Fahrstand, und eine Handlenzpumpe sucht man ebenfalls vergeblich.

Dafür verfügt das Boot ab Werft über sechs ausreichend dimensionierte, aus­zieh­bare Klampen, an denen man es gut festmachen kann. Den Rumpf schützt eine Gummi-Edelstahl-Scheuerleiste in passender Größe. Fender werden vorn am besten am Haltegriff im Bug befestigt, hinten bietet sich dafür das Biminige­stänge an.

Fazit: Die Glastron GTS 245 ist optisch sehr modern gehalten und dürfte mit ihrem Konzept bei Neulingen und Eltern mit Kindern gut ankommen. Installationen und Fahreigen­schaften sind durchgehend gut.

Datenblatt: Glastron GTS 245

Werft: Glastron

Typbezeichnung: Glastron GTS 245

CE-Kategorie: C - Küstennahe Gewässer

Material von Rumpf und Deck: Kunststoff

Länge: 7,32 m

Breite: 2,54 m

Verdrängung: 1,81 t

Preis: 67.340,00 €