Touchscreen Touchscreen
Bootsausrüstung

Kartenplotter im Praxistest

Thomas Bock am 23.08.2011

Kartenplotter sind seit der Einführung von GPS die wichtigsten Navigationsgeräte an Bord. Die neueste Generation wird per „Fingertip“ bedient.

Touchscreen

Touchscreen: Mit dem Finger wird direkt auf dem Bildschirm „navigiert“.

Es ist noch nicht lange her, da wurden Touchscreens für Kartenplotter oder Radar eher belächelt als nachgefragt. Auf einer im Seegang arbeitenden Motoryacht freihändig die richtige Stelle am Bildschirm zu treffen – kaum jemand konnte sich vorstellen, dass das funktioniert.

Dann kam das iPhone – und plötzlich sollen möglichst alle Geräte über den Bildschirm zu bedienen sein, es geht ja alles so viel einfacher. Tasten und Knöpfe sind out, möglichst simple Bedienung ist gefragter denn je. Mit Apple's iPad schwappte die „Touch-Welle“ dann endgültig in den maritimen Markt. Denn was vorher kaum jemand gewagt hatte, können nun Scharen von technikbegeisterten Eignern schnell und kostengünstig ausprobieren: mit einem Gerät in der Größe eines Einbauplotters per Touchscreen navigieren.

Und das klappt gut, auf jeden Fall sehr viel besser als sich das die meisten Skipper früher vorstellen konnten.
Für den dauerhaften Einsatz kommt dann schnell der Wunsch nach einem echten Kartenplotter mit dieser Technik auf. Denn so eindrucksvoll und vielseitig die Apple-Produkte auch sind, es fehlen ihnen schlicht die „Seebeine“. Gute Ablesbarkeit im Sonnenlicht, Wasserdichtigkeit, Schnittstellen für Instrumentendaten wie Autopilot und Radar erwarten die Eigner gut ausgestatteter Motoryachten heute an ihrem Fahrstand.

Die Elektronikhersteller haben diesen Trend nicht verschlafen. Heute bieten die großen drei der Branche, Garmin, Raymarine und Simrad, Radar-Kartenplotter-Kombigeräte an, die entweder wahlweise oder grundsätzlich durch direktes Berühren des Displays bedient werden können. Wir haben von Garmin und Raymarine jeweils das gängigste Modell in den Test aufgenommen, mit Bilddiagonalen von zwölf Zoll entsprechend 30 Zentimetern.

Die (NSS)-Serie bei Simrad kommt gerade erst in den Handel, daher mussten wir zum Test mit einem wesentlich
kleineren Bildschirm in der Sieben-Zoll-Klasse vorliebnehmen. Dessen Bedienung entspricht aber in allen Punkten den später in diesem Jahr verfügbaren Acht- und Zwölf-Zoll-Modellen.

Generell ist die Bedienung am Bildschirm nichts Neues. Seit den 1990er-Jahren ist sie bei den sogenannten PDA’s bekannt, aber auch bei Maschinensteuerungen und Geldautomaten wird das Prinzip schon länger verwendet. Ebenso „alt“ ist das Problem von verkratzten Bildschirmen, und genau hier liegt der große Unterschied zu den heutigen Plottern und Smartphones: Die Technik, mit welcher die Berührung erkannt wird, ist eine ganz andere – und kratzfest.

Den ganzen Test mit allen technischen Angaben finden Sie in der aktuellen September-Ausgabe von BOOTE, die es ab morgen am Kiosk gibt!
 

Thomas Bock am 23.08.2011