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Bootsausrüstung

Von Grundstücken und Haltungsnoten

Hauke und Olaf Schmidt, Thomas Bock am 30.09.2009

Anker ist lange nicht gleich Anker. Zehn neue Konstruktionen, von günstig bis teuer, waren Kandidaten in unserem Praxistest. Als ebenso unterschiedlich wie die Untergründe Sand Geröll und Schlick stellten sich auch die Testergebnisse heraus.

Wenn nach einem erlebnisreichen Törntag in einer geschützten, einsamen Bucht der Anker fällt, kehrt schlagartig Ruhe ein. Das Boot wird zur Insel. Keine störenden Autos, kein Trubel aus der Hafenkneipe. Nur das Säuseln des Windes und ein leichtes Plätschern am Rumpf.

Gestört wird die Ankeridylle nur durch eine Unsicherheit: Spätestens wenn der Wind dreht oder zunimmt, stellt sich die Frage „Hält der Anker?“ Ihm vertraut man ja nicht nur das Boot, sondern unter Umständen auch Leib und Leben der Crew an. Zweifel sind also berechtigt.

Bilder und Berichte gestrandeter oder herrenlos treibender Boote gibt es immer wieder. Und fast jeder Skipper hat schon selbst erlebt, dass das Eisen beim Ankermanöver partout keinen Halt finden will. Die Ursachenforschung fällt dabei meist schwer.

Anders als beim Festmachen im Hafen spielen sich die entscheidenden Momente im Verborgenen ab. Selbst wenn das Wasser klar ist, lässt sich die Beschaffenheit des Grundes im wahrsten Sinne des Wortes nur oberflächlich beurteilen. Und beim eigentlichen Eingrabvorgang des Ankers befindet sich die Yacht in 20 oder mehr Metern Entfernung.

Hauke und Olaf Schmidt, Thomas Bock am 30.09.2009