Karnic SL702 Mk2 Karnic SL702 Mk2

Bootstest: Weekender

Karnic SL702 Mk2

Ralf Marquard am 24.08.2021

Wochenend und Sonnenschein: Die Karnic SL702 Mk2 bietet alles für den Kurztrip zu zweit oder ausgiebige Badetouren mit der Familie und Freunden

Die Werft Karnic Powerboats hat ihren Sitz auf Zypern und fertigt dort fünf unterschiedliche Modellreihen. Die beginnen bei knapp fünf Metern mit der Smart1-Linie und enden bei gut zehn Metern mit der Cruiser-Ausführung. Unser Testboot, die Karnic SL702 Mk2, liegt mit seinen 7,80 m in der Mitte und gehört zur Sundeck-Modellreihe. Es ist ein Boot mit großzügigem Cockpit, Mittelfahrstand und einer Kabine. Die SL702 Mk2 lässt sich in acht unterschiedlichen Cockpit-Layouts ordern: Grundsätzlich teilen sie sich in Drehsitzausführung und Weekender auf. Die Week­ender – wie unser Testboot – besitzt eine Doppelsitzbank für Fahrer und Beifahrer sowie einen Küchenblock (mit Kocher und Kühlbox oder Icebox ausrüstbar) dahinter. Beide Aus­führungen lassen dann noch jeweils vier unterschied­liche Sitzmöglichkeiten im Heck zu, alles zusammen nennt Karnic "Modular Design". Wir fahren mit der "Vollversion", der sogenannten U-Shape-Ausstattung (interne Bezeichnung CC400). Sie hat eine durchgehende Sitzeinheit im Heck, die aufgrund der klappbaren Sitzlehnen entweder in Fahrt­rich­tung oder mit Blick nach achtern benutzt werden kann. Auch das Verlängern (Klappen) der Sitzfläche seitlich ins Cockpit ist möglich oder sogar, das Ganze zu einer großen Sonnenliege umzubauen. Diese Variationsvielfalt setzt sich auf dem gesamten Boot fort. Alle Möglichkeiten findet man anschaulich dargestellt auf: https://www.youtube.com/watch?v=0AD8Wl9zBHA.

Schauen wir weiter auf unser Testboot: Im Bug befindet sich eine riesige Sonnenliege (Polster Aufpreis), die man über Stufen rechts und links neben dem Fahrstand erreicht, eine Reling gibt den nötigen Halt dabei. Der Weg in die Kabine führt über eine Schiebetür, die sich mit einem Stopper arretieren lässt. Über eine Stufe erreicht man die Kabine, die an Backbord einen Schrank hat, in den ein Kühlschrank (Aufpreis) integriert ist. Ihm gegenüber ordnet der Konstrukteur den Toilettenraum mit Waschbecken an. Welche Toiletten möglich sind (Chemie oder Marine-WC mit Fäkalientank), steht auf der Zu­behörliste. Der Raum hat eine Höhe von 1,25 Metern und bietet bei geschlossener Tür genug Platz, belüftet wird über ein Bull­auge. Im Bug der Kabine ist eine Doppelkoje untergebracht, die mit bequemen Polstern ausgerüstet ist. Es gibt Ablagen, und unter den Polstern findet man Staukastenschalen, Letztere fallen nicht besonders groß aus. Der Grund: Die Hohlräume unter den seitlichen Polstern sind ausgeschäumt und machen das Boot damit unsinkbar, was ein hohes Maß an Sicherheit gibt. Die serienmäßige manuelle und automatische Bilgenpumpe tun ein Übriges. Ein Feuer­löscher war ebenfalls in der Kabine untergebracht, allerdings steht er auf der Extra-Liste. Gleiches gilt für die Verlängerungen der geteilten Badeplattform, die an Steuerbord mit einer langen und breiten Badeleiter ausgerüstet ist.

Noch mehr Informationen? Den Test der Karnic SL702 Mk2 finden Sie in BOOTE-Ausgabe 09/2021 am Kiosk oder online im Delius Klasing-Shop.

Der Fahrer nimmt auf der bereits erwähnten Zweiersitzbank Platz. Deren Polster habe eine sportliche Festigkeit und lassen sich vorn hochklappen. Das garantiert gute Beinfreiheit für die Fahrt im Stehen, bei der der Skipper über die Windschutzscheibe guckt. Setzt er sich, schaut er ungehindert durch die Plexiglasscheibe, um die seitlich und oben ein stabiler Handlauf verläuft. Schaltung und Ruder hat der Skipper gut im Griff. Um den Trimmknopf muss er sich keine großen Gedanken machen, wenn er wie wir das Mercury-eigene "Active Trim" an Bord hat, denn das steuert den Powertrimm je nach Geschwindigkeit automatisch.

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Ralf Marquard am 24.08.2021
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