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Bootstest

Privatsache

Erich Bogadtke am 31.03.2009

Nidelv 780 Sport: Der Weekender bietet zwei Personen ausreichend Komfort und setzt Maßstäbe bei Stabilität, erstklassiger Verarbeitung und sicheren Fahr- und Manövriereigenschaften.

Bei Nidelv baut man Boote nicht nur mit der Hand, sondern auch mit dem Herzen. Und das seit 80 Jahren. Nils Nilsen baute 1929 die erste Nidelv, einen typischen Spitzgatter, noch komplett aus Holz.

Kunststoff hielt erst knapp 40 Jahre später Einzug in die Fertigungshalle, in der bis 2001 exakt 3013 Exemplare der fast schon legendären Nidelv 24 gebaut wurden.

Wer sich auf dem europäischen Markt etablieren will, kann sich nicht allein auf die Produktion von familientauglichen Spitzgattern, besser bekannt als Snekken, beschränken. Das hat man im südnorwegischen Bjorbekk, wo die Geschäfte nach einigen wechselvollen Jahren wieder fest in der Hand der Nilsen-Family sind, schon 1975 kapiert und mit der Nidelv 18 den Vorläufer der aktuellen Sport-Serie präsentiert.

Wer heute mit sportlichen Ambitionen bei Nidelv an-klopft, hat die Wahl zwischen fünf verschiedenen Modellen mit 6,05 bis 9,20 Länge. Sport, das heißt bei Nidelv, elegante Formen zu realisieren, die weder die Funktionalität noch die Fahreigenschaften negativ beeinflussen.

Darüber hinaus gibt es ein Sportpaket mit speziellen Sitzen, Kissen und Lackierungen. Das i-Tüpfelchen sind Motoren und Antriebe, die Höchstgeschwindigkeiten von über 50 kn ermöglichen. Von den bewährten „Klassikern“ wurden lediglich die hohen Qualitätsansprüche übernommen. O-Ton Nidelv: „Wir bauen nur Boote, auf die wir stolz sind.“

Datenblatt Nidelv 780 Sport
Werft: Nidelv
CE-Kategorie: C
Verdrängung: 2.500 kg
Typ: Gleiter
Rumpf und Deck: Kunststoff
Länge: 7,83 m
Breite: 2,48 m
Testmotor: 291 Volvo Penta D4-300 Diesel mit Common-Rail-Einspritzung und Duoprop-Z-Antrieb
Preis: 140.200 €
Erich Bogadtke am 31.03.2009