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Fahrbericht

Friesische Stahlunion

Ralf Marquard am 31.01.2009

Sturier 555 CS: ein solides und seegängiges Stahlboot. Verdränger. Der typisch niederländische Stahlverdränger bietet auf einer Länge von 17 m ausreichend Platz. Gebaut wird der Friese in Stavoren.

Mit ihren knapp 17 m bietet die Sturier 555 CS reichlich Platz zum Wohnen. Dazu gehört ein riesiger heller Salon mit bequemen Sitzecken und guter Rundumsicht. Eine Etage tiefer stehen Essecke und komplett ausgerüstete Pantry. Die Sicht nach außen fällt hier jedoch gering aus. Gleiches gilt für die Eignerkabine in der Bootsmitte.

Die Bullaugen sind so hoch angeordnet, dass man sitzend oder liegend keine Möglichkeit hat, herauszuschauen. Außerdem fallen sie klein aus und zeigen nach unten aufs Wasser. Ein Manko, das die Werft auch erkannt hat und bei zukünftigen Modellen ändern will.

Die Mittelkabine ist üppig und bietet ein hohes Maß an Komfort. Dazu gehören die großzügige Nasszelle, eine gut gepolsterte Doppelkoje mit Lattenrost und ein Sofa. Letzteres kann der Eigner auch gegen eine Einzelkoje tauschen, und mit einer zusätzlichen Trennwand werden aus einer Kabine zwei Schlafräume (unser Testboot hatte die große Eignersuite).

Eine weitere Kabine befindet sich im Bug. Auch sie lässt, bis auf die fehlende Unterlüftung der V-Koje (ohne Einlegepolster), kaum einen Wunsch offen. Von der Bugkabine ist der Zugang zur zweiten Nasszelle im Bug direkt möglich. Sie bietet, wie das „Badezimmer“ der Eignerkabine, Dusche, Waschbecken, Toilette und passende Staumöglichkeiten.

An Deck spielt sich das Leben im großzügigen Cockpit ab, welches auf unserem Testboot durch ein Verdeck aus festem Nirogestänge und Persenningstoff überdacht wird. Für die neuen Modelle will die Werft eine Dachkonstruktion zum automatischen Zusammenklappen installieren.

Bequeme Plätze findet man auf einer großen und fest gepolsterten U-Sitzbank. In der Mitte lässt sich das Polster herausnehmen, und über eine Schotttür und Stufen geht es hinab zur ausreichend großen Badeplattform.

Eine Leiter – die sich vom Wasser aus gut herausziehen lässt – integriert der Konstrukteur in die Plattform. Wer eine Heckdusche möchte, muss Aufpreis zahlen. Aufs Vordeck gelangt man über ein breites, rutschsicheres Seitendeck.

Ralf Marquard am 31.01.2009