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Bootstests

Messer fürs Rauwasser

Peter Lässig am 28.02.2010

Paragon-Boote stammen aus Finnland und sind seit Kurzem ein weiteres Zugpferd der Nimbus-Familie. Für die Zukunft plant die Werft Boote von 25 bis 43 Fuß zu bauen, momentan existieren jedoch erst zwei Modelle. Eins davon ist die Paragon 31.

Es handelt sich hierbei um ein typisch skandinavisches Boot mit tiefem V-Rumpf, auf dem ein nahezu kubischer Aufbau sitzt.

In dem „Kubus“ stecken ein Salon mit Fahrstand und die Zugänge zu Bugkabine, Pantry, WC-Duschraum und Achterkabine. Außen ist in dem Aufbau eine kleine Flybridge integriert.

Unser Testboot wird in den Produktionsstätten von Storebro (in Deutschland früher Adler) hergestellt, die schon längere Zeit zur Nimbus-Gruppe gehören.

Das Oberflächenfinish lässt nichts zu wünschen übrig, und die Holzarbeiten am und im Boot sind auf hohem Storebro-Niveau.

Man sieht nur wenig Negatives: Da sind unter Deck ein paar nicht verrundete und unversiegelte Kunststoffschnittkanten sowie scharfkantige Schottwanddurchbrüche, auf denen Kabel und Schläuche scheuern.

Weiteres Manko: Die Kabelbohrungen im Edelstahlrohr vom Flybridge-Geräteträger besitzen keinen Kantenschutz. Da muss die Werft noch nachbessern.

Die technischen und elektrischen Installationen fallen komplett positiv auf.

Datenblatt Paragon 31
Werft: Nimbus
CE-Kategorie: B
Verdrängung: 4.700 kg
Typ: Gleiter
Rumpf und Deck: Kunststoff
Länge: 9,88 m
Breite: 3,10 m
Testmotor: Volvo-Penta-Dieselmotor mit Common-Rail-Einspritzanlage und Duoprop-Z-Antrieb
Preis: 268.400 €
Peter Lässig am 28.02.2010