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Bootstests

Nicht alltäglich

Ralf Marquard am 30.11.2008

Die Anytec 750 SP ist ein Boot mit besonderem Aussehen und Technik. Um mit seinem neu erworbenem Boot optimal zurecht zu kommen, wird dies in einer ausführlichen praktischen Einweisung beigebracht.

Aluboote gehören auf unseren Revieren eher zu den Exoten: Boote, die aufgrund ihres „metallischen Aussehens“ mehr robust als wohnlich wirken. Besonders Frauen merken das gern kritisch an. Technikfreaks sind dagegen von der ausgeklügelten Mechanik und Elektronik an Bord begeistert.

In dieser „Rubrik“ hat unser Testboot, die Anytec 750 SP, einiges zu bieten. Das fängt bei einer Video-Kamera an, geht über speziell gefederte und geformte Fahrer- und Beifahrersitze bis zum „Powerbracket“ für die Außenborderhalterung.

Letzteres ist eine Art höhenverstellbarer Spiegel, den man per Knopfdruck hoch- und runterfährt. Eine Einrichtung, die in der Regel auf Rennbooten installiert wird, um auch die letzten Geschwindigkeitsreserven aus Boot und Motor herauszukitzeln. Der Umgang ist nicht ganz einfach, und das Verstellknöpfchen sollte nur vorsichtig gedrückt werden.

„Aus diesem Grund“, so Vertens (Vertrieb Antytec-Boote in Deutschland) Geschäftsführer Stephan Andreas Schreiben, „stellen wir das Powerbracket einmal optimal ein und empfehlen dem Eigner, die Stellung nicht zu verändern.“Dies und die gesamte Bedienung bekommt der frisch gebackene Anytec-Eigner auf einer ausführlichen praktischen Einweisung beigebracht.

„Diese Art von Übergabe ist für mich ein ganz wichtiger Service“, so der Vertens-Chef. Denn mit solch einem schnellen Boot muss man schon Gefühl für die Gas- und Lenkhand entwickeln. Dass man keine unüberlegten Manöver fahren soll, zeigt auch ein Aufkleber am Fahrstand. Auf ihm wird schematisch das Boot gezeigt, ein Pfeil nach links und einer nach rechts, und außerdem die Bemerkung „max. 45 kn“.

Ralf Marquard am 30.11.2008