Titel Titel
Bootstests

Oyster OM 43

Ralf Marquard am 31.05.2010

Mit Schirm Charme und Melone: Die englische Werft Oyster ist in der Segelbootbranche bekannter als bei den Motorbootleuten, denn sie baut bereits seit knapp 40 Jahren edle Segelboote. Warum nun Motorboote?

Viele ältere Segler geben aus Gründen der nachlassenden Kondition den Segelsport auf. Das Medium Wasser fasziniert jedoch weiter, und sie schauen sich bei den Motoryachten um.

Und damit schließt sich der Kreis: Um diese Kunden nicht zu verlieren, baut Oyster auch Motorboote.

Unser Testboot, die Oyster OM43, ist das einzige in der Motorbootabteilung und hat ein Lobsterboat-Design. Es bietet alles fürs bequeme Lunch oder Dinner im Cockpit und Salon (mit Pantry). Für die entspannte Reise integriert der Konstrukteur unter Deck zwei Kabinen und Nasszelle.

Bei der Verarbeitung zeigen die englischen Bootsbauer ihre Erfahrung. Das beginnt beim Material wie Kohlefaser und Kevlar sowie hochwertigen Harzen, geht über die sauber ausgestrichenen Laminat-Innenseiten bis zu den hochglänzenden Gelcoatoberflächen an den Außenseiten.

Ein gleich gutes Bild bietet sich bei den Einbauten und Polsterarbeiten. Dass ein exklusives Boot auch einen außergewöhnlichen Antrieb besitzt, verwundert nicht. Unsere Oyster fährt mit zwei Cummins-Diesel und Hamilton-Jet-Antrieben.

Datenblatt OM 43
Werft: Oyster
CE-Kategorie: B
Verdrängung: 10.400 kg
Typ: Gleiter
Rumpf und Deck: Kunststoff
Länge: 13,26 m
Breite: 4,09 m
Testmotor: 2 x Cummins OSB 5.9-480 352 kW (479 PS)
Preis: 814.258 €
Ralf Marquard am 31.05.2010