Draco 27 RS Draco 27 RS

Draco 27 RS: Bootstest

Trendsetter aus Norwegen: Draco 27 RS

Sebastian Gollasch am 20.12.2015

Ein typisch skandinavischer Bowrider, mit dem die norwegische Werft Windy der Marke zum alten Glanz verhelfen will. Etwas für gehobene Ansprüche!

Die 27 RS der norwegischen Marke Draco ist das momentan größte Modell der Bootsbauer. Zugegeben, bei nur zwei angebotenen Bootslängen ist das keine Kunst. Wer jetzt jedoch denkt, es handele sich um eine "Eintagsfliege", dem sei an dieser Stelle gesagt, dass die Werft Draco in den Siebzigerjahren zu den Marktführern gehörte. Mit der Übernahme der Marke durch Windy und den beiden Modellen (22 RS und 27 RS) möchte man an den sportlichen Stil und Erfolg der Marke anknüpfen. Dass man auf einem guten Weg ist, zeigt die Auszeichnung Powerboat of the Year 2015.

Zertifiziert ist unser Testboot für Gewässer der Kategorie C (küstennahe Gewässer). Aufgrund des geringen Freibords von 0,30 m am Heck und dem nach hinten hin offenen Cockpit aus unserer Sicht die richtige Entscheidung. Bei der maximal zulässigen Zuladung gibt die Werft 1190 kg für Gepäck, Motor und Crew an. Letztere darf selbst bei Einhaltung des Gewichts eine Personenzahl von neun nicht überschreiten.

Platz finden die Mitfahrer im Bug auf der U-förmigen Sitzgruppe, die man zur Liegewiese umbauen kann. Zusätzlich zu den Fahrer- und Beifahrerschalensitzen, die sehr guten Halt bieten und sich in drei Achsen einstellen lassen, bietet die Back-to-Back-Sitzbank im Cockpit reichlich Platz. Wie im Bug lässt sich auch diese Sitzgelegenheit mit wenigen Handgriffen zur großzügigen Sonnenliege aufklappen. Praktisch: Vor dem Beifahrersitz brachte der Designer einen kleinen WC-Raum unter, der zwar kein Fenster hat, jedoch mit fließend Wasser und einer Chemietoilette ausgestattet ist.

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Sebastian Gollasch am 20.12.2015