Absolute Navetta 48 Absolute Navetta 48

Test: Absolute Navetta 48

Lust auf Abenteuer

Peter Lässig am 20.01.2019

Auch die bislang kleinste Navetta bleibt der Linie treu: sie lockt mit den Qualitäten eines Trawlers und überzeugt mit dem Luxus einer Yacht

Sie ist die "kleinste" Navetta der italienischen Werft Absolute, die bislang auf Kiel gelegt wurde. Alle Modelle verfügen über das Erscheinungsbild eines Trawlers, denn sie erinnern an Langstrecken- oder Expeditionsfahrzeuge. Nur, den Begriff "Trawler" wird man auf der Werft-Website vergeblich suchen. "Wo Tradition Technologie trifft" heißt es dort.

Damit stehen die Türen zu beiden Seiten offen: Zu Überliefertem und Modernem, was insbesondere die Navetta 48 auch deutlich zum Ausdruck bringt. Zu ihr passen die Attribute unaufdringlich modern und zeitlos gediegen.

Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Booten liegt in der Bauart. Zwar bilden auch bei Absolute Negativformen die Grundlage, doch während dann bei anderen Werften die Rumpfschale Stück für Stück ausgebaut wird, hat Absolute ein "Integrated Structural System" entwickelt. Hierbei werden alle Einbauteile (Böden, Wände und Schotts) mit computergesteuerten Fräsen und Sägen so vorgefertigt, dass man sie einfach nur noch zusammenstecken und später im Rumpf festlaminieren muss.

Anschließend wird das Deck samt Aufbau aufgesetzt und mit dem Rumpf fest verbunden. Erst dann werden alle später sichtbaren Oberflächen sowie die gesamte Technik eingebaut. Das Ergebnis sind überaus stabile Boote mit hohem Qualitätsniveau, in denen später auf dem Wasser sicher nichts mehr quietscht oder knarzt.

Ein weiteres Resultat dieser Bauweise spürt und sieht man, wenn man das Boot betritt, denn die Navetta 48 vermittelt ein großzügiges Raumgefühl und Platzangebot, wie man es sonst nur von größeren Yachten kennt. Space and light, Raum und Licht ist das Design-Konzept der Werft. Sicht- und fühlbar wird das nicht nur im Salon, der rundum zwischen scheinbar fragilen Stützen mit Glasfronten bestückt ist.

Es macht sich insbesondere bemerkbar, wenn man die Stufen zum Salon hinuntergeht und eine der drei Kabinen betritt. Den Zugang ermöglichen breite Schiebetüren, die unsichtbar zwischen den Wänden verschwinden.

Wie Absolute hier fast verschwenderisch Platz und Raum offeriert, wird mir erst ein paar Tage später bewusst, als ich ein 64-Fuß-Boot teste und mich dort durch halb so breite Kabinenzugänge quetschen muss. In der Navetta 48 schläft der Eigner in der Bugkabine, die den Vergleich mit einer Minisuite nicht zu scheuen braucht (...)

Den vollständigen Test lesen Sie in der Februar-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 16.01.19 am Kiosk gibt – für Abonnenten natürlich schon eher. 

Peter Lässig am 20.01.2019