Azimut 66 Fly Azimut 66 Fly

Test: Azimut 66 Fly

Bella Ragazza

Peter Lässig am 21.12.2017

Azimut 66 Flybridge 60-Fuß-Boote gelten gemeinhin als Einsteigerklasse bei Yachten. Gerade bei Azimut-Benetti zählen sie weltweit zu den absoluten Topsellern

Die aktuelle Flybridge Collection von Azimut umfasst elf Modelle. Sie beginnen bei 42 Fuß Länge und enden bei 100 Fuß. Dazwischen liegen die 60-Fuß-Boote, die zurzeit von der Azimut 60 und unserem Testboot Azimut 66 vertreten werden. Die Letztgenannte hat ihren Ursprung in der Azimut 62, erstmals gebaut im Jahr 2002. 2010 auf der Messe in Genua folgte ihre Weiterentwicklung, die Azimut 64; in BOOTE 9/2010 wurde sie als Thronfolgerin ausgerufen. Sechs Jahre später hat man auch dieses Boot modifiziert – es debütierte 2016 als konsequente Fortentwicklung beider Vorgänger auf der Messe in Düsseldorf. Der Name: Azimut 66.

Wuchs die Azimut 64 gegenüber dem Ursprungsmodell 62 noch leicht in Breite und Länge, hat die Azimut 66 nur noch in der Länge zugelegt.

Doch während das Wachstum bei der Vorgängerin räumlich nicht allzu viel bewirkte und man neben einer Kabine für die Crew weiterhin drei für Eigner und Gäste offerierte, wurde der hinzugewonnene Raum diesmal unter anderem für eine vierte Kabine genutzt.

Darüber hinaus hat man kräftig den Design-Besen geschwungen, die 66 außen und vor allem innen überarbeitet und sich in diesem Zuge von allzu vielen Run­dungen verabschiedet.

Deutlich wird dies außen in der geänderten Salon-Fensterfront, die nun durchgängig erscheint. Geblieben sind dort lediglich die beidsei­tig sichtbaren Haifischflossen (wenn man sie als solche erkennt). An den großen Rumpf­­seitenfenstern wurden die senkrechten Stege entfernt.

Der Wandel vollzog sich auch im Innern, wo das Ambiente durch klare Strukturierung – man kann auch sagen zeitlose Gestaltung – erfrischend modernisiert wurde. Das neue Design fällt dabei jedoch so zurückhaltend aus, dass ein angenehm wohnliches Gefühl entsteht. Am stärksten verändert haben sich die Fly­bridge, die nun mit etwa 28 Quadratmeter Fläche daherkommt, sowie das Vordeck, wo sich zur Sonnenliege vor der Windschutzscheibe noch eine Sitzbank hinzugesellt. Auch die gesamte Verarbeitung hat sich wieder ein Stück weit nach vorn bewegt; "wertiger Eindruck" lautet unser Kommentar im Testbericht.

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Peter Lässig am 21.12.2017