Azimut Atlantis 51 Azimut Atlantis 51

Test: Azimut Atlantis 51

Glanz und Gloria

Peter Lässig am 17.12.2018

Azimut stellt sich verstärkt auf Kundenwünsche ein, die Umsetzung übernehmen Designer, die es wirklich können

Es ist Anfang Mai und ich befinde mich in Viareggio auf dem Versilia Yachting Rendez-Vous, einer kleinen aber exklusiven Bootsausstellung, die jährlich in dem norditalienischen Küstenort stattfindet. Letzte Nacht hat es geregnet und der Teppichboden, auf dem wir zu unserem Testboot laufen, trieft vor Nässe. Die Sonne tut ihr Übriges, es ist unheimlich schwül. Am Liegeplatz angekommen, strahlt mich passend dazu der goldene Rumpf einer Azimut Atlantis 51 an.

Fotostrecke: Azimut Atlantis 51

Atlantis ist eigentlich die Sportabteilung von Azimut, doch gibt es da auch noch die S-Collection, die zwar ebenfalls auf einen sportlichen Charakter, gleichzeitig aber auch auf Eleganz setzt. Azimut-Atlantis legt nun mehr Wert darauf, Kundenwünsche umzusetzen, außerdem wurden neben dem hauseigenen Designbüro auch die Neo-Designer Marco Biaggi und Filippo Salvetti beauftragt. Das Ergebnis ist das neue Flaggschiff Atlantis 51.

Sie läuft auch unter der Bezeichnung Open, was auf das Hardtop mit Schiebedach und offenem Cockpit zurückzuführen ist. Eine Glastrennwand, die wie Schiebetüren zu öffnen sein wird, ist in der Planung. Unter Deck versprechen drei Kabinen, zwei Bäder und Pantry samt Dinette Wohnkomfort für sechs Personen.

Die Verarbeitung ist außen wie innen auf hohem Niveau. Die Sicherheit ist mit vorhandener Feuerlöschanlage, zwei Handlenzpumpen und Wasseralarmsensoren in den Kraftstoffvorfiltern erfüllt. Für besseren Halt wünscht man sich dagegen mehr Handläufe. Bemerkenswert: Das Boot kommt im Notfall mit einem Motor in Gleitfahrt, dann reicht eine Tankfüllung für immerhin 160 sm plus 15 % Reserve.

Betritt man die Atlantis 51 von achtern, führt der Weg über eine ausfahrbare Gangway zum Cockpit, vorbei an einer großen Hecksonnenliege. Über einen, für diese Bootsklasse breiten Gang erreicht man den Salon, der von einem Hardtop überdacht wird. Hier befindet sich die Sitzgruppe mit einem verstellbaren Tisch an Backbord und gegenüber angeordneter Couch, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat.

Hinter der Rückenlehne steckt ein großer Flachbildschirm, und die Sitzfläche besteht aus zwei Hockern, die sich mit einem Handgriff leicht zum Tisch hinziehen lassen und dort die Anzahl der Sitzplätze erhöhen. Frische Getränke holt sich der Skipper aus der Cockpitpantry, die direkt hinter dem Fahrstand liegt. Gegenüber kann man es sich auf einem kleinen Diwan gemütlich machen. Durch das Hardtop sitzt man geschützt vor Sonne, Wind und Regen, trotzdem gelangt reichlich Licht durch die großen Fenster hinein.

Den vollständigen Test lesen Sie in der Januar-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 19.12.18 am Kiosk gibt – für Abonnenten natürlich schon eher. 

Peter Lässig am 17.12.2018