Beneteau GT 40 Beneteau GT 40

Test: Beneteau GT40

Sportlich und edel

Peter Lässig am 25.12.2017

Komfort, Eleganz und vorbildliches Fahrverhalten: So interpretiert die Werft das berühmte Kürzel „GT“

Fotostrecke: Beneteau

Mit 33 Modellen – vom 5-m-Sportboot für Außenborder bis hin zur knapp 19 m langen Yacht – zählt Beneteau zu den europäischen Motorboot­herstellern mit dem größten und vielfältigsten Angebot. Dazu gehört auch die Gran-Turismo-Serie samt unserem Testboot GT 40. Die letzte GT, eine 44er, haben wir 2013 im Heft 8 mit den Attributen "komfortabel und elegant wie ein GT-Sportwagen" vorgestellt – und daran hat sich nichts geändert.

Die gesamte Verarbeitung sowie technische und elek­trische Installationen unseres Testbootes hinterlassen außen und innen einen edlen Eindruck und erfüllen GT-Qualität.

Während Autos mit dem Kürzel in aller Regel stark motorisierte Fahrzeuge sind, muss man sich bei der GT 40 allerdings eher mit Konventionellem zufriedengeben und kann zwischen zwei 300-PS-Dieselmotoren oder zwei Selbstzündern à 370 PS mit Z-Antrieben wählen.

Dafür ist sie mit dem neuesten werfteigenen "Air Step 2"-Rumpf ausgestattet; hier wird bewusst während der Gleitfahrt Luft unter den Bootsboden geleitet, was laut Hersteller für mehr Speed, ökonomischeres Fahren und alles in allem für optimales Fahrverhalten sorgen soll.

Eines können wir sagen: Unser Testboot hat sich in keiner Weise aus der Ruhe bringen lassen, gleich was wir damit angestellt haben, und empfiehlt sich mit besten und sicheren Fahreigenschaften auf jedem Gewässer.

Wir fahren die GT 40 mit zwei Volvo Penta D4-300. In Verbindung mit Joystick (Extra) bedeutet das, dass man das Boot in langsamer Fahrt in überall hinmanö­vrieren kann. Während der langsamen Passagen drehen die Motoren maximal 1200 U/min, damit bei 7 kn die vom Boot erzeugten Wellen nicht stören. Ohne sich viel zu vertrimmen und die Voraussicht merklich einzuschränken, geht das Testboot ab 12 kn von Verdränger- in Gleitfahrt über.

Als Höchst­geschwindigkeit messen wir 34 kn. Nach Auswertung unserer Messergebnisse fährt unser Testboot bei 2800 U/min oder einem Tempo von 24 kn in schneller Gleitfahrt wirtschaftlich. Eine Tankfüllung reicht so für einen theoretischen Aktionsradius von 202 sm plus 15 % Reserve – für uns ungenügend, es sollten etwa 70 sm mehr sein.

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Peter Lässig am 25.12.2017