Campion A20 I SC Campion A20 I SC

Test: Cuddy Cabin

Campion A20 I SC

Ralf Marquard am 17.01.2021

Klar zum Abheben: Eine sportliche Cuddy Cabin, die von Volvo Pentas V6-Benzin-Motor und Z-Antrieb auf Trab gebracht wird

Die kanadische Campion-Werft bietet Boote in fünf unterschiedlichen Kategorien an. Diese sind: "Rage" (Fishing Performance), "Explorer" (Coastal Adventure), "Muskoka" (Entertainment Centre), "Watersport Edition" (Wake Maker) und "Allante" (Classic Runabout). Zur letzten Kategorie gehört unser Testboot die A20 I SC. Es ist eine Cuddy Cabin, motorisiert mit Innenborder und Z-Antrieb. Zur Auswahl stehen Benzinmotoren aus dem Hause Mercury und Volvo Penta. Wir fahren das Testboot mit einem 200-PS-Volvo-Penta. Testrevier ist der Rhein beim Boots­importeur Europe Marine in Budenheim.

Das Revier ist natürlich frei wählbar, denn mit einem Leergewicht von 1542 kg lässt sich das Boot problemlos mit dem Tandemtrailer zu den unterschiedlichsten Fahrgebieten schleppen und zu Wasser lassen. Zurück zum Testrevier: Hier hat man je nach Binnenschiffsverkehr eine Kabbelwelle, die schon recht "wehtun" kann. Alles, was wir vor den Bug bekommen, überspringt der Rumpf auch mit etwas mehr Speed noch weich und kursstabil. Auf dem ruhigeren Nebenfahrwasser Höhe Heidenfahrt drehen wir dann schnelle Kreisel, bei denen das Testboot eng rumzieht. Der luftschnappende Propeller beendet dann jedoch den "Kreisverkehr" – am besten kurz Gas weg und wieder beschleunigen. Die normale Wende ist auch ohne ventilierenden Propeller problemlos möglich. Auf dem imaginären Slalomkurs reagiert das Testboot direkt, bleibt jedoch immer sicher zu kontrollieren. Beim Verreißen der Lenkung setzt das Heck normal hart ein, und die A20 fährt, ohne nachzuschwingen, spurtreu weiter. Aufgrund der Servo-Unterstützung bedient der Skipper das Ruder bei allen Manövern leichtgängig.

Noch mehr Informationen? Den Test der Campion A20 I SC mit voller Bewertung, technischen Daten und weiteren Bildern finden Sie in BOOTE-Ausgabe 02/2021 am Kiosk oder online im Delius Klasing-Shop.

Der schnelle Übergang von Verdränger- in Gleitfahrt lässt zusammen mit der durchschnittlich hohen Heckwelle auch Wassersportler ihren Spaß hinter dem Boot erleben.

Geht es um die Reichweiten und hier besonders um die wirtschaftliche Gleitfahrt, errechnen wir bei 3500 U/min mit gut 20 kn den besten Wert. Die 148 sm (plus 15 % Reserve) sind für diese Art von Boot schon eine durchaus reife Leistung. In Schleichfahrt kommt man in ähnliche Reichweiten-Gebiete. In Verdrängerfahrt zwischen etwa 4 und 6 kn verhält sich das Boot gleitertypisch – es muss ab und zu etwas der Kurs korrigiert werden. Hafenmanöver lassen sich mit engen Wendekreisen und direktem Umsteuerverhalten gut fahren. Diese erledigt der Fahrer von einem drehbaren und schiebbaren Schalensitz aus, der ordentlich Seitenhalt und eine feste Polsterung hat. Wer etwas höher sitzen möchte, klappt das vordere Teil der Sitzfläche hoch und setzt sich darauf. Als Fußstütze hat die Werft eine Schräge unter dem Fahrstand in den Fußboden inte­griert. Identischen Sitz findet der Beifahrer auf seiner Seite. Damit er sich ordentlich festhalten kann, installiert Campion einen Haltegriff an der Seitenwand.

Je nach Stellung des höhenverstellbaren Lenkrads sind die Anzeigen von Drehzahl und Geschwindigkeit etwas verdeckt, auf die restlichen Instrumente ist der Blick komplett frei. Ungehindert bedient der Fahrer die Wippschalter mit Symbolen, englischer Beschriftung und Kontroll­lampen. Leichtes Spiel hat er auch mit der Einhebel-Schaltung die in die Seitenwand eingelassen ist.

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Ralf Marquard am 17.01.2021
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