Sea Ray 230 SSOE Sea Ray 230 SSOE

Test: Cuddy Cabin

Sea Ray 230 SSOE

Ralf Marquard am 23.05.2021

Das reine Vergnügen: Ob auf dem Binnenrevier oder auf See, die Crew genießt immer ein hohes Maß an Fahrkomfort

Sea Ray hat eine über sechzigjährige Bootsbaugeschichte. Früher wurden die Boote ausschließlich in den USA hergestellt, mittlerweile gibt es auch eine Fertigungsstätte in Europa. Aus dieser stammt unser Testboot die Sea Ray 230 SSOE – das "E" steht für Europa.

Das Boot ist eine sogenannte Cuddy, und bietet ein geräumiges Cockpit mit jeder Menge Platz zum Sitzen und Sonnenbaden. Damit die Crew auch mit kühlen Getränken versorgt werden kann, gibt es eine Icebox oder wie auf unserem Testboot gegen Aufpreis noch eine zusätzliche Kühlschrankschublade. Wer einen Kaffee möchte, kocht diesen auf einem Wallas-Kocher an Steuerbord, zu dem auch ein kleines Becken zum Geschirr­spülen und Händewaschen gehört; beides kostet genauso extra wie die Heckdusche. Anders dagegen die serienmäßige Bade­leiter auf der geteilten Badeplattform an der Backbordseite, wo sich ein Heckdurchgang befindet. Der lässt sich im Handumdrehen öffnen: einfach die Eckpolster entfernen und das Kopfteil der Heckliege hochklappen.

Im Vorschiff findet man eine Kabine mit V-Koje und ein Chemietoilette. Letztere steht praktischerweise in einem Stauraum unter dem Cockpitboden und kann in den Fußraum der Kabine gezogen werden. Unter den Polstern befinden sich Staukästen, die beispielsweise den runden Cockpittisch samt Halterohr in einer speziellen Halterung aufnehmen. Ein großes Notluk im Kabinendach sorgt zusammen mit der Kabinentür für frische Luft. In die Kajüt­tür (mit Arretierung) sind Stufen einge­lassen, um über den Mitteldurchgang in der Windschutzscheibe auf das Vordeck zu steigen. Antislipstrukturen und eine Reling sorgen dort für Bewegungssicherheit, ein Zusatzpolster kann das Deck in eine weitere Sonnenliege wandeln.

Noch mehr Informationen? Den Test der Sea Ray 230 SSOE mit technischen Daten und weiteren Bildern finden Sie in BOOTE-Ausgabe 06/2021 seit dem 19.05.2021 am Kiosk oder online im Delius Klasing-Shop.

Der Fahrersitz ist drehbar und lässt sich in die hintere Sitzecke integrieren, auch der Beifahrersitz bietet mit seiner Klapp­leh­ne Variationsmöglichkeiten: entweder als Kopfstütze für die Sonnenbank oder als Rückenlehne für den "Co-Piloten". Halt findet Letzterer an einem soliden, seitlich montierten Griff. Der Fahrer hat Lenkrad (höhenverstellbar) und Einhebelschaltung aufgrund der guten Positionierung ebenfalls gut im Griff, die Füße stellt er bequem auf eine in den Fahrstand integrierte Stufe. Der auf unserem Testboot installierte Simrad-Monitor (Zubehör) wird etwas vom Sportlenkrad (je nach Höhenstellung) verdeckt. Der Blick durch die Sicherheitsglas-Windschutzscheibe ist uneingeschränkt, ein Scheibenwischer, der bei Regen und Spritzwasser den Durchblick garantiert, steht allerdings auf der Zubehörliste.

Unser Testrevier war der Main bei Schweinfurt, wo der Testboot-Händler Boote Pfister seinen Heimathafen und die Slipanlage hat. Das Testboot kommt auf einem Tandemtrailer zur Rampe, was bei einem Bootsgewicht von 1950 kg mit der kleinsten Motorisierung auch vonnöten ist. Wir haben die kräftigste Motorisierung installiert, einen 250-PS-Mercury. Er bringt im Vergleich zur Standardmoto­risierung noch etwa 100 kg mehr auf die Waage. Das Boot ist fix zu Wasser gelassen, und es kann losgehen.

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Ralf Marquard am 23.05.2021
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