Fairline Targa 43 Open Fairline Targa 43 Open

Test: Fairline Targa 43 Open

Sunshine Cruiser

Peter Lässig am 25.02.2019

Diese neue Britin wurde dafür gemacht, um die Sonne genießen zu können – Dank großem Schiebedach auch „innen“ am Fahrstand

Das stürmische Rendezvous von Hoch Ulf und Tief Jessika gegen Abend des ersten Oktobers letzten Jahres verursacht einen heftigen Mistral westlich von Cannes. Der fegt nicht nur das Mobiliar auf der Hotelterrasse weg, sondern wühlt auch das Mittelmeer ordentlich auf und schafft damit beste Voraussetzungen für den morgigen Test der neuen Fairline Targa 43 Open in Mandelieu-la-Napoule. Übrig geblieben von dem stürmischen Auftritt sind am Folgetag lediglich ein noch leicht bewegtes Mittelmeer-Gewässer, Wellen bis etwa ein Meter Höhe sowie ein laues Lüftchen von einem Beaufort.

Nicht ganz ohne Stolz erklärt mir der Marketingmanager Miles Moorhouse die Fairline Targa 43 Open. Sie sei eine komplette Neuentwicklung und knüpfe an die Erfolge der alten 43 an, von der zwischen 1997–2005 dreihundert Exemplare die Werft verließen.

Die neue 43 ist in erster Linie für den Gebrauch auf dem Mittelmeer konzipiert, was aber nicht heißt, dass man sie nicht auch woanders fahren kann. Für das Mittelmeer wurde seitens der Fairline Wert auf ein großes Cockpit, ausladende Sonnenliegen vorn und achtern sowie eine geräumige Tendergarage mit Platz für ein Williams 285 TurboJet gelegt. Dazu gibt es eine hydraulisch absenkbare Badeplattform mit Standplatz für einen Jetski.

Und sie hat etwas von einer Open, einem offenem Boot, wenn wie Miles es meint "das größte Schiebedach in der Bootsklasse" geöffnet ist. Dem kann ich nur zustimmen und anfügen, dass man auch bei geöffnetem Dach zumindest als Fahrer oder Co absolut frei von Zugluft sitzt. Anfänglich dachte die Werft daran, das Boot auch mit Z-Antrieben zu offerieren, entschloss sich aber dann doch, es ausschließlich mit zwei Volvo Penta IPS 600 D6-435 (wie im Testboot verbaut) anzubieten.

Das großzügige Raumangebot an Deck setzt sich auch unten weiter fort. Der bequeme Niedergang führt in einen Salon mit Pantry und Dinette, der über die gesamte Bootsbreite reicht. Wo man geht und steht oder hinschaut, erblickt man edles Material und sauber gearbeitete Flächen.

Designdetails von der Targa 63 GTO finden dank Alberto Mancini auch hier Verwendung und spannen so einen Bogen über alle Modelle hinweg. Der zukünftige Eigner sollte schon beim Kauf entscheiden, ob er die Bugkabine oder die Mittelkabine als die seine benutzen möchte, denn danach richtet sich die Anordnung der Türen und Verwendung der Bäder mit Toiletten.

In beiden Kabinen lassen sich die Kojen im Queensize-Format zu Einzelkojen auseinanderschieben. Je ein Bullauge in den großen Rumpf-Seitenfenstern sorgen in beiden Kabinen auch bei Regen für eine natürliche Belüftung. Dass es überall genügend Stauraum gibt, versteht sich von selbst.

Den vollständigen Test lesen Sie in der März-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 20.02.19 am Kiosk gibt – für Abonnenten natürlich schon eher. 

Peter Lässig am 25.02.2019