Palm Beach PB 50 Fly Palm Beach PB 50 Fly

Test: Halbgleiter mit Pod-Antrieb

Palm Beach PB 50 Fly

Dieter Wanke am 12.11.2020

Hochseetauglicher Halbgleiter: Die australische Palm Beach PB 50 Fly ist eine Luxusyacht mit klassischen Linien auf exzellentem Qualitätsniveau.

Die 1995 von Mark Richards im australischen Palm Beach gegründete gleichnamige Edelwerft dürften hierzulande nur wenige Enthusiasten kennen. Ziel des bekannten Seglers, der mehrfach die Sydney-Hobart-Regatta und auch eine Admirals-Cup-Wettfahrt für Australien gewann, war der Bau von möglichst perfekten Fahrtenyachten höchster Qualität. Im April 2014 verkaufte Richards sein Unternehmen an Grand Banks, eine Marke mit gleichen Ansprüchen, und wurde CEO der neuen Werftengruppe.

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Gebaut wird weiterhin im australischen Werk in Berkeley Vale, rund 100 Kilometer nördlich von Sydney, allerdings führte die geringe Kapazität von nur fünf Yachten im Jahr dazu, dass nun zusätzlich im komplett überholten Werk von Grand Banks in Malaysia gefertigt wird, wo man immerhin 30 Einheiten im Jahr bauen kann. Händler gibt es nicht, sondern nur ein kleines Netz direkter Repräsentanten. Für deutsche Kunden sind Albert Gerritsma und Gert van Barneveld von MariTeam Yachting im niederländischen Leeuwarden die Ansprechpartner. Palm Beach hat aktuell sieben Modelle zwischen 42 und 65 Fuß im Programm. Die gefahrene PB 50 Fly der 2. Generation wird seit 2017 angeboten. Bei der Werfterneuerung wurde das Modell in erheblichem Maß an die verbesserten Produktionsmethoden angepasst.

Unsere Testkandidatin ist die dritte so gebaute Yacht ihres Typs. Gefertigt wird in Handarbeit, nun aber bei allen GFK-Teilen ausschließlich im Vakuumverfahren. Die beiden Glasgewebeschalen des Kompositrumpfes werden bei dem Prozess durch einen dazwischen platzierten geschlossenzelligen Schaum verbunden. Beim Deck und den Aufbauten kommen nur Kohlefasern zum Einsatz, um Gewicht zu sparen. Polyesterharz sucht man in der neuen Produktion vergeblich. Es wird ausschließlich mit Vinylesterharz laminiert. Das basiert auf Epoxidmolekülen und ist kaum anfällig für Osmose.

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Dieter Wanke am 12.11.2020
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