Janmor 700 Janmor 700

Test: Janmor 700

Wandertag

Ralf Marquard am 23.05.2018

Janmor 700: Ein ideales Reiseboot für Skipper, die gern geruhsam die unterschiedlichsten Reviere erkunden. Bis zu fünf Personen können darauf übernachten

Fotostrecke: Janmor 700

Wer einen Verdränger aus Kunststoff sucht, wird nicht so schnell fündig – meist handelt es sich bei Booten aus diesem Material um Gleiter oder zumindest um Halbgleiter. Unser Testboot, die Janmor 700, ist eines dieser seltenen Exemplare. Sie darf mit maximal 60 PS motorisiert werden. Mit dieser Leistung waren wir auch unterwegs, und zwar mit einem Suzuki-Außenborder. Damit erreichten wir 8,7 kn, was man nicht gerade als Sausefahrt bezeichnen kann. 

Fahren und Manövrieren

Bei der Motorisierung stehen nicht nur Außenborder zur Wahl, sondern auch Dieseleinbaumotoren (Yanmar) mit Wendegetriebe. Hier reicht die Palette von 14 bis 29 PS. Anstelle des Innenborders mit Welle und Co befindet sich auf unserem Testboot ein riesiger Stauraum. Leer war dieser jedoch auch nicht; wir fanden zahlreiche Sandsäcke in der Bilge vor. Auf die Frage nach deren Sinn und Zweck antwortete uns der Generalimporteur Thalmann Boote und Yachten:

„Damit liegt das Boot tiefer und besser getrimmt im Wasser, was sich positiv auf die Fahrstabilität auswirkt."

Der hohe Aufbau macht die Janmor natürlich besonders anfällig dafür, vom Wind auf die schiefe Bahn gebracht zu werden. Auf dem Boot haben wir am Testtag mit gut zwei Windstärken davon jedoch nichts bemerkt; nach einer kurzen Einpendelphase fährt die Janmor 700 spurtreu, egal ob man dabei tuckert oder in der schnellen Gangart unterwegs ist.

Der hohe Aufbau macht die Janmor natürlich besonders anfällig dafür, vom Wind auf die schiefe Bahn gebracht zu werden. Auf dem Boot haben wir am Testtag mit gut zwei Windstärken davon jedoch nichts bemerkt; nach einer kurzen Einpendelphase fährt die Janmor 700 spurtreu, egal ob man dabei tuckert oder in der schnellen Gangart unterwegs ist. Wer Strecke machen möchte, darf na­türlich nicht immer bergauf fahren, also schneller als die theoretische Rumpf­geschwindigkeit, die beim Testboot um 6,3 kn liegt.

Bis zu diesem Tempo bleibt auch die erzeugte Welle auf einem ver­tretbaren Level, jenseits dieser Marke legt sie kräftig zu, und der Bug hebt sich ab 4000 U/min deutlich an. Wer nicht schneller als mit der oben genannten Marsch­geschwin­digkeit fährt, kommt gut 100 sm weit – zumindest wenn er den optional erhältlichen und im Testboot verbauten 90-l-Tank an Bord hat. Eine akzeptable Reichweite für diesen Bootstyp.

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Ralf Marquard am 23.05.2018