Jeanneau Cap Camarat 6.5 BR Jeanneau Cap Camarat 6.5 BR

Test: Jeanneau Cap Camarat 6.5 BR

Spaß hoch vier

Peter Lässig am 19.03.2018

Die neue Jeanneau Cap Camarat 6.5 Bowrider: Ein Rumpf für alle Fälle und ein Boot, das für jedermann passt

Die Jeanneau Cap Camerat 6.5 gibt es als Center Console (CC), Day Cruiser (DC), Walk Around (WA) oder so, wie wir sie fahren, als Bowrider (BR). Aber gleich welchen Typ man wählt, mehr als 200 PS am Heck sind von der Werft nicht freigegeben. Unser Testboot 6.5 BR ziert ein 200-PS-Yamaha mit einem Aluminium-Propeller, dessen Steigung etwas zu klein ist.

Mit 15-Zoll Steigung ist er gut, wenn sich mehrere Personen an Bord befinden und Wasserski oder Wakeboard fahren. Sitzen aber nur zwei Personen im Boot, ist er grenzwertig.

Die Drehzahl-Bandbreite bei dem 200er reicht von 5000–6000 U/min. Wir reizen das mehr als aus und bemühen mit 6150 U/min den Drehzahlbegrenzer, um die letzen Speed-Knoten mit dem Powertrimm herauszukitzeln. Das Ergebnis sind 38,6 kn. Beim Beschleunigungstest haben wir den Bereich 0–60 km/h gewählt. Diese Phase schafft die BR 6.5 in sprinterfreudigen 9,5 Sekunden.

Während der langsamen Passagen bis 5 kn ist die Vorausfahrt mit leichten Kurskorrekturen verbunden. Mit rückwärts eingelegtem Gang reagiert die 6.5 BR auf Lenkmanöver ohne Verzögerung.

Die Kurvendurchmesser betragen jeweils maximal zwei Bootslängen. Unser Testboot beginnt ab 2500 U/min oder Tempo 8 kn bei bester Voraussicht zu gleiten. Nach Auswertung unserer Messdaten fährt das Testboot in schneller Gleitfahrt bei 3500 U/min und 21 kn Fahrt am wirtschaftlichsten. Eine Tankfüllung reicht in langsamer Fahrt für einen theoretischen Aktionsradius von 205–177 sm, bei ökonomischer Gleitfahrt 154 sm und bei Vollgas 73 sm, zuzüglich Reserven jeweils – Soll erfüllt. Dafür zeigt unser Schalldruckpegelmesser bei 5500 U/min schon mehr als 85 dB/A an.

In voller Fahrt absolviert die BR 6.5 alle Extremmanöver mit Bravour und gibt keinen Anlass zur Kritik. Bei optimalem Trimm ventiliert der Propeller an den engsten Kurvenstellen, die wir mit etwa drei Bootslängen messen, was aber normal ist. Insgesamt folgt das Testboot allen Ruderbewegungen mit präziser Kursänderung. Das Testrevier ist der Main bei Schweinfurt, auf dem sich Wellen und Rauwasser eher weniger zeigen. Wellen der Berufsschifffahrt nimmt der Rumpf jedoch ohne Probleme.

Den vollständigen Test der Jeanneau Cap Camarat 6.5 BR lesen Sie in der April-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 21. Februar 2018 im Handel gibt. Abonnenten natürlich schon eher. 

Peter Lässig am 19.03.2018