Jeanneau NC 33 Jeanneau NC 33

Test: Jeanneau NC 33

Bei Wind und Welle

Peter Lässig am 07.05.2018

Die französische Werft beweist mit dem neuen Modell Ideenreichtum und setzt Maßstäbe für die Zukunft der New-Concept-Baureihe

Die NC-Modellreihe reicht von der NC 9 über die NC 11 bis zur NC 14, wobei die Zahlen für die Länge der Boote stehen und NC für New Concept, was man mit "neuem Entwurf" übersetzen kann. Hinzugekommen ist die NC 33, die zwischen der NC 9 und NC 11 angesiedelt ist, aber nicht NC 10 heißt, sondern die Bezeichnung 33 trägt. Die Ziffer steht nun nicht mehr für die Anzahl von Metern, sondern für Fuß. Sie repräsentiert die neue NC-Generation und steckt voller praktischer Ideen.

Wir fahren das erste der Öffentlichkeit vorgestellte Modell auf dem Mittelmeer in Cannes. Erstausgaben zeigen häufig noch Schwächen, die man erst bemerkt, wenn das Boot bereits gebaut wurde. Was das Testboot anbelangt, sind das aber eher Kleinigkeiten.

Dazu gehören die Einstellungen der Antriebseinschlagwinkel, die Kalibrierung des elektronischen Trimmassistenten und nicht behandelte Schnittkanten im Motorraum. Ansonsten bewegt sie sich, was die gesamte Verarbeitung angeht, überwiegend auf gehobenem Niveau. Die Motorisierung beschränkt sich auf zwei Diesel von Volvo Penta mit Z-Antrieben, entweder mit oder ohne Joystick.

Fahren und Manövrieren

Zwei Antriebsstränge erleichtern das Manövrieren auf engem Raum. Je nach Stellung der Fahrhebel durchmessen die Vollkreise zwischen zwei bis eineinhalb Bootslängen, mit Einsatz des Joysticks noch weniger. Ohne Joystick macht ein optionales Bugstrahlruder bei Rückwärtsfahrten Sinn, einem eventuellen Seitenwind Paroli zu bieten. Den Geradeauslauf garantieren in langsamer Fahrt synchron laufende Motoren.

Der Übergang von Verdränger- in Gleitfahrt ist mit kurzer Sichtunterbrechung am Fahrstand verbunden. Ohne viel Aufhebens beschleunigt die NC 33 bis zur maximalen Geschwindigkeit von 32 kn bei einer Höchstdrehzahl, die aufgrund der geringen Beladung 100 U/min höher liegt als erlaubt. Als wirtschaftlichste Gleitfahrt ermitteln wir knapp 26 kn, bei der eine Tankfüllung einen theoretischen Aktionsradius von 195 sm plus 15 % Reserve ermöglicht.

In langsamer Verdrängerfahrt sind etwa 520 sm möglich und bei Vollgas etwa 167 sm, bevor jeweils die Reserven beansprucht werden. Damit erfüllt das Testboot unsere Mindestanforderung an die Reichweite in schneller Gleitfahrt (bis auf 5 sm) was wir noch mit "Gut" werten. Im Notfall schafft man mit einem Motor knapp 11 kn Fahrt und kommt theoretisch etwas über 100 sm weit plus Reserve. 

Den vollständigen Test der Jeanneau NC 33 lesen Sie in der Juni-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 16. Mai 2018 im Handel gibt. Für Abonnenten natürlich schon eher.

Titel Juni 2018

Peter Lässig am 07.05.2018