Linssen GS 40.0 AC Linssen GS 40.0 AC

Test: Linssen Grand Sturdy 40.0 AC

Auf der Erfolgsspur - Teil 2

Ralf Marquard am 20.11.2018

Die neueste Entwicklung ist die sogenannte "Dot-Zero-Serie", zu der unser Testboot, die Grand Sturdy 40.0 AC, gehört. Wir fuhren sie auf der Maas, dem Heimatrevier der Werft, obwohl sie mit CE-Kategorie B selbstverständlich auch auf Seegebieten unterwegs sein darf.

Angetrieben wird die Linssen von einem Volvo Penta D3-110. Der Fünfzylinder leistet 110 PS und bringt unser Testboot auf gut 8 kn, was auch in etwa der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit entspricht. Dann laufen um die 2,7 l/sm Diesel durch die Spritleitung, was wiederum mit dem 820-l-Tank eine Reichweite von 260 sm plus 15 % Reserve ergibt. Doppelt so weit kommt man in Marschfahrt um die 6,5 kn (ca. 2000 U/min), dann verbraucht der Volvo Penta mit 1,3 l/sm nur noch die Hälfte und zwischen den Tankstopps liegen über 500 sm, was für ein Tourenboot in dieser Kategorie absolut in Ordnung geht. Mit 4 kn kommt man sogar über 1000 sm weit.

Beim Geradeauskurs lässt man den Rumpf kurz einpendeln und muss nur wenig korrigieren. Besonders praktisch nach einer Kurvenfahrt ist die Ruderlagenanzeige, mit der man schnell die Mittelstellung wiederfindet. Apropos Kurvenfahrt, bei Vollgaskurve legt sich die Grand Sturdy  kaum auf die Seite, sondern bleibt fast platt wie ein Bügeleisen liegen. Da klappert nichts in den Schränken, noch fliegt etwas vom Tisch. Hafenmanöver sind schnell erklärt: Mit dem installierten Bug- und Heckstrahlruder (Aufpreis) legt man sicher und exakt an.

Diese absolviert der Fahrer an einem übersichtlich angeordneten Fahrstand auf dem Achterdeck. Dort sitzt er auf einer Art Pilotensitz von Pörtner, den er in alle Richtungen verstellen kann. Um die Füße bequem abzustellen, ist am Stuhl eine Klappstufe vorhanden. Den Blick nach vorn gibt eine geteilte Windschutzscheibe mit drei soliden Doppelarmwischern frei. Der Clou: Die Fensterrahmen lassen sich herunterklappen und das serienmäßige Verdeckgestänge absenken. Also Brücken können kommen.

Hinter dem Fahrer sitzt der Rest der Fahrgemeinschaft auf einer halbrunden Sitzecke und genießt die Aussicht. Um noch eine Etage tiefer auf die Badeplattform zu gelangen, muss man vorher den Cockpittisch in der Mitte abklappen, dann die Heckbankpolster wegnehmen und die Tür achtern aufklappen. Von dort aus geht es über eine Leiter weiter auf die große Plattform mit passender Badeleiter und Heckdusche.

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Ralf Marquard am 20.11.2018