Sea Ray L550 Sea Ray L550

Test: Sea Ray L550

Sanfter Ritt

Dieter Wanke am 23.04.2018

Die L550 ist ein kleiner Luxuskreuzer, der sich mehr an den europäischen Vorlieben orientiert, als seine Vorgänger

Die Sea Ray L550 wurde im Februar 2017 in Miami vorgestellt, wie immer nahezu zeitgleich mit der Flybridge-Version, die im November 2016 auf der Fort Lauderdale Show debütierte. Das ist seit dem Start der Luxusbaureihe von Sea Ray so, die 2014 mit dem Flaggschiff L650 an den Start ging und 2015 mit der L590 ergänzt wurde.

Die L550 rundet das Luxussortiment der L-Class nun abermals nach unten ab. Sie richtet sich an Eigner, die auf Komfort, höchste Material- und Verarbeitungsqualität und dementsprechende Fahreigenschaften großen Wert legen. Dass die Werft die Kundschaft überwiegend im eigenen Land sieht, wird am Design und Layout der Yachten deutlich.

Fotostrecke: Sea Ray L550

Die Tendenz, sich europäischem Geschmacksempfinden anzunähern, ist aber mehr als bisher erkennbar, was wohl auch an sich ändernden Vorlieben heimischer Käufer liegt. Das Qualitätsniveau ist in jeder Hinsicht makellos – die Materialien edel, die Verarbeitung perfekt, die Bedienung hervorragend. Mängel waren selbst bei intensiver Betrachtung keine erkennbar, alles hinterlässt einen grundsoliden Eindruck.

Bei allem Luxus, der hier im Vordergrund steht, ist immer etwas Sportlichkeit dabei, die der Marke ja in den Genen steckt. Das spiegelt sich natürlich im Preis wider; der liegt mit rund 1,9 Millionen ­Euro dann auch im gehobenen Bereich. Entsprechend üppig und komfortbetont ist schon die Grundausstattung.

Der Komfort beginnt bei der Badeplattform. Die misst stattliche 4,55 x 2,84 m und ist mit einer integrierten Badeleiter versehen, die sich beim Absenken mittels Hydraulik automatisch in eine Treppe verwandelt. Bequemer geht es kaum.

An der Bordwand davor gibt es einen großen Stauraum – wahlweise als Crewkabine ausgebaut –, wo viel Zubehör untergebracht werden kann. In die Plicht gelangt man auch über zwei seitliche Türen. Wetbar samt Grill und Kühlschrank sind ebenso Standard wie die Polstersitzgruppe. Der hochglanzlackierte Massivholztisch und der Teakfußboden gehören aber zu den Extras.

Den vollständigen Test lesen Sie in der Mai-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 17. April 2018 im Handel gibt. Für Abonnenten natürlich schon eher.

Dieter Wanke am 23.04.2018