Sealine C 390 Sealine C 390

Test: Sealine C 390

Auf der Überholspur

Ralf Marquard am 06.05.2019

Mit der sportlichen Sealine C 390 schließt Hanse Yachts aus Greifswald die Lücke zwischen den Modellen 330 und 430

Die Premiere feierte die Sealine C390 auf der diesjährigen boot in Düsseldorf. Fahrbereit zum Testen lag sie dann Ende März auf der Flensburger Förde beim dort ansässigen Sealine-Händler Flensburger Yachtservice. Schon in Düsseldorf erklärte uns die Werft, dass die C390 eine wichtige Lücke im Bootsprogramm bei Sealine schließt. Denn zwischen der 330 und der 430 gab es lange Zeit nichts.

Dass die Produktmanager mit der C390 alles richtig gemacht haben, kann man zumindest auch den Worten von Maxim Neumann, Sales Manager im Hause Hanse, entnehmen. Er spricht am Testtag schon von gut zwei Dutzend georderten Booten und davon, dass die Besucher auf der Messe einfach nur begeistert von der Neuentwicklung waren.

Unser Testboot (Baunummer 1) liegt in der Marina Sonvig am Steg, von dort aus betreten wir die Sealine ganz bequem über die Badeplattform und den Heckeingang mit Tür. Es war zwar nicht gerade frühlingshaft an dem Testtag auf der Flensburger Förde, doch dem Testablauf mit einem Boot wie der Sealine C390 tut das keinen Abbruch. So lässt sich beispielsweise der Salon mit Fahrtstand mit einer Warmluftheizung auf wohlige Temperaturen bringen.

Weiterer Vorteil dieser Heizung: Einige der Luftauslässe sitzen als sogenannte Defroster-Düsen direkt hinter der Windschutzscheibe. Sie sorgen besonders bei feuchtem Wetter für klare Sicht. Um Regen oder Spritzwasser auf der Außenseite "wegzufegen", installiert die Werft zwei stabile Wischer mit Waschanlage. Allerdings bleibt in der Mitte der Scheibe ein ungewischtes Feld von etwa 30 cm Breite stehen.

Gefahren wird von einer großzügigen Bank aus, auf der nicht nur der Skipper einen bequemen Platz findet, sondern auch noch ein Kind oder ein zierlicher Erwachsener. Zwei weitere Co-Piloten passen auf die wandelbare Doppelbank an Bb. Sie ist entweder in die Sitzecke des Salons integriert oder fungiert umgeklappt als Beifahrerbank. Zurück zum Fahrerplatz: Der vordere Teil des Sitzpolsters lässt sich hochklappen, was zur Fahrt im Stehen animiert. Doch habe ich (1,80 m groß) dann bei geöffnetem Sonnendach genau den Dachrahmen im Sichtfeld.

Hierzu Maxim Neumann: "Die hochgeklappte Sitzfläche ist hauptsächlich dafür da, dass man bequem zur Seitentür gelangt." Schon praktisch solch eine Tür, denn dann hat der Skipper immer guten Sprechkontakt zu seiner Crew beim Anlegen, außerdem gelangt er selbst auch schnell aufs Seitendeck und kann mithelfen und etwa die Mittelklampe belegen.

Den vollständigen Test lesen Sie in der Juni-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 15.05.19 am Kiosk gibt. 

Ralf Marquard am 06.05.2019