Grand Banks GB 60 Grand Banks GB 60

Test: Trawler mit Innenborder

Grand Banks 60 SL

Dieter Wanke am 12.10.2020

Der neue Edeltrawler im Portfolio von Grand Banks vereint Qualität mit Luxus und makellosen Fahreigenschaften

Die Traditionswerft Grand Banks hat sich in den vergangenen Jahren komplett neu erfunden. Seit der bekannte australische Hochseesegler und ehemalige Eigentümer von Palm Beach, Mark Richards, nach dem Verkauf seiner Marke an Grand Banks im April 2014 dort auch das Ruder als CEO übernommen hat, blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Nicht nur das Werk und die Produktionsmethoden wurden intensiv umgekrempelt und modernisiert, auch die alte Flotte musste kompletten Neuentwicklungen weichen. Die GB60 ist das erste Modell, das komplett unter der Regie von Richards entwickelt wurde. Weltpremiere war im September 2017 auf der Newport International Boat Show. Wir hatten die Chance, die brandneue Skylounge-Version mit komplett geschlossenem Oberdeck direkt nach ihrer Vorstellung in Florida Ende letzten Jahres zu fahren. 

Grand Banks GB 60 SL

Wer nicht nur davon träumen will, sondern die Anschaffung in Erwägung zieht, sollte auf Wartezeiten eingestellt sein, denn die Werft in Malaysia hat nur eine Kapazität von 30 Booten im Jahr und ist 2019 wohl für Lieferungen schon ausgebucht. Der Traumkreuzer hat einen entsprechenden Einstiegspreis ab gut vier Millionen Euro. Allerdings gehört von der Heizung oder Klimaanlage bis zur Waschmaschine und dem Ice-Maker auch alles schon zu der Grundausstattung an Bord. Entsprechend mager ist die Optionsliste, auf der nur Luxus wie beispielsweise Stabilisatoren zu finden ist. Nach einem Händlernetz brauchen Interessenten gar nicht erst zu suchen, denn ein solches gibt es nicht. Die Werft vermarktet nur direkt und verfügt über eine kleine Gruppe von Repräsentanten. Von denen ist für Deutschland MariTeam Yachting aus Leeuwarden in den Niederlanden zuständig.

Noch mehr Informationen? Den Test der Grand Banks GB 60 SL mit allen technischen Daten, weiteren Messergebnissen und voller Beurteilung finden Sie in BOOTE-Ausgabe 6/2019 (hier erhältlich).

Dass sich hinter den klassischen Linien, die auf den ersten Blick eher traditionellen Bootsbau suggerieren, ein Hightechprodukt auf Basis von Kohlefaser-Technik verbirgt, erstaunt zunächst. Glasfasern werden nur da eingesetzt, wo die gegen Verletzung empfindlicheren Kohlefasern kritisch sein können, also vorwiegend auf den Rumpfaußenseiten. Für das Deck und die Aufbauten kommen nur leichte Karbongewebe zum Einsatz, um den Schwerpunkt der Yacht niedrig zu halten.

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Dieter Wanke am 12.10.2020
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