Fjord 41 XL Fjord 41 XL

Test: Weekender

Fjord 41 XL

Ralf Marquard am 21.12.2020

Die Neue aus Greifswald verspricht mit ihren 440-PS-Diesel- Innenbordern und Z-Antrieben von Volvo Penta angenehme Fahrt

Fjord-Boote gibt es schon seit über 50 Jahren, einige kennen sicherlich die Legende Fjord Weekender: Fami­lien-Boote, die damals absolut in die Zeit passten und überzeugten. Seit 2005 ist Fjord bei der Hanse Yachts AG angesiedelt, die nun eine ganz andere Art von Booten baut. Die neuen Fjord-Boote haben ein absolut modernes Design, Hanse Yachts selbst nennt sie "eine Design-Ikone". Unser Testboot, die 41 XL, zeigt mit ihrer kräftigen Rumpffarbe noch ein weiteres Highlight. Mit diesem Blau fällt man nicht nur im Hafen auf. Unser Test­hafen war die Ancora Marina in Neustadt. Schon beim Ablegen hatten wir unsere Freude, was am Joystick-System und an den neuen Z-Antrieben von Volvo Penta – die butterweich ein- und auskuppeln – liegt. Damit jongliert man selbst aus etwas engeren Ecken einfach heraus.

Richtung See geht es dann in Schleichfahrt, die synchron laufenden Motoren garantieren einen guten Geradeauslauf. Dann probieren wir auch gleich die Notfallfahrt mit nur einer Maschine aus: Bei gut 2000 U/min läuft die Fjord etwa 10 kn und verbraucht 45 l/h Diesel.

Noch mehr Informationen? Den Test der Fjord 41 XL mit technischen Daten und weiteren Bildern finden Sie in BOOTE-Ausgabe 01/2021 am Kiosk oder online im Delius Klasing-Shop.

Zurück in den Normalbetrieb: In der Übergangsphase von Verdränger- in Gleitfahrt helfen Volvo Pentas BTS (Boat Trim System) und das passende optionale Automatikprogramm. Dadurch bleibt die Voraussicht immer erhalten, und ab etwa 2300 U/min geht das Boot in Gleitfahrt über. Auch während der gesamten schnellen Fahrt behält die Fjord eine super Lage. Um die 2750 U/min ist dann die wirtschaftlichste Fahrt mit etwa 23 kn erreicht. Bei einem Verbrauch von 4,1 l/sm er­rechnet sich mit der Tankkapazität von 900 Litern abzüglich 15 % Reserve eine Reichweite von knapp 190 sm, was für die Bootsgröße nicht besonders üppig ausfällt. Die Reichweite bei Vollgas (knapp 39 kn) sinkt nur um etwa 20 sm. Und das Fahren mit Volldampf bringt schon Spaß, denn das Boot läuft superweich, und in engen Kurven zieht es, ohne zu haken oder zu wippen, seine Bahnen. Kreuzt man dabei die eigne Welle, geht die "Rundreise" in einem soften Modus weiter. Auf dem Slalomkurs merkt man von den Lenkausschlägen kaum etwas, wer kräftiger ins Ruder greift, lässt das Boot auf die Seite kippen, bevor es sich dann ruck, zuck wieder stabilisiert.

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Ralf Marquard am 21.12.2020
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