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Bootstests

Wer im Glashaus sitzt...

Peter Lässig am 31.08.2009

Bei einer Fahrt mit der Atlantis 54 erlebt man keine bösen Überraschungen. Im Gegenteil: Große Scheiben und ein gläsernes Schiebedach schaffen ein neues Fahrgefühl. Auch die Verarbeitung und das Raumangebot der 16,80 m langen Yacht überzeugen.

Atlantis gehört zur italienischen Azimut-Benetti-Gruppe. Während die Namensgeber in der Oberliga maßgeschneiderte Boote für die luxuriöse Comfort-Class bauen, ist Atlantis im Konzern so etwas wie die Sportabteilung.

Man ist aber nicht, wie bei einigen Autoherstellern, ein auf sportlich getrimmtes Anhängsel der Limousinen. Atlantis nutzt lediglich das Wissen und die Technologie des Konzerns und baut darauf basierend eigene Boote. Wer „sportlich“ mit „klein“ assoziiert, fängt bei Atlantis mit 31 Fuß an. Inzwischen baut die Werft acht Modelle, das größte mit einer Länge von 55 Fuß.

Wir fahren die Atlantis 54 vor dem Hafen von Rosignano bei idealem Test-Wetter: Windstärke 3 Beaufort, Sonnenschein, 17 °Celsius Lufttemperatur und 13 °C kaltes Wasser.

Perfekt ist auch die sich stellenweise kreuzende Dünung, die Wellen bis etwa 1,50 m Höhe produziert. Das heißt, da lässt sich zum Thema Rauwassereigenschaften schon etwas sagen.

Was das Manövrieren auf engstem Raum angeht, haben wir in langsamer Fahrt dank „Easy Dockingsystem“ keine Probleme, in jede gewünschte Richtung zu fahren.Das als Extra angebotene System kontrolliert und koordiniert mittels Joystick Bug- und Heckstrahlruder und gibt dazu an beide Getriebe den Befehl, entweder „neutral zu bleiben“ oder in den Vorwärts- oder Rückwärtsgang zu schalten.

Das ist nicht neu und wird bei Azimut schon länger eingebaut. An- und Ablegen gelingen damit jedenfalls kinderleicht.

Peter Lässig am 31.08.2009
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