Riva 122 Mythos Riva 122 Mythos
Megayachten

Ein Mythos wird Wirklichkeit

Christian Tiedt am 17.03.2014

Bei CRN in Ancona wurde die größte, jemals gebaute Riva vom Stapel gehoben. Für die Edelmarke ist es der nächste Schritt ins Megayacht-Segment.

Riva 122 Mythos

Die neue Riva 122 Mythos

Fotostrecke: Riva 122 Mythos

Wer bei Riva nur an Mahagoni-Klassiker wie die Aquarama denkt, irrt inzwischen gewaltig: Das neue Flaggschiff der italienischen Traditionswerft ist nicht nur komplett aus Aluminium, sondern mit 37,50 Metern auch so lang, dass Sie eines der legendären Runabouts schon fast als Tender mit an Bord nehmen kann. Tasächlich hat die Riva 122 Mythos aber ihren eigenen Stammbaum: Design und Entwicklung gehen auf die Riva 86 Domino zurück, die bislang größte Yacht aus der Coupé-Serie der Italiener.

Dabei spielte man schon in den Siebzigerjahren auf „großem Feld“: Die Riva Marco Polo maß schon 23,5 Meter, die Vespucci 100 sogar mehr als 30 Meter. Auch damals war CRN der Partner, auf deren Werft in Ancona nun ebenfalls die neue 122 Mythos entstand – und am vergangenen Wochenende von einem gewaltigen Travellift in das Wasser der Adria gesetzt wurde. Eine komplett italienische Entwicklung also, wie man bei Riva betont. Ein Hinweis, der sicher auch vor dem Hintergrund zu sehen ist, dass die Ferretti Group, zu der man gehört, 2012 von einem chinesischen Investor übernommen wurde.

Der Eigner der ersten 122 Mythos hat sich für das Drei-Kabinen-Layout entschieden, Varianten mit vier oder fünf Kabinen sind aber ebenfalls möglich. Zwei MTU-Motoren mit je 3500 PS sorgen in jedem Fall für eine Höchstgeschwindigkeit von 27,5 Knoten. Die Reisegeschwindigkeit des Alu-Gleiters wird dagegen – vorläufig – miz 25 Knoten angegeben. Nach den Erprobungsfahrten wird die Yacht in diesem Sommer im Mittelmeerkreuzen, auf den Boat Shows in Cannes und Monaco für Aufmerksamkeit sorgen, und sich dann auf den weiten Weg nach Brasilien machen, wo der Eigner beheimatet ist.

Christian Tiedt am 17.03.2014