Pogo Loxo 32 Pogo Loxo 32

Neuheit: Pogo Loxo 32

Flèche Bretonne

Christian Tiedt am 30.08.2019

Pfeil aus der Bretagne: Leicht, effizient und schnell soll die Pogo Loxo 32 sein. Außergewöhnlich ist sie in jedem Fall. Wir stellen die Neuheit aus Frankreich vor

Kommt nicht so oft vor, dass sich nicht nur Segler um ein Motorboot scharen, sondern sogar gestandene Fischer und Seenotretter. Da muss schon etwas Besonderes im Wasser liegen. Doch genau das geschieht Mitte Mai im Hafen von Lerwick auf den Shetlandinseln.

Pogo Loxo 32

Es sind sogar zwei Boote, die am Steg liegen – zwei Pogo Loxo 32.

Das Interesse ist leicht erklärt: Zum einen ist der Typ neu. Entwickelt von Pogo Chantier Naval Structures in Combrit Sainte-Marine in der Bretagne, feierte die Neuheit erst im Januar auf der Boot Düsseldorf Premiere. Zum anderen ist ihr Äußeres außergewöhnlich:

Pogo Loxo 32

"Wo ist der Mast?", ruft jemand. Tatsächlich zeigt der flache Rumpf mit kleinem Deckshaus und dem Seezaun anstelle einer Reling klar die Gene eines modernen Performance Cruisers – unter Segeln versteht sich.

Auch das langgestreckte Vorschiff und der breite Heckspiegel stehen dafür. Nur der Knickspant deutet eher auf ein Motorboot hin. Das Design kein Zufall: Die Bootsbauer von Pogo haben sich einen Namen mit sportlichen Seglern gemacht.

2017 gewann eines ihrer Modelle den Titel "European Yacht of the Year".

Oberste Maxime ist deshalb auch bei der Loxo 32: Alles soll möglichst einfach, dabei aber zuverlässig und effizient sein. Das ist gelungen. Auch wenn unter Deck nicht viel mehr Platz ist als in einem Campermobil, und das Ambiente für einen Purismus par excellence steht, ist das Konzept stimmig und hat seine eigene schlichte Eleganz.

Pogo Loxo 32

Die größte Stärke dieses GFK-Bootes liegt allerdings in der Leistung: Das geringe Leergewicht von nur knapp 1,7 Tonnen und die schlanke Rumpfform führen dazu, dass die Reisegeschwindigkeit trotz relativ geringer Motorisierung (maximal 75 PS von Volvo Penta) bei etwa 11 kn (Topspeed: 17 kn) liegt – und das (nach Werftangaben) bei einem Verbrauch von nur einem halben Liter pro Seemeile.

Damit kommt man bei einem Tankinhalt von 150 l schon ohne Ersatzkanister recht weit.

Pogo Loxo 32

Zum Beispiel auf die Shetlands – nach einer 180-Seemeilen-Passage von Bergen im Westen Norwegens, Teil eines Promotion-Törns mit dem Namen "Viking Saga" (über den wir noch berichten werden). Und das Seeverhalten der so grazil wirkenden Loxo ist tatsächlich gut.

Selbst bei NE 3 und einer durch den starken Gezeitenstrom vor den Shetlands sehr unruhigen Nordsee. Das Vorschiff bleibt selbst dann erstaunlich trocken, als es genau gegen die Welle geht. Umgekehrt lässt sich mit achterlicher See gut Kurs halten. Dabei zielt die Werft mit ihrem neuen Pfeil nicht nur auf Hochseesegler und Langfahrtenskipper.

Auch binnen dürften Wasserwanderer dank geringer Durchfahrtshöhe und lediglich 0,7 m Tiefgang nahezu überall hingelangen. 

Den vollständigen Bericht der Pogo Loxo 32 lesen Sie in der August-Ausgabe 2018 von BOOTE.  Das Heft ist im DK-Shop erhältlich.

Christian Tiedt am 30.08.2019