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Ratgeber: Dieselbakterien

Kleine Ursache, grosse Wirkung: Bakterien im Diesel

Sebastian Gollasch am 31.05.2010

Bakterien im Diesel sind eine Gefahr für den Motor: Sie können sich schlagartig ausbreiten und den gesamten Motor lahmlegen. Wir sagen wie man sich schützt und wie Sie den Tank wieder sauber bekommen.

Bakterien, Segen oder Fluch? Sie sind so klein, dass man sie nur mithilfe eines Mikroskops sehen kann, und dennoch können sie nicht nur einen Menschen, sondern auch ein ganzes Boot außer Gefecht setzen.

Es gibt Spezies, die uns jeden Tag helfen, sei es beim Zersetzen der Nahrung oder beim Umwandeln von Milch in Käse, aber auch solche, die uns krank machen und Dinge des täglichen Lebens beschädigen können.

Dieselkraftstoff ist da nur ein Beispiel. Mit Wasser verunreinigt, bietet er Bakterien den perfekten Nährboden. Einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern, die sich durch Tei-lung vermehren, leben in der Trennschicht zwischen Diesel und Wasser.

Die Nahrung ist der Kraftstoff und ihre Hinterlassenschaft ein bräunlich-schwarzer Schleim. Dieser kann, wenn er von der Förderpumpe des Motors angesaugt wird, die Kraftstoffleitungen, die Filter und im schlimmsten Fall das gesamte Einspritzsystem verstopfen.

Das führt in der Regel zum stotternden Motorlauf bis hin zum Totalausfall des Motors. Bemerkbar macht sich ein Befall an der Farbe des Diesels. Dieser wird aufgrund des Wassergehalts etwas trübe. Ein weiterer Hinweis ist ein ständig verunreinigter Kraftstofffilter.

Doch damit nicht genug, der Schleim kann durch Korrosion Schäden an der gesamten Kraftstoffanlage verursachen. Verantwortlich dafür sind die säurehaltigen Rückstände der Bakterien, die metallische Oberflächen angreifen.

Sebastian Gollasch am 31.05.2010