USB-Steckdosen USB-Steckdosen

Technik: USB-Steckdosen

Saft fürs Smartphone

Olaf Schmidt am 22.05.2018

USB-Steckdosen sind heute die bevorzugte Ladestromquelle. Wir zeigen bordtaugliche Lösungen und warum nicht jedes Gerät an jedem Anschluss funktioniert

Ob Smartphone, Kamera oder Mini-Quadrokopter: Die USB-Buchse als Ladestromquelle ist inzwischen ein weit verbreiteter Standard. Für den Einsatz zuhause liefern die meisten Hersteller heute noch ein Steckernetzteil mit, das natürlich optimal passt. Bei sehr einfachen Geräten wie beispielsweise Spielzeugen wird auch schon mal auf die USB-Buchse des Computers als Ladestation verwiesen.

Was aber, wenn weder eine Steckdose noch ein Notebook oder eine Powerbank mit ausreichendem Akkustand in Reichweite sind – also unterwegs auf dem Boot?

Auf die große Lösung, nämlich per Wechselrichter eine 230-Volt-Steckdose an Bord zu holen, sind wir in Boote 07/2017 ausführlich eingegangen. Hier soll es nun um die andere Möglichkeit gehen, nämlich um Adapterstecker und Einbaudosen, welche direkt aus den 12 Volt eine USB-Ladebuchse bereitstellen. Das bedeutet weniger Hardware und fliegende Kabel, außerdem arbeitet es effizienter als die Wechselrichter-Lösung. Was unter anderem dann wichtig ist, wenn man mit einem kleinen Boot und wenig Batteriekapazität vor Anker liegen will.

USB-Steckdosen

Für einen umfassenden Test ist das Angebot schlicht zu groß: Beispielsweise bietet der Onlineshop der Supermarktkette Real für nahezu jedes Handymodell einen eigenen Zigarettenanzünder-zu-USB-Adapter an. Wir haben uns daher im Wesentlichen auf Produkte konzentriert, die Sie beim Schiffsausrüster finden und setzten bevorzugt auf Einbaulösungen statt fliegende Adapter.

Daraus ergibt sich eine Marinespezifische Verteilung der Lieferanten: Scanstrut und Philippi, wobei letztere Firma die Hersteller Alfatronix, Bluesea und Procar vertritt. Die beiden Zigarettenanzünder-Adapter sind in vielen Elektronikmärkten zu bekommen.

Formatfrage

Allgemein gibt es zwei Arten von Bordnetz-USB-Ladern: Adapter, welche wie ein Stecker in den Auto-Zigarettenanzünder passen und solche, die mit eigenem Stromanschluss fest eingebaut werden. Die erste Variante klingt schön einfach, außerdem gibt es eine riesige Auswahl zu teils extrem niedrigen Preisen – oft unter zehn Euro.

Aber auf Booten ist die dafür erforderliche große Zigarettenanzünder-Steckdose eher selten zu finden. Und ihre Kontaktsicherheit ist aufgrund der Kfz-Materialwahl beim Einsatz an Bord nicht besonders gut. Ohnehin ist es praktischer, die USB-Lademöglichkeiten in Reichweite von Kojen oder Salon-Sitz-plätzen zu haben statt am Armaturenbrett.

Genau hier setzen die Einbau-Adapter an. Üblich sind Bauformen, welche die gleiche Bohrung verwenden wie der eben gescholtene Zigarettenanzünder. Es gibt aber auch Aufbau-Varianten (die keine große Bohrung benötigen) und sogar rechteckige passend zu einigen Schalttafeln.

Die Preise dafür beginnen bei etwa zwanzig Euro, je nach Design und Ausstattung können es bis zu sechzig werden. Die verbaute Elektronik ist meist besser für Dauerbetrieb geeignet als in den Einsteck-Adaptern. Für den Außenbereich gibt es verschiedene wassergeschützte und ganz wasserdichte Ausführungen.

Einfache Gummikappen sind günstig und platzsparend,  schützen jedoch nur solange die Buchsen nicht belegt sind. Von Scanstrut kommt mit der Rokk Charge eine Doppelbuchse, die sowohl mit als auch ohne Stecker komplett dicht ist – hier sind rund 45 Euro zu investieren.

Den vollständigen Technik-Bericht lesen Sie in der Juni-Ausgabe von BOOTE, die es ab dem 16. Mai 2018 im Handel gibt. Für Abonnenten natürlich schon eher.

Titel Juni 2018

Olaf Schmidt am 22.05.2018