Wechselrichter Wechselrichter

Zubehör: Wechselrichter

Steckdose zum Mitnehmen

Olaf Schmidt am 08.05.2018

230 Volt aus der 12-Volt-Dose: Wir haben zehn Wechselrichter getestet, die ohne Installation auskommen

Das Telefon ist leer, der Akku des Tablets meldet dringenden Ladebedarf, und die Spielekonsole hält auch nicht mehr lange durch. Jetzt eine Steckdose, und der schöne Tag auf dem Wasser wäre gerettet. Eine vom Landnetz unabhängige, feste 230-Volt-Versorgung an Bord zu installieren bedeutet normalerweise recht großen Aufwand.

Doch für die kleinen Verbraucher des täglichen Lebens gibt es günstige Alternativen. Mobile Wechselrichter, auch Inverter genannt, machen aus dem Gleichstrom des Bordnetzes Wechselstrom für die Steckdose. Viele akkubetriebene Geräte benötigen fürs Ladegerät zwar 230 Volt, aber nur relativ wenig Leistung.

Und die lässt sich oft mit ganz kleinen Wechselrichtern bereitstellen. Solche Wandler brauchen keine aufwendige Installation, sondern nur eine Steckdose, wie wir sie vom Zigarettenanzünder im Auto kennen. Auf vielen Booten ist die serienmäßig vorhanden oder mit vertretbarem Aufwand nachzurüsten.

Beschränkt man sich darauf, einen einzigen 230-Volt-Verbraucher zur Zeit zu betreiben, dann entfällt auch der komplizierte Aufbau eines Netzes an Bord. Die Auswahl in dieser Klasse ist auf den ersten Blick riesig. Bei genauem Hinsehen fällt schnell auf, dass es zwar viele Namen gibt, aber nur wenig unterschiedliche Geräte.

Bei unserer Auswahl haben wir uns daran orientiert, welche Modelle für den Wassersport verbreitet angeboten werden, und versucht, immer den eigentlichen Hersteller oder dessen Hauptimporteur zu kontaktieren. Teilgenommen haben LTC (Waterloft Schleswig), Sterling power, Voltcraft (Conrad Elektronik), Cotek und Xantrex (beide Vmax24) sowie Dometic-Waeco.

Alle Probanden liefern Wechselstrom mit den in Europa üblichen 230 Volt und 50 Hertz. Sie sind für den Betrieb an 12-Volt-Anlagen ausgelegt und meist mit einem Stecker für den Zigarettenanzünder (wie im Auto, 21 Millimeter Durchmesser) versehen. Für die kleinere Dose, die teils in Marineschalttafeln verbaut ist, müssen Sie selbst einen Stecker montieren.

Systemfrage
Wechselstrom im Landnetz ist grundsätzlich sinusförmig, und so erwarten ihn viele Verbraucher. In der unteren Preisklasse ist es jedoch üblich, dass die Wechselrichter einen rechteckigen Spannungsverlauf erzeugen. Dieser wichtige Unterschied wird von den Herstellern gerne unter den Tisch gekehrt und das Signal als "modifizierter Sinus" angepriesen.

Es gibt aber eine Menge zu ver­sorgender Geräte, denen das nicht egal ist, oft diejenigen mit viel Elektronik drin. Einfache Glühlampen kommen mit beiden Versionen klar, aber die wird man kaum per Wechselrichter betreiben.

Um Unklarheiten bezüglich der Signalform zu vermeiden, haben wir die Testgeräte in zwei Gruppen aufgeteilt: solche, die rechteckigen Strom liefern, und diejenigen mit echtem Sinus wie im Landnetz.

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Olaf Schmidt am 08.05.2018