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Abenteuer

Solarkatamaran hat Rotes Meer durchquert

Christian Tiedt am 17.03.2012

„PlanetSolar“ hat Hurghada in Ägypten erreicht und wird bald zurück in Monaco sein: Nach 30.000 Seemeilen geht die Weltreise ihrem Ende entgegen.

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Fotostrecke: Solarkatamaran im Roten Meer

In ihrem Bordtagebuch beschreibt die internationale Crew die zurückgelegte Etappe: „Unsere Reise durchs Rote Meer dauerte 15 Tage. Wir hatten Djibouti am Montag, den 27. Februar verlassen und kamen am Dienstag, den 13. März in Hurghada an. Rechnen wir noch unsere Zwischenstopps mit ein, so legten wir stündlich zirka 6 Kilometer, und insgesamt 1150 Seemeilen (2130 km) zurück.“

Gegenwind und reichlich Wellen sorgten für anstrengende Tage an Bord des 31 m langen Katamarans. Aufgrund des Wetters wurde der Kurs entlang der Westküste des Roten Meeres gewählt, wo zumindest die Batterien in geschützten Buchten immer wieder aufgeladen werden konnten.

Dabei bot sich jedoch auch die Gelegenheit für spannende Entdeckungen. Etwa im Norden des Sudans, wo der französische Tauchpionier Jacques-Yves Cousteau vor mehr als fünfzig Jahren einen ganzen Monat in einem Unterwasserdorf verbrachte. Die Anlage mit dem Namen „Précontinent 2“ existiert noch immer – wenn auch reichlich bewachsen – und wurde von der Crew auf einem Tauchgang erkundet.

Und Raphael wusste damit auch, dass wir damit die Möglichkeit hatten, dem Kommandanten Cousteau unsere Ehre zu erweisen. In der Tat konnten wir das Unterwasserdorf "Précontinent II" im Norden Sudans besuchen, wo Jacques-Yves Cousteau und sein Team vor mehr als 50 Jahren einen Monat unter der Meeresoberfläche lebten.

Weitere Zwischenstopps wurden auf der Insel Talla Talla Kebir eingelegt, in Port Soudan und an den Korallenriffs von Sha’Ab Rumi. Die Ankunft in Hurghada erfolgte schlißelich sogar früher als geplant – der stetig scheinenden Sonne sei Dank. Vor der Crew liegt nun nur noch die Passage des Suez-Kanals und die Durchquerung des Mittelmeeres bis zur Rückkehr nach Monaco, wo das Abenteuer vor 18 Monaten begonnen hatte.

Christian Tiedt am 17.03.2012