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Abenteuer

Solarkatamaran mit technischen Problemen

Christian Tiedt / PlanetSolar am 02.04.2011

Nach einem mechanischen Schaden an der Steuerung der Propellerblätter kehrt der Solarkatamaran „Turanor PlanetSolar“ nach Bora Bora zurück.

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„Turanor PlanetSolar“ mitten im Pazifik: Der Katamaran aus der Vogelperspektive des ferngelenkten (Bord-)Minihubschraubers.

Nachdem die „Turanor PlanetSolar“ am frühen Mittwochmorgen zunächst Bora Bora verlassen hatte, gab es gegen 16:15 Uhr Ortszeit einen ungewöhnlichen Lärm im Bereich des Antriebs auf der Backbord-Seite. Als Vorsichtsmaßnahme wurde das Solarkatamaran zum Halten gebracht; so wurde ein weiterer Schaden im Bereich des Propeller-Antriebs verhindert. Einer der zwei Propeller konnte vorübergehend durch den Schaden an der Propellerblatt-Steuerung nicht eingesetzt werden. Das gesamte Solarsystem, die Batterien sowie die Motoren selbst sind jedoch vollkommen intakt.

Mit der Unterstützung des Landteams suchte die Crew in den vergangenen Stunden nach der besten Lösung, um die das Boot für die nötigen Reparaturen nach Bora Bora zurück zu bringen. Gemeinsam konnte der Backbord-Antrieb provisorisch wieder einsatzbereit gemacht werden.

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„Turanor PlanetSolar“: Die defekte Steuerung der Propeller zwang die Crew zur vorübergehenden Rückkehr nach Bora Bora.

Lebhafte See und Wind von 15 Knoten haben die Arbeiten an Bord erschwert. Projektgründer und Co-Skipper Raphaël Domjan: „Das Projekt PlanetSolar ist eine Expedition und entsprechend müssen wir auf solche Zwischenfälle vorbereitet sein. Das Boot ist außer Gefahr; an Bord geht es uns gut und wir haben in einer tollen Teamwork eine Lösung gefunden, um möglichst schnell nach Französisch Polynesien, dem nächsten Hafen, zurück zu kehren.“

Ende September vergangenen Jahres war der 31 m lange Solarkatamaran in Monaco zu seiner Reise westwärts um die Welt aufgebrochen. Der in Deutschland gebaute und unter Schweizer Flagge fahrende Schiff wird ausschließlich von Solarenergie angetrieben. Mit dem Projekt möchte die internationale, vierköpfige Crew an Bord auf die Leistungsfähigkeit regenerativer Energien hinweisen.

Christian Tiedt / PlanetSolar am 02.04.2011