Hochwasser: Sperrungen auf der OHWFoto: WSA Eberswalde

Hochwasser: Sperrungen auf der OHW

Christian Tiedt 

WSA Eberswalde  

3.8.2011, Lesezeit: 2 Minuten

Wegen hoher Pegelstände nach den schweren Regenfällen der vergangenen Woche mussten viele Schleusen der Oberen Havel-Wassersstraße gesperrt werden.

  OHWFoto: Christian Tiedt
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In den zurückliegenden Tagen haben sehr starke Regenfälle in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu einem überdurchschnittlichen Anstieg des Wasserspiegels in den Gewässern der Mecklenburger Seenplatte geführt. Die Pegelstände erreichen beziehungsweise überschreiten vielfach die Richtwerte der Hochwassermarken.

Um lokale Überschwemmungen abzubauen und weitere, großflächige Überflutungen zu verhindern, ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde bemüht, die Wassermassen über die Havel möglichst schadlos abzuführen.

In diesem Zusammenhang mussten einige Schleusen der Oberen-Havel-Wasserstraße für den Verkehr gesperrt werden. Dies betrifft die Schleuse Bredereiche, Zaren, Schorfheide, Zehdenick, Bischofswerder und Liebenwalde. Damit ist die Obere-Havel-Wasserstraße vorerst zwischen km 4,53 und 47,80 für die gesamte Schifffahrt gesperrt.

Die Gründe sind:

  • Mitnutzung der Schleusen für die Wasserabführung
  • Überschwemmung der Flussufer zwischen den Schleusenstandorten
  • Gefährdung der Schifffahrt durch Treibgut und teilweise erhebliche Querströmungen durch benachbarte Wehranlagen

Die Dauer der Sperrungen wird davon bestimmt, wie schnell das Wasser in der Havel abfließt und natürlich auch von der weiteren Wetterentwicklung. Das WSA Eberswalde ist bemüht, sobald als möglich den Schleusenbetrieb wieder aufzunehmen, aber mit einer Sperrdauer von zirka 14 Tagen ist zu rechnen.

Den Wassertouristen wird empfohlen, sich auf der Homepage des WSA Eberswalde oder im Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS) in der Rubrik der Schifffahrtspolizeilichen Hinweise oder Anordnungen über eventuelle Freigaben der Schleusen zu informieren.