Revier: Saar und Mosel – Schlemmen und genießen

Revier: Saar und Mosel – Schlemmen und genießen

Dieter Wanke  

18.11.2021, Lesezeit: 10 Minuten

Im Dreiländereck an Saar und Mosel verwöhnen bildschöne Landschaften, alte Städte und vorzügliche Küche. Wir waren dort unterwegs.

Die Sauerkraut-Tour ist bei Bootstouristen eine beliebte Route durch Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Für die gesamte Strecke sollten mindestens drei Wochen einkalkuliert werden. So viel Zeit hat nicht jeder. Warum sich also nicht auf einen attraktiven Teil der Route konzentrieren? Entlang der Weinberge an Saar und Mosel sowie des Rhein-Marne-Kanals lassen sich alle drei Länder und viele Highlights wie das idyllische Saarburg oder die Saarschleife, die lothringischen Metropolen Metz, mit ihrer gotischen Kathedrale, oder Nancy, mit dem einzigartigen Place Stanislas, besuchen. Ergänzt wird all das durch kulinarische Köstlichkeiten wie etwa Quiche Lorraine, Bibeleskäs oder Sauerkraut.

Die Reise beginnt im Saarland. Der Yachthafen von Merzig ist ein idealer Ausgangspunkt. Die Charterbasis der Yacht Charter Holiday Tours GmbH bietet hier insgesamt zwölf bestens gepflegte Stahlverdränger für Rund- oder One-Way-Fahrten an. Peter Schönberger wartet schon auf der "Solaris", einer Linssen Grand Sturdy 35.0 AC, die für eine Woche unser schwimmendes Heim sein wird. Zur vorbildlichen Übergabe gehört auch eine Probefahrt mit Anlegemanöver. Hier kann die Crew gleich die Abläufe üben, denn meine Begleiter erwarten mit großer Vorfreude ihren ersten Boots­törn, und gleich am ersten Tag warten zwei Schleusenmanöver auf die Neulinge. Für den kulinarischen Ausklang am Abend muss der Hafen nicht verlassen werden, denn neben dem Brauhaus mit zünftiger Küche verwöhnt hier Roberto Luzzardi seine Gäste mit vorzüglicher italienischer Küche. Wir ergattern noch einen der wenigen freien Tische und genießen den Abend bei einem herrlichen Mahl.

Eine Sesselbahn führt von Saarburg in die umliegenden Weinberge. So kann der herrliche Blick auf das schöne Saartal in vollen Zügen genossen werden. | Dieter Wanke
Eine Sesselbahn führt von Saarburg in die umliegenden Weinberge. So kann der herrliche Blick auf das schöne Saartal in vollen Zügen genossen werden. | Dieter Wanke
Eine Sesselbahn führt von Saarburg in die umliegenden Weinberge. So kann der herrliche Blick auf das schöne Saartal in vollen Zügen genossen werden. | Dieter Wanke
Eine Sesselbahn führt von Saarburg in die umliegenden Weinberge. So kann der herrliche Blick auf das schöne Saartal in vollen Zügen genossen werden. | Dieter Wanke

Am nächsten Tag stehen gut vier Stunden Fahrzeit bis Saarburg an. Die erste Attraktion in Form der Saarschleife erreichen wir schon nach einigen Biegungen. Die Passage wirkt vom Boot aus deutlich unspektakulärer als die Ansicht vom Aussichtspunkt bei Orscholz, die wir uns schon bei der Anreise am Vortag gegönnt hatten. Kurz danach passieren wir Mettlach, wo das Stammwerk des Porzellanimperiums Villeroy und Boch eine eindrucksvolle Kulisse am Ufer der Saar bildet. Wer möchte, kann vor der Schleuse an Stegen zum Besuch anlegen. Doch wir wollen Saarburg ausgiebig erkunden und entscheiden uns für die Weiterfahrt. Der Yachthafen mit den gastfreundlichen Steganlagen des WSC Saarburg liegt gut einen Kilometer außerhalb. Es muss also zunächst ein Fußmarsch zum Ortskern absolviert werden. Attraktion ist hier die namensgebende Burg aus dem 10. Jahrhundert. Besiedelt war der Ort aber wohl schon zu römisch-fränkischer Zeit. Außerhalb der Burg breiteten sich ab dem 13. Jahrhundert Fischerei, Schifffahrt, Weberei und Lederproduktion aus. Auch das heutige Stadtbild ist noch von den historischen Gebäuden dieser Gewerbe geprägt. Rebstöcke der örtlichen Winzer an den Hängen der Saar rahmen den Ort ein. Empfehlenswert ist die Fahrt mit der Sesselbahn, die von der Talstation auf die Weinberge führt und einen herrlichen Blick auf das Saartal bietet. Spektakulär ist der Wasserfall der Leuk, im Zentrum. Hier lassen sich auch das Amüseum und das Mühlenmuseum besuchen. Die zahlreichen Gaststätten im Ortskern, sind bestens besucht. An den Ufern der Saar gibt es noch das Museum der Glocken­gießerei Mabilon. Ein Spaziergang entlang des Ufers führt dann zurück zur Marina.

Bei der nächsten Etappe wird die Mosel erreicht, wo direkt hinter der Schleuse an der Mündung der Saar der Hafen von Konz angelaufen werden kann. Unser Ziel ist aber Luxemburg. Hier wartet in Schwebsange der einzige Yachthafen an der luxemburgischen Mosel auf Gäste, und den Besuch im Großherzogtum wollen wir uns nicht entgehen lassen. Die Brasserie Du Port schließt schon um 18 Uhr. Wer später essen gehen möchte, muss sich auf den Fußweg durch die Weinberge in den kleinen Ort machen, der schon im Jahr 893 in Dokumenten der Trierer Abtei St. Maximin erwähnt wird. Der Spaziergang in das Dorf führt an einem Freilichtmuseum vorbei, wo eine Kelter aus dem 13. Jahrhundert sowie ein gallorömischer Sarkophag bestaunt werden können. Gastronomische Auswahl gibt es zwar nicht, aber im Le Bistro Italien wird man bestens versorgt. Das Highlight am nächsten Morgen ist der Baguette-Automat im Hafen.

Im großen Yachthafen, der sich im Bassin St-Georges in Nancy befindet, sind Gäste immer willkommen. | Dieter Wanke
Im großen Yachthafen, der sich im Bassin St-Georges in Nancy befindet, sind Gäste immer willkommen. | Dieter Wanke
Im Ausgangshafen von Merzig liegt die Charterflotte mit den Stahlverdrängern der Yacht Charter Holiday GmbH. Im Hafen erfreut neben dem Brauhaus auch das Restaurant Da Roberto mit exzellenter Küche. | Dieter Wanke
Im Ausgangshafen von Merzig liegt die Charterflotte mit den Stahlverdrängern der Yacht Charter Holiday GmbH. Im Hafen erfreut neben dem Brauhaus auch das Restaurant Da Roberto mit exzellenter Küche. | Dieter Wanke
Die Kulisse von Saarburg wird natürluch durch die Burg dominiert. Spektakulär ist außerdem der Wasserfall der Leuk mitten in der Altstadt. | Dieter Wanke
Die Kulisse von Saarburg wird natürluch durch die Burg dominiert. Spektakulär ist außerdem der Wasserfall der Leuk mitten in der Altstadt. | Dieter Wanke
Auf dem Weg nach Frankreich wechseln sich an den Moselhängen Wälder und Weinberge ab. | Dieter Wanke
Auf dem Weg nach Frankreich wechseln sich an den Moselhängen Wälder und Weinberge ab. | Dieter Wanke
Der große Yachthafen von Schwebsange ist die einzige Möglichkeit, im Großherzogtum Luxemburg an den Ufern der Mosel anzulegen. | Dieter Wanke
Der große Yachthafen von Schwebsange ist die einzige Möglichkeit, im Großherzogtum Luxemburg an den Ufern der Mosel anzulegen. | Dieter Wanke
Praktisch ist der kostenlose Anlegesteg in Thionville. Von hier aus ist das Zentrum schnell erreicht. | Dieter Wanke
Praktisch ist der kostenlose Anlegesteg in Thionville. Von hier aus ist das Zentrum schnell erreicht. | Dieter Wanke
Die Stege in Metz liegen im alten Moselarm, zu dem nach der Passage der Schleuse abgebogen wird. | Dieter Wanke
Die Stege in Metz liegen im alten Moselarm, zu dem nach der Passage der Schleuse abgebogen wird. | Dieter Wanke
Die markante Moselbrücke ist Namensgeber von Pont-à-Mousson. | Dieter Wanke
Die markante Moselbrücke ist Namensgeber von Pont-à-Mousson. | Dieter Wanke
Im großen Yachthafen, der sich im Bassin St-Georges in Nancy befindet, sind Gäste immer willkommen. | Dieter Wanke
Im großen Yachthafen, der sich im Bassin St-Georges in Nancy befindet, sind Gäste immer willkommen. | Dieter Wanke
Im Ausgangshafen von Merzig liegt die Charterflotte mit den Stahlverdrängern der Yacht Charter Holiday GmbH. Im Hafen erfreut neben dem Brauhaus auch das Restaurant Da Roberto mit exzellenter Küche. | Dieter Wanke
Im Ausgangshafen von Merzig liegt die Charterflotte mit den Stahlverdrängern der Yacht Charter Holiday GmbH. Im Hafen erfreut neben dem Brauhaus auch das Restaurant Da Roberto mit exzellenter Küche. | Dieter Wanke
Im Ausgangshafen von Merzig liegt die Charterflotte mit den Stahlverdrängern der Yacht Charter Holiday GmbH. Im Hafen erfreut neben dem Brauhaus auch das Restaurant Da Roberto mit exzellenter Küche. | Dieter Wanke
Die Kulisse von Saarburg wird natürluch durch die Burg dominiert. Spektakulär ist außerdem der Wasserfall der Leuk mitten in der Altstadt. | Dieter Wanke
Auf dem Weg nach Frankreich wechseln sich an den Moselhängen Wälder und Weinberge ab. | Dieter Wanke
Der große Yachthafen von Schwebsange ist die einzige Möglichkeit, im Großherzogtum Luxemburg an den Ufern der Mosel anzulegen. | Dieter Wanke
Praktisch ist der kostenlose Anlegesteg in Thionville. Von hier aus ist das Zentrum schnell erreicht. | Dieter Wanke
Die Stege in Metz liegen im alten Moselarm, zu dem nach der Passage der Schleuse abgebogen wird. | Dieter Wanke
Die markante Moselbrücke ist Namensgeber von Pont-à-Mousson. | Dieter Wanke
Im großen Yachthafen, der sich im Bassin St-Georges in Nancy befindet, sind Gäste immer willkommen. | Dieter Wanke

Der heutige Schlag führt von Weinbergen begleitet an Schengen vorbei über die französische Grenze. Erste Möglichkeit für einen Stopp ist die große Camping- und Hafenanlage Nautic’Ham bei Basse-Ham, der wir einen Kurzbesuch widmen. Hier liegt man weit ab von jedem Trubel in der Natur. Wer die Ruhe sucht, ist in der Marina richtig. Allerdings gibt es außer einer Hafenbar keine Versorgung. Da muss die Crew in der Pantry schon selbst Hand an­legen. Wir entscheiden uns für das deutlich lebendigere Programm in Thionville, nur zwei Moselbiegungen weiter. Hier wartet mit dem Halte Fluviale de Thionville eine Steganlage der Kommune direkt vor der Altstadt auf Gast­lieger. Der Verbleib für 48 Stunden ist kostenlos. Dass man direkt in der Mosel etwas unruhiger liegt, weil gelegentlich ein Frachter Wellenschlag verursacht, nehmen wir gern in Kauf. Die lange Geschichte der einst königlichen Pfalz ist seit dem Jahr 753, also der Zeit der Merowinger, belegt. Die sehr vielfältige historische Bausubstanz sorgt für eine hübsche Kulisse beim Schlendern entlang der alten Gemäuer. Wer möchte, kann die Erkenntnisse beim Musée de la Tour aux Puces, im ältesten Turm der Stadt aus dem 11. Jahrhundert, oder im Musée du Pays Thionvillois mit archäologischen Funden und Exponaten zur Heimatkunde vertiefen. Am belebten Place du Luxembourg findet man jede Menge Gastronomie, und nicht weit davon, am Place du Marché, steht der markante Glockenturm Belfried aus dem 14. Jahrhundert.

Nach dem Ablegen am nächsten Morgen muss die Schleuse in Thionville passiert werden. Da die Berufsschifffahrt Vorrang hat, müssen wir einen großen Frachter passieren lassen, der die Kammer komplett ausfüllt, und können erst mit dem nächsten Berufsschiff schleusen. Das hat uns eine Stunde aufgehalten, aber damit muss man auf viel befahrenen Gewässern rechnen. Wir freuen uns schon auf unser nächstes Ziel Metz, definitiv eines der Highlights der Reise. Die Fahrt geht nun weitgehend über den kanalisierten Teil der Mosel, der neben den ursprünglichen Schleifen verläuft. Die Schwimmstege von Metz liegen direkt in der Mosel, wobei der Durchgangsverkehr außerhalb im kanalisierten Fahrwasser vorbeigeführt wird. In Metz liegt man sehr ruhig und mitten in der Altstadt mit einem herrlichen Ausblick auf die Kathe­drale und die alten Moselarme. Die Stadt hat enorm viel zu bieten. Leider bleibt uns nur eine Nacht. An den Moselufern bei Metz wurde schon vor 5000 Jahren gesiedelt. Es folgten Kelten und Römer. Entsprechend bewegt ist die Geschichte. Zur Römerzeit war die Stadt wegen sich hier kreuzender Handelswege größer als Paris. Herausragendes Bauwerk ist heute die gotische Kathedrale, die ab 1220 entstand und erst 300 Jahre später vollendet wurde. Sehr beeindruckend sind die Glasfenster der Kirche, weshalb das Gotteshaus auch als "Die Laterne des Lieben Gottes" bezeichnet wird. Die Glasmalereien wurden von vielen bekannten Künstlern gestaltet, darunter auch Marc Chagall.

Unsere Reiseroute | BOOTE
Unsere Reiseroute | BOOTE
Unsere Reiseroute | BOOTE
Unsere Reiseroute | BOOTE

Der lokale Jaumont-Stein, aus dem die Kathedrale gefertigt ist, findet sich in zahlreichen Gebäuden der Stadt, beispielsweise auch im direkt benachbarten Marché Couvert, den Markt­hallen von Metz. Hier wird von frischem Fisch, über Fleisch bis zu Gemüse alles für die Versorgung an Bord geboten. Zudem locken zahl­reiche Bistros mit Leckereien aus der lothrin­gischen Küche. Der Kern der Altstadt um die Rue Taison ist gesäumt von mittelalterlichen Gebäuden und einer großen Skulptur des Drachens Graoully. Der soll einer Legende nach in den Ruinen des römischen Amphitheaters sein Unwesen ge­trieben haben. Entlang der Altstadtgassen gibt es eine Vielzahl von Straßencafés, Biergärten und Restaurants. Besser könnte es kaum sein. Auch die deutsche Epoche während der kaiserlichen Monarchie zwischen 1871 bis 1918 hat die Stadt sehr geprägt. Zahlreiche Gebäude wie beispielsweise der Temple Neuf auf der von der Mosel umströmten Südwestspitze der Île du Petit-Saulcy gehören dazu. Wir lassen den herrlichen Tag in Metz bei Sonnenuntergang mit Blick auf die beleuchtete Kathe­drale und einer guten Flasche Rotwein ausklingen und sind uns einig, dass wir gern noch etwas länger geblieben wären.

Der nächste Tag zeigt die Mosel von einer ganz anderen Seite. Teilweise ist der Fluss wieder kanalisiert, und teilweise bewegen wir uns auf dem sehr breiten Lauf des ursprüng­lichen Gewässers. Die Weinberge sind längst Wäldern und landwirtschaftlichen Nutzflächen gewichen. Am frühen Nachmittag sind die markanten Barockgebäude der ehemaligen Jesuiten-Abtei Sainte-Marie-Majeure mit der Kirche St-Martin sowie die Moselbrücke von Pont-à-Mousson in Sicht. Das große Becken der Marina befindet sich hinter der Brücke, die bereits im 9. Jahrhundert hier entstand und der Stadt den Namen gab. Der Hafenmeister empfängt uns direkt an den großzügigen Gaststegen am Ponton 3. Wir nutzen die frühe Ankunft zu einer Erkundung der Stadt. Der Weg führt direkt über die schöne Brücke, an die fast unmittelbar der Place Duroc anschließt. Der markante dreieckige Marktplatz ist von zahlreichen historischen Gebäuden gesäumt – die ältesten aus dem 16. Jahrhundert – und verfügt über die größte Gruppe von Renaissance-Arkaden in Lothringen. Bemerkenswert ist auch das Rathaus aus dem 18. Jahrhundert. Zahlreiche Bars und Restaurants laden zum Verweilen in der hübschen Szenerie ein. Das lassen auch wir uns nicht entgehen. Für das Abendessen begeben wir uns zurück in den Hafen. Hier lockt die Terrasse des Hafenrestaurants mit schönem Ausblick auf die Marina und die Brücke.

Der Place Stanislas in Nancy erfreut mit der einzigartigen Kulisse seiner klassizistischen Baukunst. | Dieter Wanke
Der Place Stanislas in Nancy erfreut mit der einzigartigen Kulisse seiner klassizistischen Baukunst. | Dieter Wanke
Der Place Stanislas in Nancy erfreut mit der einzigartigen Kulisse seiner klassizistischen Baukunst. | Dieter Wanke
Der Place Stanislas in Nancy erfreut mit der einzigartigen Kulisse seiner klassizistischen Baukunst. | Dieter Wanke

Für die letzte Etappe muss dann die Mosel bei Custines verlassen werden, denn nach Nancy führt eigentlich ihr drittgrößter Nebenfluss, die Meurthe. Das Gewässer wurde bis ins 19. Jahrhundert von Flößern genutzt, ist jedoch nicht schiffbar, also fährt man auf dem parallel verlaufenden Rhein-Marne-Kanal. Nancy blickt ebenfalls auf eine lange und sehr bewegte Geschichte zurück. Die Burg Nanciacum bildete vor rund 1000 Jahren die Grundlage für die heutige Siedlung. Zahlreiche historische Gebäude dokumentieren die verschiedenen Epochen und sorgen für den hübschen Anblick der Innenstadt. Die große Marina von Nancy liegt im Bassin St-Georges. In 20 Fußminuten ist das Zentrum erreicht. Dieses wird durch den einzigartigen Place Stanislas dominiert, der auf der Liste des UNESCO-Weltkultur­erbes steht. Die Idee für das klassizistische Baukunstwerk kam von Stanislaus I. Leszczyń­ski, dem damaligen Herzog von Lothringen und ehemaligen König von Polen. Er wollte die historische Altstadt mit der damaligen Neustadt verbinden. Das Ergebnis ist eindrucksvoll. Das Angebot an Museen, beispielsweise das Musée des Beaux-Arts mit der Collection Daum, und weiteren attraktiven Zielen ist enorm. Die Auswahl an Gastronomie schier unerschöpflich. Einige Highlights sollen nicht unerwähnt bleiben. Da wäre die Bierbar Le Ch’timi in der Altstadt mit sechzehn Fass- und mehreren Hundert Flaschenbieren direkt vor der Basilique Saint-Epvre. Am Abend genießen wir die vorzügliche regionale Küche aus Elsaß-Lothringen im Restaurant Fromagerie Les Frères Marchand (www.fromages-freres-marchand.fr) in der Grand Rue.

Zwischen Merzig und der Mündung der Saar in die Mosel sind drei Schleusen zu passieren. Meist fährt man durch die schöne Natur. | Dieter Wanke
Zwischen Merzig und der Mündung der Saar in die Mosel sind drei Schleusen zu passieren. Meist fährt man durch die schöne Natur. | Dieter Wanke
Zwischen Merzig und der Mündung der Saar in die Mosel sind drei Schleusen zu passieren. Meist fährt man durch die schöne Natur. | Dieter Wanke
Zwischen Merzig und der Mündung der Saar in die Mosel sind drei Schleusen zu passieren. Meist fährt man durch die schöne Natur. | Dieter Wanke

Zum Glück bleibt am nächsten Tag vor der Übergabe am Nachmittag noch genügend Zeit zur weiteren Erkundung der Stadt. Leckermäuler sollten unbedingt einen Besuch bei der wunderbaren Pâtisserie Adam (www.patisserie-saintepvre.fr) einplanen. Der ambitionierte Zuckerbäcker Jean-François Adam fertigt hier neben dem Saint-Epvre, einem legendären Mandelbaiser mit Vanille­buttercreme und zerquetschter Nougatine – eine Spezialität, die seit 1882 am gleichen Ort nach geheimem Rezept gefertigt wird – eine Vielzahl weiterer Köstlichkeiten.

Zu den ältesten Bauwerken gehört das gotische Porte de la Craffe. Das ehemalige Stadttor stammt aus dem 14. Jahrhundert und bildete den nördlichen Eingang zur Altstadt. Die runden Seitentürme kamen erst im 15. Jahrhundert dazu. Wer eine Abwechslung zum urbanen Ambiente sucht, kann einen Spaziergang durch den Parc de la Pépinière einplanen. Vor unserer Rückreise werfen wir noch einen Blick ins Jugendstilviertel, wo wir uns noch ein Mittagessen in der Brasserie Excelsior (www.excelsior-nancy.fr) mit einem atemberaubenden Jugendstilambiente gönnen. Die Crew ist sich einig, dass wir sowohl in Metz als auch in Nancy gern mehr Zeit verbracht hätten, um die schönen Städte und ihre attraktiven Angebote noch intensiver genießen zu können. Wer die Zeit hat, sollte also durchaus über einen längeren Törn auf dieser herrlichen Strecke nachdenken.

Noch mehr Informationen? Den ganzen Artikel finden Sie mit weiteren Bildern und Revierinformationen in BOOTE-Ausgabe 12/2021 (seit dem 17.11.2021) am Kiosk oder online im Delius Klasing-Shop.