Spezial: Kykladen / Griechenland - Eine ganz andere WeltFoto: Dieter Wanke

Spezial: Kykladen / Griechenland - Eine ganz andere Welt

 

1.1.2019, Lesezeit: 12 Minuten

Mit dem RIB durch die Inselwelt der Kykladen: eine Erkundungstour zu bekannten und weniger bekannten Zielen

Die Kykladen
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Erst vor ein paar Minuten haben wir unsere Technohull SeaDNA 999 elegant in eine schmale Lücke zwischen zwei Fischerboote im Hafen von Naoussa auf der Insel Paros geschoben und dort festgemacht. Fender sparen wir uns, wir haben ja einen dicken Schlauch. Nach ein paar Schritten sitzen wir schon in der gemütlichen Hafenkneipe "Mediterrano" von Petros Tsounakis.

Bevor wir uns versehen, steht ein Fläschchen hausgemachter Tresterbrand auf dem Tisch. Es folgt ein kulinarisches Feuerwerk. Kurzum, besser könnte ein Törn durch die Inselwelt der Kykladen nicht beginnen.

Gestartet waren wir am Vormittag in Lavrio, südöstlich von Athen, nur 30 Kilometer vom Flughafen entfernt. Hier ist in einer großen Halle unser Charterboot von "RIB Cruises" eingelagert. Die Firma gehört Takis Marinos, der seit rund 10 Jahren in diesem Geschäft tätig ist. Seit 2013 mit seinem eigenen Unternehmen, das sich überwiegend mit der Vermietung der in Griechenland besonders beliebten großen Festrumpfschlauchboote beschäftigt. Momentan sind rund 80 Boote von gut vier bis 15 Meter Länge im Angebot – manche sogar mit Kabine – die ab Athen oder unterschiedlichen Inseln verfügbar sind.

Grundsätzlich liefert die Firma Boote an jeden Ort des Landes und holt sie nach der Mietzeit wieder ab. Wem der passende Führerschein fehlt, der muss auf das Vergnügen keineswegs verzichten. Dann können Skipper gebucht werden. Bei einigen Booten, wie unserer Technohull 999 SeaDNA, ist das grundsätzlich erforderlich. Ausnahmen sind bei entsprechendem Erfahrungsnachweis jedoch möglich.

Schnell haben wir unser Gepäck verladen und hängen am Haken eines großen Pickups, der uns zur Rampe in die Bucht fährt. Und schon geht’s los. Das effizienteste Tempo für die von zwei kräftigen Yamaha F300 angetriebene Technohull ist zügig ermittelt: Es liegt bei sportlichen 32 Knoten, wobei die Motoren mit 3300 Touren im moderaten Bereich arbeiten und sich insgesamt stündlich 58 Liter genehmigen. Das hört sich nach viel an, ist aber auch nicht mehr als 12 Liter pro Stunde bei knapp sieben Knoten Fahrt mit einem Verdränger. Man ist nur wesentlich schneller am Ziel.

Touristenhochburgen wie Naxos, Mykonos oder Santorin überlassen wir diesmal anderen. Wir wollen die abgeschiedene Welt der Kykladen mit weniger bekannten kleinen Inseln wie Iraklia oder Pano Koufonisi erkunden.

Aber auch belebtere Ziele wie Paros oder Milos sind dabei. Weil eine schöne Badebucht zum Zwischenstopp lockt, steuern wir nach 20 Seemeilen die Südostspitze der Insel Kea an. Hier gibt es einen Vorgeschmack, was die Woche so an Highlights bereithalten wird.

Wir sind allein in der lauschigen Bucht und laufen mit dem Bug auf den Sandstrand auf. Besser geht es nicht. Auf der Weiterfahrt zu unserem ersten Ziel, der Stadt Naoussa auf Paros, schauen wir auch an der Wasserski- und Wakeboard-Schule "Natural High" am Paros Parc vorbei. Die Schule liegt in einem beliebten, geschützten Teil im Nordzipfel der Bucht von Noussa. Nach rund 70 Seemeilen machen wir dann im Hafen fest.

Nach dem bereits erwähnten Gelage ändern wir kurzerhand unseren Plan, noch nach Antiparos zu fahren. Die Atmosphäre gefällt uns, und wir quartieren uns spontan im Hotel Madaki, direkt am Hafen, ein. In Griechenland sollte man flexibel sein, das zeigt schon dieser erste Törntag. Auf den Inseln ticken die Uhren eben anders!

Der feuchtfröhliche Samstagabend klingt dann bei Cocktails im angesagten "Art Café Fotis", direkt am Hafen in der Altstadt aus. Wir sind uns sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag.

Antiparos

Am nächsten Vormittag geht es weiter nach Antiparos. Keine halbe Stunde, dann legen wir nach nur 13 Seemeilen im Naturhafen des gleichnamigen Inseldorfes an. Christos von unserem Hotel Kouros Village wartet schon auf uns. Ein paar Minuten später sind wir auf der anderen Hafenseite in unserem hübschen Domizil angekommen und werden freundlich von seiner Frau Iliada begrüßt. Ihre Eltern gründeten die Anlage, die heute von der Tochter geführt wird. Geplant ist die Installation von Schwimmstegen vor dem Hotel.

In der kommenden Saison (2018) können Gäste dann vielleicht schon direkt vor dem Zimmer in das RIB ihrer Wahl steigen, egal ob nur eine Tagestour ansteht oder das Boot für eine längere Zeit gemietet wurde. Uns erwarten großzügige und stilsicher dekorierte Räume. Der einladende Pool und unser Schlauchboot müssen allerdings noch warten, denn frischer Wind und dunkle Wolken bescheren uns einen nicht geplanten Nachmittag an Land.

Da sich das Wetter auch am nächsten Tag nicht bessert, unternehmen wir einen Ausflug zur Tropfsteinhöhle im Zentrum der Insel. Das lässt sich leicht mit Bus, Quad (ab 15 € pro Tag) oder Mietwagen (ab 20 € pro Tag) erledigen. Auf dem Weg wissen wir an einer Abzweigung mangels Beschilderung nicht weiter und fragen an einer Tankstelle nach. Der Tankwart kann helfen. Statt Benzin bietet er dazu freundlich einen Schnaps an. Gut drauf die Leute hier, denken wir uns, lehnen aber dankend ab.

Die Spilion Agiou Ioánnou ist eine der größten Höhlen auf den Kykladen. Der Einstieg liegt auf einer Anhöhe. Von dort aus geht es an gewaltigen Stalaktiten und Stalagmiten vorbei rund 100 Meter und unzählige Stufen bergab in die riesige Höhle. Zwar haben Jahrhunderte intensiver Begehungen Spuren hinterlassen, dennoch ist der Besuch beeindruckend. Zurück im Tageslicht, erkunden wir das 35 Quadratkilometer große Inselchen noch etwas weiter. Außer vereinzelten Häusern, Weiden mit Schafen oder Ziegen, gelegentlich auch pompösen Villen reicher Zeitgenossen, die wohl nur selten zum Entspannen in ihren Anwesen sind, gibt es überwiegend naturbelassene Landschaft.

Zurück im Hauptort zeigt ein Spaziergang auch hier, dass die Insel vom Massentourismus verschont blieb. Keine 1000 Einwohner gibt es, die meisten davon in der einzigen Siedlung. Im Winter bleiben wohl nur ein paar hundert. Der Hafen ist geprägt von kleinen Fischerbooten. Einige Fischer sitzen auf der Mauer oder an Bord und flicken ihre Netze. Das hübsche Dorf ist aber bestens auf Gäste vorbereitet.

Viele kleine Tavernen und Bars laden in den urigen Gassen zum Besuch ein. Kleine Hotels, Pensionen und private Unterkünfte warten auf besonnene Gäste ohne Hang zum Rummel. Wer die Ruhe und Gemütlichkeit sucht, liegt hier richtig. Das dachten sich wohl auch Tom Hanks oder Brad Pitt, denn die beiden Filmstars sollen Häuser auf der Insel besitzen und hier auch immer wieder ihre Freizeit verbringen. Das vorzügliche Abendessen nehmen wir nur wenige Schritte von unserem Domizil im Restaurant der Argo Pension ein.

Am nächsten Tag steht die Erkundung der Buchten um die Insel an. Doch sicherheitshalber wollen wir vorher noch tanken. Das geht auf den griechischen Inseln aber etwas anders als sonst, denn Tankstellen gibt es in den Häfen nicht. Den Sprit bringen Tankwagen. Dafür muss ein Termin vereinbart werden. Das Prozedere übernimmt jedoch das Charterunternehmen. Der Gast muss dann nur zum vereinbarten Zeitpunkt am richtigen Ort sein.

Wer hübsche Plätze zum Ankern und Baden sucht, muss auf Antiparos nicht weit fahren. Allerdings braucht man zum Besuch ein Boot, anders kommt man nicht hin. Das schränkt die Besucherzahl ein. Also wieder nichts für Massentouristen. Bootssportler haben dagegen nach nur vier Seemeilen im kristallklaren türkisfarbenen Wasser bei der Tigani-Insel ihre Ruhe. Auf Sandgrund bei N 36° 58,6', E 025° 6,8' kann bestens geankert werden.

Neben dem Baden oder Schnorcheln lockt hier im Süden der Nachbarinsel Pantieronisi ein einzigartiger Tauchplatz mit dem Namen "The Dome". Bei etwa 10 Metern Tiefe gibt es mehrere Eingänge in eine Tropfsteinhöhle. Im luftgefüllten oberen Teil kann man auftauchen und die Stalaktiten bewundern. Brettsportler können sich außerhalb der Flachwasserbereiche zwischen den Inseln vergnügen und dann zum Chillen wieder vor Anker gehen.

Keine drei Seemeilen entfernt gibt es ganz im Südosten eine weitere herrliche Badebucht. Bei N 36° 56,787', E 25° 4,371' kann man ankern oder das RIB mit dem Bug auch auf den Sandstrand setzen. Vorsicht ist aber geboten, Flachstellen können die Propeller gefährden (also Motoren hochtrimmen!) außerdem kann der Rumpf sich auf dem Sand ansaugen, was das Freischieben problematisch macht. Belohnt wird man hier ebenfalls mit kristallklarem Wasser und meist absoluter Ruhe.

Ein weiteres Highlight an hübschen Buchten wartet nur drei Seemeilen entfernt auf der Südwestseite von Antiparos. Die kleine Bucht zum Baden bei N 36° 57,7', E 025° 2,8' kann durch eine höhlenartige Arkade erreicht werden. Auch die seitliche Zufahrt aus Norden ist möglich. Wer nach den Badestopps noch ein Essen einplanen möchte, findet unmittelbar nördlich bei N 36° 58,4', E 025° 1,6' Ankerplätze und das vorzügliche Fischrestaurant "Captain Pipinos". Wer direkt vor dem Restaurant ankert und winkend auf sich aufmerksam macht, wird abgeholt. Die kleinen privaten Stege der Fischer sind sehr flach und gefährlich.

Im Abendlicht treten wir den Rückweg an. Der ist schnell erledigt, deshalb fahren wir noch zwei Seemeilen nach Norden am Hafen von Antiparos vorbei zu den unbewohnten Spiridhonas Inseln und genießen dort die farbenfrohe Kulisse beim Sonnenuntergang.

Koufonisia

Als nächstes wollen wir uns einige Inseln der abgeschiedenen und sehr ruhigen Kleinen Ostkykladen ansehen. Die Fahrt führt an der Südküste von Naxos vorbei zu unserem ersten Ziel, der beschaulichen und kaum touristischen Koufonisia-Inselgruppe. Die nördliche Hauptinsel Pano Koufonisi hat nur rund 400 Einwohner. Sie war schon vor 5000 Jahren bewohnt, das beweisen Gräber aus der Bronzezeit. Während der osmanischen Herrschaft sollen hier Piraten Unterschlupf gefunden haben, im letzten Jahrhundert kamen dann Hippies. Die Einwohner leben überwiegend vom Fischfang, etwas Landwirtschaft und dem moderaten Tourismus.

Zuerst erkunden wir die große Ankerbucht im Nordosten bei N 36° 56,7', E 025° 37,3', die gut gegen nördliche Winde, wie den im Hochsommer allgegenwärtigen Meltemi, schützt. Dann legen wir im neuen privaten Hafen im gleichnamigen Dorf Koufonisi an, um die Insel zu erkunden. Die alte Marina im Südwesten ist Einheimischen vorbehalten. Ein Spaziergang führt entlang des Sandstrandes der Promenade an die Südostseite, wo im Sommer auch heute noch Hippies ihre Zelte aufschlagen. Vor der Weiterfahrt beschließen wir noch den Besuch im Restaurant Lefteris direkt vor dem Ammos-Strand in der Mitte der Bucht. Auch hier speisen wir vorzüglich.

Nächstes Ziel ist die unbewohnte Insel Kato Koufonisi, denn hier gibt es ideale Buchten für einen Badestopp. Einer der Plätze liegt im Nordosten bei N 36° 54,8', E 025° 35,4', der andere im Südosten bei N 36° 54,1', E 025° 34,5'. Im Anschluss laufen wir Schinoussa mit rund 250 Einwohnern auf knapp neun Quadratkilometern Fläche an. Bei der kleinen Siedlung Mersini befindet sich ein Hafen an der Südseite in einer geschützten Bucht.

Im Sommer ankern hier gelegentlich Superyachten. Gute Restaurants warten an der Promenade auf Gäste. In den beiden südöstlich gelegenen Buchten kann auch geankert werden. Vorsicht ist aber wegen zahlreicher Steine und Flachstellen geboten. In der ersten versorgt die Beach Bar Tsigouri ihre Besucher mit griechischen Köstlichkeiten und in der nächsten warten die Livadi Beach Studios auf hungrige oder müde Gäste, die eine oder mehrere Nächte bleiben.

Iraklia

Weiter geht’s nach Iraklia, der mit rund 18 Quadratkilometern größten und südwestlichsten Insel der Kleinen Ostkykladen, die nachweislich auch schon vor 5000 Jahren besiedelt war. Nur rund 140 Bewohner leben hier. Sie zeigten bisher wenig Interesse am Tourismus. Entsprechend ruhig ist es auf der Insel. Wer einen Rückzugsort sucht, liegt hier richtig. Einige kleine Restaurants und Privatunterkünfte machen einen Aufenthalt möglich.

Der Hafen des Dorfes Agios Georgios bietet guten Schutz vor Wind und Wellen aus West oder Nord und öffnet sich nach Osten. Wir erkunden den Ort und entscheiden uns für einen griechischen Kaffee im "Akathi Cafe Bar Restaurant". Auch hier kann an der Südostküste die stattliche Tropfsteinhöhle Agios Ioannis mit insgesamt sechs Kammern und einer Tiefe von 80 Metern besucht werden.

Ein weiterer Leckerbissen wartet auf Schnorchler und Taucher neben vielen anderen Unterwasserzielen vor der Insel. In der Bucht Alimia im äußersten Südwesten liegt das Wrack eines 1943 unter Beschuss schwer beschädigten Wasserflugzeugs der deutschen Seeaufklärung vom Typ Arado 196, das nach der Notlandung sank. Der kuriose Fang ging Fischern 1982 zwischen den Inseln Ios und Iraklia auf über 90 Metern Tiefe ins Netz, die es dann in die Bucht auf die heutige Position in nur 11 Metern Tiefe schleppten. Zur Erkundung der beiden Highlights fehlt uns leider die Zeit. Wir müssen den Rückweg antreten. Nach insgesamt rund 70 Seemeilen kehren wir in unser Domizil nach Antiparos zurück, um dann in einer Taverne im Zentrum den Abend zu genießen.

Milos

Am nächsten Tag steht ein Besuch in Milos an: Die große Insel ist mit Abstand der am meisten vom Tourismus beeinflusste Ort, den wir im Programm haben. Rund 5000 Einwohner gibt es. Seit mindestens 7000 Jahren besiedelt, war Milos schon in der Antike eine bedeutende Insel. Hier wurde 1820 die "Venus von Milo" gefunden, eine Marmor-Statue der Göttin Aphrodite, die heute im Louvre in Paris steht.

Auf dem rund 50 Seemeilen langen Weg lassen wir uns einen Besuch der Nachbarinsel Kimolos aber nicht entgehen. Rund 1000 Einwohner leben hier noch immer vom Fischfang. Der Tourismus steht noch in den Anfängen. Schöne Buchten mit hübscher Kulisse zum Ankern und Baden finden wir beim Hafen von Psathi und in der nördlich davon gelegenen Bucht mit den Stränden Rema und Karas.

Als nächstes laufen wir den Hafen von Pollonia an der Nordostspitze von Milos an. Auch hier locken Restaurants und das Milos Diving Center. Auf dem Weg in den Hafen von Adamas in der großen Bucht von Milos fährt man zwangsläufig am pittoresken Fischerdorf Klima vorbei. Die Syrmata, knallbunte, direkt am Ufer gebaute Häuschen der Fischer mit ihren Bootsgaragen sind charakteristisch für die Insel.

Vor der Einfahrt zur Bucht von Milos bilden sie eine herrliche Kulisse. Im Hafen von Adamas legen wir an. Nach dem Rundgang genießen wir ein Mittagessen im traditionellen griechischen Restaurant Trapatselis direkt am Ufer, bevor wir uns auf die Rückfahrt begeben. Die ist in weniger als zwei Stunden erledigt. Den Abend verbringen wir dann in der gemütlichen Cocktail Bar "Smile" im Zentrum von Antiparos.

Gegen Mittag des folgenden Tages treten wir den Rückweg nach Lavrio an. Auf halber Strecke winkt direkt neben uns noch ein großer Rochen mit seinen Flügeln zum Abschied aus dem spiegelglatten Wasser der Ägäis. Es bleiben Eindrücke von wunderbaren Buchten und beschaulichen Dörfern, die noch von ihrem ursprünglichen Leben geprägt sind. Es ist ein Abschied, der schwer fällt, denn in diesem schönen Winkel des Mittelmeeres könnte man die Seele auch länger baumeln lassen.

DIESE REISEREPORTAGE ERSCHIEN IN BOOTE-AUSGABE 12/2017