Kanalinseln Kanalinseln

Revierporträt: Kanalinseln

Die Fünf Freunde

Jan Jepsen am 15.04.2020

Jersey, Guernsey, Sark, Alderney und Herm – ein Stück Großbritannien vor der Küste Frankreichs: die Kanalinseln

Die Inselgruppe liegt im südwestlichen Teil des Ärmelkanals – dicht vor der französischen Küste in der Bucht von St. Malo. Der Schriftsteller Victor Hugo bezeichnete sie als "ins Meer gestürzte Stücke Frankreichs, die England aufgesammelt hat".

Sie gehören politisch nicht zum Vereinigten Königreich. Doch trotz der geographischen Nähe zu Frankreichs sind die Inseln durch und durch britisch: Es gibt Pubs, Fish and Chips, Deckchairs. Und doch variieren die Inseln und unterscheiden sich voneinander. 

Fotostrecke: Kanalinseln

Aus britischer Sicht sind Jersey, Guernsey, Alderney, Sark und Herm Ausland, und doch gehören sie zur Krone. Dieser eigentümliche Zustand datiert aus dem Jahr 1204. König Johann verlor damals fast allen Festlandbesitz und handelte sich den Beinamen "ohne Land" ein. Seine Vasallen durften zwischen dem normannischen Herzogtum und der englischen Krone wählen. Sie entschieden sich gegen Frankreich und erhielten dafür Privilegien in Form eigener Gesetzgebung und Steuerhoheit, die sich bis in die Gegenwart erhalten hat.

Heute sind nicht mehr Fischfang, Freibeuterei, Wollverarbeitung die Haupteinkommensquellen, sondern weit vor Landwirtschaft und Tourismus gelten sie als Offshore-Finanzplatz für England. 

Geologisch sind die Kanalinseln Gipfelreste, die erst nach dem Anstieg des Meeresspiegels nach der letzten Eiszeit zu Inseln wurden. Jersey und Sark bestehen aus flachen Plateaus mit hohen Küsten, während die weiter nördlich gelegenen Guernsey, Alderney und Herm von Süden nach Norden abfallen und im Norden flache Strände aufweisen. Jede der Inseln hat ihren eigenen Charme...

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der neuen Ausgabe von BOOTE. Ab dem 22.04.2020 hier erhältlich!

Jan Jepsen am 15.04.2020